Ein Blick hinter die Kulissen von Fashionqueens Diary im Juni 2018

Wie fängt man einen Beitrag an, der kein festes Thema hat und dennoch einiges ausdrücken soll? Welche Worte sind die Richtigen für das, was ich aktuell fühle? Ich glaube, es gibt kein richtig oder falsch. In der Bloggerwelt sowieso schon lange nicht mehr, aber das ist dann doch nochmal ein anderes Thema. Worum es heute geht? Um mich und Fashionqueens Diary. Um das, was hinter den Kulissen passiert. Offline.


Es ist Sommer…

Meine liebste Jahreszeit. Die Zeit, in der ich mich nur ungern länger als notwendig in geschlossenen Räumen aufhalte. Die Jahreszeit, in der mein Herz aufblüht, meine Akkus neue Energie sammeln und ich mich einfach nur wohl fühle. So auch in diesem Sommer – vielleicht sogar so intensiv wie nie zuvor. Und das genieße ich gerade in vollen Zügen. Im Freien, mit lieben Menschen, guten Gesprächen beim Grillen, mit wunderbaren Büchern und Geschichten, die mich in eine andere Welt entführen… Jedoch nicht nur das.

Fashionqueens Diary

Ich will gar nicht lange um den heißen Brei drumherum reden. Fast einen Monat lang war es still hier auf dem Blog. Selbst bei Twitter habe ich mich nur selten blicken lassen – und es hat sich auch nicht falsch angefühlt, wenn ich das schlechte Gewissen euch gegenüber mal außen vor lasse. Anfang diesen Jahres war ich noch voller Euphorie. Startete mit Beiträgen ins Jahr, die euch laut den Zahlen so richtig vom Hocker gerissen haben und mir eine Menge Spaß beim Schreiben machten. Ich setzte in diesem Jahr wunderbare Kooperationen um, die mein Herz aufblühen ließen und euch ein Lächeln auf die Lippen zauberten. Fashionqueens Diary, dieser Blog, jede Zeile mit Herzblut und Leidenschaft gefüllt. Bis jetzt.


Wenn die (Blogger-)Welt Kopf steht…

Die DSGVO. Ein Thema, welches in diesem Jahr für eine Menge Aufruhr in der Bloggerwelt sorgte – zu Recht. Ein Gesetz, welches nach meinen (laienhaften) Vermutungen wohl mehr Ärger als Sinn bringen wird. Die erste Abmahnwelle ist bereits am Rollen…Ich muss zugeben: Je näher die gefürchtete DSGVO-Deadline rückte, desto mehr dachte ich darüber nach den Blog zu schließen. Dass es viele wirklich taten, kann ich ehrlich gesagt sehr gut nachvollziehen. Es war bei mir nicht der Hintergrund, dass ich mich bezüglich der Änderungen überfordert fühlte (war zwischendurch zwar mal der Fall, aber viele andere Blogs boten mir doch auf jede Frage die passende Lösung), sondern viel mehr dieser Trotz. Ich will einfach nicht. Will mich und meinen Blog nicht in eine Schablone pressen lassen. Will nicht bei allem, was ich tue, Angst haben müssen, eventuell etwas falsch zu machen und im schlimmsten Fall eine Strafe zu kassieren. Die meisten von uns bloggen aus purer Freude an diesem Hobby. Diese Freude ging bei mir mit jedem Lesen von DSGVO-Beiträgen verloren. Das Resultat? Fashionqueens Diary schlief langsam ein. Der Beitrag vom 18. April war einer der Beiträge, die ich mit Begeisterung schrieb und veröffentlichte. Der Beitrag vom 6. Mai hingegen war einer der Texte, die schon lange, lange als Entwürfe auf meinem Laptop schlummerten. Warum ich ihn veröffentlichte? Aus schlechtem Gewissen, weil schon länger kein Beitrag mehr online gegangen ist und naja, er war ja sowieso schon lange fertig, warum also nicht nutzen?


Offline statt online…

Ich bin momentan lieber offline statt online unterwegs. Dies liegt nicht nur an der DSGVO und meinem Trotzkopf. Ich habe hier auf dem Blog noch nie viel über mein Privatleben erzählt und heute, nein, auch heute werde ich nicht viel mehr schreiben, als dass ich mein Leben aktuell sehr, sehr genieße, glücklich bin und es für mich gerade so viel wichtigere Dinge gibt.

Fashionqueens Diary wird nicht geschlossen, auch wenn ich tatsächlich kurz darüber nachgedacht habe (es aber sowieso nicht machen kann, weil es Kooperationen gibt, denen ich vertraglich zugesichert habe, wie lange der Beitrag online bleibt).

Aber ich werde erst einmal in Sommerpause gehen. Vielleicht habe ich in zwei Wochen wieder mega viel Lust aufs Bloggen und knalle euch neue Blogger-Kolumnen um die Ohren. Vielleicht hört ihr aber auch erst nach dem Sommer wieder von mir. Wie auch immer, ihr merkt schon: ich weiß es selbst nicht.


Das Leben leben….

Viele tun es immer noch zu selten. Oder nicht intensiv genug, um Momente nicht nur mit der Kamera, sondern vor allem mit dem Herzen einzufangen. Und genau das wünsche ich euch – und mir. Einen Sommer mit tollen und unvergesslichen Momenten. Einen Sommer, in welchem ihr die warmen Sonnenstrahlen bewusst auf der Haut spürt, vielleicht an der See den Wind durch die Haare pusten lasst und bis zum Sonnenuntergang draußen sitzt. Mit Freunden, bei guten Gesprächen, einer Menge Spaß und guter Laune.

Fashionqueens Diary

Ich wünsche euch einen Sommer, von welchem ihr noch im Winter zehren werdet, euch gern zurück erinnert und den ihr bewusst gelebt habt. Genauso so möchte ich auch meinen Sommer erleben. Offline. Ohne Fotos vom Meer, sondern mit dem echten Meer vor meiner Nase und unter meinen Füßen. Mit echten Sonnenuntergängen im Freien, die ohne Photoshop mein Herz erwärmen und mit Möwengeschrei, welches nicht aus dem Fernseher stammt.


Ihr Lieben, ich wünsche euch einen ganz tollen Sommer. Wir lesen uns bestimmt zwischendurch. Auf Twitter, per E-Mail, spontan in einem Beitrag wenn mich die Lust überkommt und vielleicht zieht es mich auch nochmal zwischendurch auf eure tollen Beiträge, wo ich den einen oder anderen Kommentar hinterlasse. Ich verspreche nichts. Ich genieße jetzt… ihr hoffentlich auch…

8 Comments

  • Eine schöne Einstellung. Mich hat durch den Hessentag das Blogging-Fieber wieder gepackt. Aber ich kann auch gut verstehen, dass das Leben manchmal Offline besser ist.

    Liebe Grüße

  • Schade, dass du in die Sommerpause gehen willst. Mein Bloglovin ist in den letzten Wochen so verdammt leer geworden dass ich mich über jeden qualitativen Beitrag freue. Ich kann aber verstehen, dass du zur Zeit lieber offline unterwegs sein möchtest. Ich wünschte, ich hätte die Möglichkeit, mich in der Mittagspause einfach mal in die Sonne zu setzen…

    Diese ganze DSGVO Sache ärgert mich nur noch! Ich mache mir seit Wochen ernsthafte Gedanken darüber, ob ich komplett aus dem Internet verschwinden soll. Aber was soll ich schon groß machen, wenn ich mit dem Internet und allen seinen Vor- und Nachteilen aufgewachsen bin?! Wie soll ich überhaupt noch Leute erreichen, die sich für meine Hobbies interessieren oder es teilen?! Anscheinend ist der EU gar nicht klar, was sie für einen Brocken in die Welt gesetzt hat, der vor allem die Kleinen und Fleißigen kaputt macht.

  • Liebe Sonja, du hast in deinem Beitrag wieder einige sehr wichtige Punkte angeschnitten – bei vielen Menschen ist zu beobachten, dass sich ihr Leben nur mehr um Social-Media dreht. Sie geben sich gar nicht die Möglichkeit, das Leben mit all seinen wunderbaren Seiten zu genießen, weil sie immer ihren Online-Auftritt im Hinterkopf haben. So habe ich eine Gegenüberstellung witzig gefunden, als eine Szene für Instragram aufbereitet war und daneben die Szene wie sie sich tatsächlich zugetragen hat. Ich wünsche dir eine ganz wunderbare Erholungsphase, genieß den Sommer, tu, wonach dir Lust ist, und ich würde mich natürlich sehr freuen, dann wieder so tolle Beiträge bei dir lesen zu dürfen.
    Alles, alles Liebe

  • Das hast du richtig schön geschrieben!
    Du hast absolut Recht: Es ist soo soo wichtig, auch mal offline zu gehen, die Zeit mit seinen Liebsten zu genießen, Spaß zu haben, Dinge live zu sehen und zu erleben, nicht nur über den Bildschirm, verzerrt von Filtern und Effekten. Ich bin momentan wirklich extrem viel online (besonders übers Handy) und möchte das auch ändern, wieder mehr raus gehen und das reale Leben leben und genießen. Danke, dass du mich wieder daran erinnert hast! <3

    Ps: Ja, die DSGVO regt mich auch immer wieder auf's Neue auf und die Umstellung war sowas von nervig…

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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