Was tun bei Ideenlosigkeit?

was tun bei ideenlosigkeit

Es gibt diese Tage, da sitze ich am Schreibtisch, möchte arbeiten, schreiben, mich auf der Tastatur austoben – und bin mit einer so enormen Ideenlosigkeit konfrontiert, dass ich wahnsinnig werden könnte. In Zeiten von kreativen Phasen, tippe ich alles nieder. Habe ich Zeit diese Ideen umzusetzen, fällt mir nichts Vernünftiges dazu ein.

Ich zeige euch daher meine Tipps, wie ich mit solchen Momenten umgehe und wie der Tag am Schluss bei mir dennoch immer produktiv oder sinnvoll genutzt wird.


Was tun bei Ideenlosigkeit im Business?

Die Forderung des Kunden/Auftraggebers/Chefs ist klar und deutlich, aber was tun, wenn einem einfach nichts Vernünftiges einfällt, man 10x den gleichen Satz anfägt und es einfach nicht gebacken kriegt?

Mein Tipp: Hände weg und etwas anderes tun. Sich an etwas festzubeißen, geht meist nach hinten los und das Ergebnis wird nur selten zufriedenstellend (zumindest für die eigenen Ansprüche – und die sind bei mir ziemlich hoch^^). Damit es dennoch nicht im Chaos endet, weil Deadlines vereinbart wurden: früh genug anfangen! Ich persönlich versuche bei festgelegten Abgabeterminen mind. 2 Tage vorher fertig zu sein (es sei denn, es ist ein ganz kurzfristiges Projekt). Bekomme ich einen Auftrag, setze ich mich spätestens am nächsten Tag dran und fange zumindest schon einmal an, notiere Ideen ect. Hänge ich dann einmal fest, lasse ich das ganze eben mal einen Tag ruhen und arbeite in der Zwischenzeit an anderen Aufgaben weiter.

Mein Fazit: Nicht festbeißen, sondern ruhen lassen. Hat bei mir bisher immer geholfen. Zum einen kam ich daher nicht in Zeitnot, konnte mich nochmals in Ruhe mit dem Thema befassen, habe die Zeit anderweitig sinnvoll genutzt und meistens funktioniert es beim zweiten Anlauf einfach.


Was tun bei Ideenlosigkeit beim Bloggen?

Sich eigene Ziele festlegen ist gut und schön, aber nicht immer sprudeln die Ideen aus einem heraus. Ich persönlich notiere mir Ideen in Evernote und habe ich dann Zeit zum Schreiben, stehe ich oft vor der Liste und denke mir: „Was wollte ich denn darüber schreiben?“

Mein Tipp: Wenn einfach so gar keine Ideen sprudeln, thematisiert etwas aus dem Alltag! (Was meint ihr, wie dieser Blogbeitrag hier entstanden ist^^). Auch meine Kolumnen sind alle mit Alltagsmomenten behaftet. Dinge, über die ich mich aufgeregt oder amüsiert habe, die mich haben staunen lassen. Was hat euch den Tag über beschäftigt? Einfach zum Thema machen!

Fazit: Alltagsthemen sind immer interessant, wenn sie gut verpackt sind. Einfach mal den Tag Revue passieren lassen. Warum habt ihr den einen Blogbeitrag kommentiert? Vielleicht könnt ihr aus eurer Meinung einen neuen Beitrag machen (natürlich ohne die Idee des Ursprungsbeitrages zu mopsen^^). Und wenn euch dennoch nichts einfällt: einfach mal den Computer ausmachen und die Freizeit genießen. Ich nutze „ungewollte“ Pausen einfach zum Entspannen und gehe danach meist wieder motivierter (und mit neuen Ideen) an die Arbeit.


Was tun bei Ideenlosigkeit – mein persönliches Fazit aus dem Leben

Ich bin nun seit guten 6 Monaten selbstständig und habe dabei vor allem eines gelernt (vielleicht das Wichtigste überhaupt): seine Zeit nutzen und nicht verschenken.

Bevor ich mich noch eine Viertelstunde mit einem Thema abquäle, an dem ich nicht weiterkomme, beende ich es. Ich verschenke meine Zeit nicht mehr, sondern nutze sie stattdessen anderweitig. Wenn ich andere Aufgaben habe, an denen ich arbeiten kann, mache ich dort weiter. Oder gehe mit den Hunden raus, kümmere mich um den Haushalt oder genieße einfach die ungewollte Pause und lege mich eine Stunde auf die Couch (im Sommer auf den Balkon) und genieße die Zeit der Erholung. Schaue mir einen Film an, lese ein Buch. Entspannung (egal in welcher Form) ist für mich keine verschenkte Zeit, sondern bringt mich letztendlich voran, indem ich meine Batterien wieder auflade.

Mich mit Aufgaben rumquälen, bei denen in diesem Moment ohnehin kein Ziel in Sicht zu sein scheint – das ist für mich verschenkte Zeit.


Früher bin ich mit leerem Tank gefahren…

Als ich noch angestellt war, kam ich mir nach Feierabend oder am Wochenende schrecklich unproduktiv vor, wenn ich mal nichts getan habe. Wenn ich nur auf der Couch gelegen habe oder mir die Sonne ins Gesicht habe scheinen lassen. Ich hatte damals das Gefühl, meine Zeit total zu vergeuden. Mittlerweile bin ich froh, dass es anders ist. Dass ich das süße Nichtstun sinnvoll nutzen kann – indem ich mich erhole, um später wieder frisch an die Arbeit zu gehen.

Bevor ich selbstständig war, bin ich mit einem leeren Tank durch die Gegend gefahren. Habe mich ausgepowert, jede Sekunde zum Arbeiten genutzt – und bin teilweise echt auf dem Zahnfleisch gelaufen. Mittlerweile ist mein Tank mindestens halbvoll – und ich fühle mich besser. Gönne mir Pausen.


Heute weiß ich, wie es ist, den Wagen anschieben zu müssen

Ist der Tank einmal leer, muss man schieben. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man den Wagen anschieben muss. Wie es ist, einfach auszusteigen und die eigene Blödheit wieder in Gang zu bringen.

Daher mein Rat an alle: nutzt eure Ideenlosigkeit, indem ihr nicht daran verzweifelt, sondern sie als Chance nutzt, etwas anderes zu tun. Arbeitet an anderen Projekten oder legt Pausen ein. Quält euch nicht durch den Tag, sondern versucht es einfach hinzunehmen. Manchmal ist es so. Und dann gibt es auch wieder diese Tage, an denen ihr vor lauter Ideen nicht mehr mit dem Schreiben hinterher kommt – versprochen 😉

Was tut ihr, wenn euch die Ideenlosigkeit überfällt?

10 Comments

  • Lila 6. Januar 2017 at 8:48 pm

    Genau das selbe wie du. Ich probiere verschiedene Dinge und wenn nix geht lass ichs komplett sein..heute ist übrigens so ein Tag…

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    • Sonja 6. Januar 2017 at 8:51 pm

      Ich habe mich heute Nachmittag auch vom Schreibtisch verabschieden müssen, weil einfach nichts mehr ging – und dann kam mir die Idee für diesen Beitrag hier in den Sinn – auf der Couch beim Fernseh schauen 😀

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  • borstigesflauschi 6. Januar 2017 at 9:26 pm

    Was tun bei Ideenlosigkeit im Business?

    Malen und Improvisieren. Gut ich arbeite lediglich als Callcenter Agent, aber es kommt auch mal vor, dass du von deinem Leitfaden abweichen musst, weil dir ein Kunde am Telefon total durchgeht oder du englische Kunden hast und du aber den nicht einfach mit „Mei inglisch is not se jello from se eck, mei kollieg will kol ju bäck“ abstempeln kannst und willst weil dein du 8 Jahre lang Englisch hattest, die Sprache liebst und dein eigener Anspruch einfach hoch ist.
    Wir haben zwar einen Leidfaden an den wir uns halten können, aber den hatte ich nicht zur Hand, also drauf los und die die es mitbekommen haben wollten danach, dass ich deren englische Anrufer auch übernehme.
    Und sonst? Manchmal kommt es vor, dass man einfach da herumsitzt keine Calls hereinkommen und du einfach nichts mehr lernen kannst. Was dann?
    Ich habe angefangen dann Zentangles zu malen und dabei einfach zu überlegen, wa sich noch machen muss/kann oder wie ich noch etwas besser ausdrücken kann

    Was tun bei Ideenlosigkeit beim Bloggen?

    Ich habe schlicht und einfach das Glück, dass ich auf meinen Blog nicht angewiesen bin. Wenn ich nicht bloggen will weil ich keine Ideen habe, dann lass ich es einfach solange bis der Input da ist.

    Ideenlosigkeit in meiner Freizeit?
    Komtm auch vor, das sich mal nicht Lesen, stricken, häkeln, filzen, Pc Spielen, sport machen oder Musik machen will, dass ich einfach nur die Wand anstarren könnte und ja, diesen Luxus nehme ich mir dann auch heraus. Solange an die Decke oder die Wand starren, bis mir irgendetwas einfällt

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  • Tabea 7. Januar 2017 at 8:29 pm

    Momente der Ideenlosigkeit gab es bei mir soweit ich mich erinnern kann seit ca. 1,5 Jahren nicht mehr – was für ein Luxus 😉 Ich habe eigentlich echt immer mehr Ideen als Schreibzeit…

    Aufschieben tue ich Aufgaben aber auch nicht – ich fange alles lieber sofort an. Sonst würde der Druck mich nämlich lähmen, wenn ich fertig werden muss wegen der Deadline.

    Für den Blog habe ich ebenfalls Evernote im Gebrauch und da schlummern noch einige Ideen und angefangene Texte 😉 Da sind auch viele Alltagsgedanken drunter, und bald kommt auch ein Post über meine Inspirationsquellen 🙂

    Pausen finde ich aber wie du wichtig – bei mir ist das auch öfters mal das Putzen (Ich liebe meine Wohnung, wenn sie anschließend sauber ist ;)) oder auch eine Joggingrunde für den klaren Kopf.

    Insgesamt bleibt mir nun nur noch zu sagen: Genialer Post, danke dafür!

    Liebe Grüße

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  • WIEBKEMBG 8. Januar 2017 at 5:44 pm

    Ideenlosigkeit kenne ich nur zu gut, aber ich denke das geht vielen Bloggern ab und an so. Ich werde mir auf jeden Fall den ein oder anderen Tipp von dir zu Herzen nehmen 🙂

    XXX,

    Wiebke von WIEBKEMBG

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    • Sonja 10. Januar 2017 at 9:13 am

      Freut mich, wenn du was mitnehmen konntest 🙂

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  • Exciting Life 10. Januar 2017 at 9:31 am

    Das sind super tolle Tipps! 🙂 Dankeschön, für den Artikel.
    Momentan ist es bei mir so, dass ich eine tolle Idee für einen Artikel habe und dann anfange zu schreiben und bereits nach ungefähr 200 Wörtern oder so einfach nicht mehr weiter weiß…
    Dazu kommt dann noch der Zeitmangel…
    Aber ich speichere mir alles und bei gegebener Zeit, denke ich, wird mir dann bestimmt noch mehr dazu einfallen. 😉

    Liebe Grüße
    Julia

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    • Sonja 10. Januar 2017 at 3:44 pm

      Danke dir für deine Worte 🙂
      Geht mir aber auch ab und zu so. Ich fange einen Bericht an und schreibe ihn irgendwann Wochen später fertig. Ist ja nix schlimmes dabei, solange es nicht um ein super aktuelles Thema geht 😉

      LG

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  • Swantje Tripmacke 10. Januar 2017 at 2:58 pm

    Sehr tolle Tipps 🙂
    Ich versuche dann auch immer kurzzeitig etwas anderes zu machen und meist kommen die Ideen dann von ganz alleine 🙂

    Liebste Grüße
    Swantje von http://www.swanted.de/

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  • Sonnenuntergänge Januar - Habutschu! 31. Januar 2017 at 7:15 am

    […] ich den Kampf angesagt, indem ich euch meine Inspirationsquellen verriet, sondern auch Sonja gibt Tipps für die Zeiten ohne Ideen. Und von Julia gibt es zusätzlich ebenfalls einen […]

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