Wenn Frauen schreiben… #15 (dürfen sie wieder Kind sein)

Frauen die schreiben, haben auch manchmal einen schlechten Tag. Sind dann unmotiviert, lustlos und so ganz ohne Tatendrang. Sie lesen, suchen nach weiteren Inspirationen und wollen eigentlich nur auf die Couch. Nichts tun. Rumgammeln. Den Kopf endlich ausschalten und sich in den viel zu großen Hoody des Liebsten kuscheln. Klein machen. Aufhören, sich weiter vernünftig und erwachsen zu benehmen. Frauen die schreiben, müssen das manchmal einfach tun, sich klein machen – ohne schlechtes Gewissen. Ohne sich auch noch auf der Couch gedanklich an den Laptop zu beamen oder im schlimmsten Fall sogar Notizen auf dem Handy zu machen.


Kind sein dürfen – mit Walt Disney!

Eine Kerze anzünden, es sich gemütlich machen und Film schauen. Sich in die Welt von Andy aus „Der Teufel trägt Prada“ oder Carry von „Sex and the City“ beamen und dabei die Welt vergessen. Von der Frau zum kleinen Mädchen mutieren. Disney Filme anschauen. Mit Winni Pooh und Tigger den Hundertmorgenwald erkunden. Tom und Jerry bei ihren Rangeleien zuschauen und mit im Mäuseloch verschwinden. Mit Benjamin Blümchen und Karla Kolumna auf Entdeckertour gehen oder mit Bibi Blocksberg die Welt verhexen. Mit Rabe Rudi den Koffer ärgern. Einfach wieder Kind sein. Ins Bett legen und die Hörspielkassette laufen lassen, während man einen heißen Kakao trinkt und dem Prasseln der Regentropfen am Fenster zuschaut. Wer sagt, dass man ab einem gewissen Alter nicht mehr Kind sein und die Welt in fröhlich bunten Farben sehen darf? Die schlechten Nachrichten, Probleme und das Elend dieser Welt ausblenden kann und manchmal auch einfach muss?


Frauen dürfen in Pfützen springen und im Regen tanzen

Frauen die schreiben, dürfen das. Müssen das. Dürfen auch wieder Kind sein. Kreativ sein. Die Welt aus Kinderaugen sehen und manchmal auch vor dem Negativen ausblenden. Alles in Regenbogenfarben bemalen. Durch ein Kaleidoskop schauen. In Pfützen springen und im Regen tanzen. Albern sein, laut lachen und loslassen.

Wer all dies nicht mehr tut, hat schon verloren – vor allem sich selber.

Wenn Frauen schreiben, steht ihnen die fröhlich bunte Welt offen – sie dürfen nur nicht die Augen vor ihr verschließen…

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