Warum ein responsives Webdesign für den Blog so wichtig ist

responsives webdesign für den Blog

Dass ein responsives Webdesign für den Blog so wichtig ist, war mir lange Zeit selbst nicht klar. Doch irgendwann stellte ich fest, dass zwar die Anzahl der Besucher auf meinem Blog nicht weniger wurde, aber die Seitenaufrufe stark zurückgingen. Von jetzt auf gleich. Ich hatte nichts geändert, war mir nicht darüber bewusst, woran dies liegen könnte und habe lange einfach nur das Wetter verantwortlich gemacht. Es war letztes Jahr im Sommer, die Leute sind eben gern und viel draußen und lesen nur die neuesten Artikel.. Kann man sich ja mal zumindest so einreden, wenn man keinen Plan hat.

In Wahrheit hatte ich aber sehr wohl etwas geändert. Ich hatte das Design meines Blogs verändert. Fand Spalten toll und eingeschobene Sätze oder Bilder. Dass dies auf dem Smartphone oder Tablet jedoch kaum bis gar nicht angenehm ist, weil man nur die Hälfte lesen kann (wenn überhaupt), kam mir erst sehr viel später. Es fiel mir tatsächlich erst auf, als ich selbst einen Beitrag einer Bloggerin las und mich ärgerte, dass ich dafür an den PC musste, wenn ich den Artikel bis zum Ende und in seiner Gänze lesen wollte. Da klingelte es bei mir und ich öffnete über mein Handy selbst meine Blogseiten – und war ehrlich gesagt erschrocken, wie wenig ich tatsächlich lesen konnte durch das „ach so tolle neue Design“.


Was tut ein responsives Webdesign für den Blog nun?

Wer noch Fragezeichen auf der Stirn hat, hier die kurze, ganz simple Erklärung: Ein responsives Webdesign passt das Layout des Blogs automatisch an das Layout von Handy oder Tablet an. Sehr viele WordPress-Themes sind bereits so erstellt, dass ein responsives Webdesign vorhanden ist. Durch meine damalige Änderung habe ich demnach bewirkt, dass mein Blog vom Handy/Tablet aus kaum bzw. nur teilweise zu lesen war – und dies führte dazu, dass die Anzahl der Seitenaufrufe so drastisch sank.

responsives webdesign für den Blog

Laut meinen Google-Statistiken haben in 2017 ganze 37,54% über ihr Handy meinen Blog aufgerufen. Mit dem Tablet waren es 10,54%. Rund 50% also aller Nutzer haben demnach vermutlich nach dem ersten Versuch aufgegeben und meine Seite (verständlicherweise) wieder verlassen. 50% – die Hälfte, das ist der Wahnsinn und zeigt, wie wichtig es ist, dass ein responsives Webdesign für den Blog genutzt wird. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht wissen will, wie viele potentielle neue Leser ich dadurch vermutlich verloren habe…


Woher weiß ich, ob mein Blog ein responsives Webdesign hat?

Um zu prüfen, ob dein Blog ein responsives Webdesign besitzt, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am schnellsten ist vermutlich der Blick ins eigene Handy. Wie sieht der Blog auf dem Handy aus? Ist alles leserlich? Sind Spalten abgebrochen? Ist die komplette Seite von oben nach unten scrollbar oder fehlt die Hälfte? Wird der Text nur auf die eine Seite vom Display gequetscht und die andere Hälfte ist frei? Ist das Bild mittig oder wirkt es deplatziert?

Zusätzlich lohnt sich natürlich der Blick in die Info des WordPress-Themes. Hierzu geht man beispielsweise in WordPress auf „Design“, dann „Themes“ und mit einem Klick auf das aktuell genutzte Theme lassen sich die wichtigsten Details einsehen. Ich vermute, dass die Info nicht immer an der gleichen Stelle zu finden ist, daher lohnt sich die Suche mit „Strg“ und „F“. Im Suchfeld dann einfach beispielsweise“responsive“ eingeben.

Zusätzlich lässt sich die Ansicht direkt in WordPress einsehen. Hierfür in den WordPress-Account einloggen und einfach auf dem eigenen Blog einen Blogbeitrag öffnen (nicht im Bearbeitungsmodus, sondern über „Vorschau“). Dann ist in der Leiste ganz oben „Customizer“ zu finden.

responsives webdesign für den blog

Mit einem Klick darauf ändert sich der Bearbeitungsmodus und man kann sich (siehe Pfeile im Bild) den Blogbeitrag in der Desktop-, Tablet- und auch Handyversion anschauen. Passt alles, ist alles leserlich, das Bild ist zwischen dem Text (und nicht beispielsweise mittendrin) und alles ist gut leserlich, dann freuen sich die Leser!


Wo sehe ich, wie viele Leser mit dem Handy oder Tablet auf meinen Blog zugreifen?

Google Analytics ist eine wahre Goldgrube und verrät so viel über die eigenen Leser und deren Vorlieben für bestimmte Themen auf dem Blog, dass ich nur jedem ans Herz legen kann, seinen Blog über Google Analytics zu tracken. Ist bereits ein Account vorhanden, lässt sich ganz einfach nachvollziehen, wie viele Aufrufe über das Handy, das Tablet oder den PC gestartet wurden!

Hierzu loggt man sich in seinen Google Analytic Account ein, geht auf „Zielgruppe“, dann „Mobil“ und zur „Übersicht“. Und schon bekommt man schön präsentiert, über welches Gerät auf den eigenen Blog zugegriffen wurde.


Was heißt das für die Zukunft?

Ich spreche vermutlich nicht nur für mich, wenn ich behaupte, dass ich gern mal mit dem Handy auf der Couch sitze oder unterwegs im Zug durch meine Lieblingsblogs scrolle. Die Nutzung von mobilen Endgeräten nimmt immer mehr zu und allein wenn ich mir meine Statistik anschaue, finde ich es unglaublich, dass rund die Hälfte aller Leser mit mobilen Endgeräten auf meinen Blog zugreift.

Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich einfach mal darüber Gedanken zu machen. Besteht bereits ein responsives Webdesign für den Blog durch das aktuell genutzte Theme: perfekt! Wenn nicht, solltet ihr euch fragen, wie wichtig es für euch ist, dass mehr als nur eine handvoll Menschen eure Beiträge gut lesen können. Nicht immer ist ein responsives Design notwendig. Ein Vergleichsportal würde ich vermutlich nicht auf dem Handy bedienen wollen, aber den neuen Blogpost von Bloggerin XY? Unbedingt!


Jetzt bin ich gespannt! Nutzt ihr bereits ein responsives Webdesign für den Blog? Wusstet ihr überhaupt, dass es sowas gibt oder stolpert ihr heute zum ersten Mal darüber (so wie ich im letzten Sommer)? Und wie wichtig ist es euch, dass man eurem Blog gut über Handy oder Tablet lesen kann?

9 Comments

  • Für mich ist es ebenfalls wichtig, ein responsive Design zu nutzen. Die Infos bekomme ich aber nicht angezeigt, wenn ich einfach nur mit der Maus auf das Design klicke. Ich mache das mit der rechten Maustaste und wähle dann (Element untersuchen), um den Quellcode einzusehen. Das klappt ganz gut.

    Liebe Grüße Sabine

    • Ok, Danke für die Info! Ich hatte schon mehrere Themes, bei denen es immer so war, daher bin ich tatsächlich davon ausgegangen, dass es grundsätzlich so ist. Aber deine Erklärung hilft bestimmt auch dem einen oder anderen weiter – Merci 🙂

  • Also ein richtiges responsives Design habe ich nicht, aber ich glaube, der Blog ist trotzdem lesbar, weil es sich der Breite doch anpasst. Zumindest hab ich keine Probleme mit meiner mobilen Ansicht.
    Aber ich surfe eigentlich nur noch mobil auf Blogs – vor allem, weil ich jetzt am Laptop lieber schreiben will.

    Liebe Grüße

  • Recht hast du! Ehrlich gesagt hab ich nicht mit 35% Mobilnutzern gerechnet aber nun wo ich ne Stunde in der Bahn sitze gehöre ich auch dazu xD Ich hab trotzdem gestaunt wie wenig brauchbare WordPress Designs responsiv sind… Als Hobby-Webentwickler hatte ich auch noch nicht die Muße mich damit zu beschäftigen. Irgendwie flattern und fliegen meine Boxen wild durch die Gegend, sodass ich es dran gegeben hab. Wenn ich irgendwann woeder den Kopf frei habe ist es neben HTML5 eine der Lücken die ich aus Eigeninteresse und Neugier schließen möchte.
    Es gibt aber auch Websites die eine komplett anders aussehende Mobilversion haben. Das findet man u.a. auf Buchungsseiten und Vergleichsportalen, weil man den Overkill an Informationen und Werbeeinblendungen durch einfache Breitenanpassung nicht hin kriegt.

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