Verwenden statt verschwenden! Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen…

Verwenden statt verschwenden! Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen...

Beitrag enthält Affiliate Links - das Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

Verwenden statt verschwenden. Dass Essen im Müll landet, ist in der heutigen Zeit schon für die meisten normal. Es wird mehr gekauft, als man jemals essen könnte. Es wird mehr gekocht, weil die Augen wieder einmal größer sind als der Hunger. Wie sich das Verschwenden vermeiden lässt, welche simplen Tricks ich dafür in der Praxis anwende und ob ich euch das Buch „Verwenden statt verschwenden“ empfehlen kann, erfahrt ihr in diesem Beitrag!


Verwenden statt verschwenden! Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen…

Es gibt Themen, über die man nur selten spricht. Vielleicht, weil es für jeden eine Selbstverständlichkeit ist? Vielleicht, weil sich keiner Gedanken über ein Thema macht? Für manche ist es absolut selbstverständlich, seine Wocheneinkäufe jedes Mal in einer neuen Plastiktüte nach Hause zu tragen, während andere mit ihren Körben zum Einkaufen gehen. Essen verschwenden? Wenn man jemanden fragen würde, wie viel Lebensmittel so weggeschmissen werden, dann würde wohl jeder behaupten, dass man selbst nicht zu denen gehört, die nach jeder Mahlzeit die Reste in die Tonne schmeißen. So etwas macht man ja nicht.

Um es jedoch deutlich in Zahlen auszudrücken: Laut dem Umweltbundesamt vom 23.08.2017 schmeißt jeder Bundesbürger rund 80 kg an Lebensmitteln weg – pro Jahr! Hinter den geschlossenen Türen tut es demnach wohl jeder, in der Öffentlichkeit natürlich niemand. So wie immer.


Verwenden statt verschwenden – das Buch aus dem Mosaik-Verlag

Das Buch „Verwenden statt verschwenden! Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen“ hatte mich neugierig gemacht. Letztendlich ist es ein Appell, sich auch im Ernährungsbereich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. In meinem letzten Beitrag Wie verkleinere ich meinen ökologischen Fußabdruck? ging es darum, dass u.a. die Wahl der Nahrungsmittel einen Einfluss auf unseren Planeten hat und wir mit der Entscheidung, ob wir heute ein Hühnchen aus dem Discounter oder einen Feldsalat vom Bauern aus der Region auf dem Teller haben, viel für ein nachhaltiges Leben tun können. Doch was nützt der nachhaltige Gedanke, wenn ein Teil der (oft teuer) eingekauften Lebensmittel dann doch in der Tonne landet?

Um das Buch kurz zu beleuchten: Ja, es macht auf das Verschwenden von Lebensmitteln aufmerksam. Und das ist auch gut so. Aber ein Buch, das mich jetzt so richtig begeistert hat, ist es nicht. Ich wusste auch vor dem Lesen, dass ich nicht mehr kaufen soll, als ich aufbrauchen kann. Natürlich weiß ich, dass es krankmachende Keime gibt und die Lagerung einen Einfluss auf die Haltbarkeit der Lebensmittel hat. Das Buch enthält (für mich) keine neuen Erkenntnisse. Der Ansatz ist gut. Ich denke auch, dass es bestimmt den einen oder anderen nochmals bewusst über den eigenen Konsum nachdenken lässt, aber wer sich mit dem Thema einmal beschäftigt und selbst denken kann, der braucht dieses Buch nicht unbedingt. Es ist eine Aneinanderreihung von (sorry) langweiligen Fakten, gut gemeinten Tipps, die eigentlich jedes Kind kennt und Hinweisen, wie man Lebensmittelreste noch verwerten kann. Ein Buch, dass man bestimmt mal Menschen schenken sollte, die sich so absolut gar keine Gedanken um ihr Essen machen und munter die Tonne aufklappen, aber wer nur ein wenig Verstand für die Nachhaltigkeit hat, braucht dieses Buch nicht wirklich.


Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen – es ist doch so einfach

Verwenden statt verschwenden ist so einfach, wenn man sich nur ein wenig bewusst macht, wie lange sich Lebensmittel halten. Wir alle kennen das Mindesthaltbarkeitsdatum und ich gehe davon aus, dass mittlerweile jeder wissen sollte, dass dies nicht gleichzeitig das Ablaufdatum ist. Die meisten Lebensmittel könnten vor der Tonne bewahrt werden, wenn man nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums auf seine Sinne vertraut. Riecht es noch gut? Schmeckt es normal? Dann essen! Anders hingegen ist es mit dem Verbrauchsdatum. Dieses wird vor allem bei Fleisch- und Fischprodukten angegeben, die nach diesem Datum nicht mehr unbedingt verzehrt werden sollten. Vergammeltes Fleisch oder Fisch? Das kann richtig böse ins Auge gehen…


Lebensmittel sinnvoll nutzen: So vermeide ich, dass Lebensmittel in die Tonne wandern

  • Ich kaufe nur das an frischen Lebensmitteln, was ich auch wirklich aufbrauchen kann.
  • Habe ich Reste vom Abendessen übrig, gehen diese in den Kühlschrank und werden am nächsten Mittag gegessen – immer!
  • Sind noch Zutaten von einem Gericht übrig, so zaubere ich daraus irgendein neues Gericht (dazu hatte ich hier schon einmal Tipps gegeben, wo ich mich inspirieren lasse).
  • Vorräte kaufe ich, aber nur von Lebensmitteln, die sich auch mal lange lagern lassen (Nudeln und Reis beispielsweise). Möchte ich etwas Frisches kochen, kaufe ich die passenden Lebensmittel (beispielsweise Gemüse) frisch ein.
  • Ist Obst da, welches schnell weg muss, so mache ich mir einen Obstsalat oder Smoothie. Deftiges verarbeite ich super gern mit Nudeln zu einer bunten Nudelpfanne. Kreativ sein – mehr muss man nicht.

Verwenden statt verschwenden! Nachhaltig mit Lebensmitteln umgehen

Das war es auch schon. Ich mache nichts spektakuläres, ich habe kein Geheim-Rezept. Es ist wie bei allem: es sind die Kleinigkeiten, die am Ende das große Ganze ausmachen!

Nicht vergessen darf man auch, dass man durch das Credo „Verwenden statt verschwenden“ nicht nur nachhaltig denkt und handelt, sondern auch Geld einspart. Was bringt es mir, wenn ich mir für 10 Euro frisches Gemüse und Obst kaufe, nach drei Tagen aber die Hälfte schon schlecht ist, weil ich es so schnell nicht aufbrauchen konnte?

Nachhaltigkeit hat demnach für mich auch den netten Nebeneffekt, dass man weniger Geld ausgeben muss. Und welcher Nebeneffekt könnte ein besserer Ansporn sein, selbst mehr auf die nachhaltige Verwendung von Lebensmitteln zu achten?

Wie ist es bei euch? Wie sehr achtet ihr auf das Thema Lebensmittel-Verwendung und welche Tricks oder Tipps habt ihr, die ihr im Alltag umsetzt?

P.S. Ich habe jetzt bewusst in diesem Beitrag ausgeklammert, dass ein sehr großer Teil direkt von den Supermärkten aus in die Tonne wandert. Viele Geschäfte haben die Anweisung, dass die Regale (auch von Frischwaren) bis kurz vor Ladenschluss voll sind. Aber dies ist nochmals ein anderes Thema. Heute ging es bewusst nur darum, was jeder einzelne für sich daheim tun kann!


Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Verlagsgruppe Random House GmbH für die kostenfreie Zusendung des eBooks als Rezensionsexemplar!

12 Comments

  • Ich wurde von vornherein so erzogen und bin sehr froh darum. Aber Sonja, was machst du mit Rezepten, wo man gefühlt nen halben Obstsalat braucht? Kochst du sie anders, für mehrere Tage oder gar nicht? Mich regen elend lange Zutatenlisten auf, aber manches schmeckt halt schon irgendwie gut…

    • Da ich auch kein Fan von kilometerlangen Zutatenlisten bin, umgehe ich sowas 🙂

      Ich koche gerne mittlerweile, aber wenn ich schon eine halbe Stunde fürs Schneiden von Zutaten brauche und mich ein Gericht 10 Euro kostet, weil ich x Sorten brauche und dann aber nur wenige Gramm jeweils, da bin ich raus! Einfach und lecker. Ausserdem mag ich am Ende auch die einzelnen Zutaten raus schmecken! Und das ist meine Meinung nach kaum möglich, wenn es zu viele Zutaten enthalten sind.

      • Vollkommen verständlich! Wir teilen uns da wohl die gleiche Meinung.
        Was mich bei den neueren Rezepten aufregt sind nicht nur die elend langen Zutatenlisten, sondern auch die Exklusivität. Bei manchen Sachen weiß ich noch nicht einmal wie man sie buchstabiert, geschweige denn, wo man sie kauft… Und wenn man es gefunden hat, dann liegt es halt herum und landet am Ende dann doch wieder in der Mülltonne =.=

  • Hey, also wenn du mich fragst: ich kaufe tatsächlich immer weniger ein, denn nachkaufen kann ich immer, somit verdirbt bei mir sehr sehr selten etwas. Wenn ich doch mal zu viel habe, dann kreiere schon mal einen Auflauf :).
    Liebe Grüße!

  • Sehr schöner Beitrag und vor allem ist es ein wichtiges Thema, mit dem wir uns alle dringend auseinandersetzen sollten. Ich könnte dazu jetzt eine lange Rede schreiben, von wegen, ich verstehe nicht, wieso wir Wasser verschwenden & Essen wegwerfen, wo doch andere Menschen verhungern/verdursten. Zudem verstehe ich nicht, wieso „minderwertiges“ Gemüse im Supermarkt einfac weggeschmissen wird usw. Das würde jedoch den Rahmen sprengen aber dennoch ist es ein ganz wichtiges Thema!

    • Lieben Dank dir! Ich glaube, dass die meisten, die es „auf dem guten Wege“ versuchen, so vieles nicht verstehen, was für andere normal ist. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass diejenigen, die es nun „besser wissen“ oft vergessen, dass sie früher selbst nicht besser waren und sich beispielsweise über den Konsum oder die Verschwendung selbst früher keine Gedanken gemacht haben. Daher finde ich es wichtig, dass wir alle, die es nun besser wissen, dies thematisieren – ohne Zeigefinger 😉 Ich persönlich weiß nicht, ob ich ohne die Social Media Welt auf dieses Thema so aufmerksam geworden wäre.. Daher sind solche Beiträge wichtig – egal in welcher Form 🙂 Liebe Grüße an dich!

  • Ein sehr wichtiges Thema! Leider viel zu spät kommt dieses Thema immer mehr zur Sprache. Gerade Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird oft falsch verstanden. Und man kann aus einzelnen Zutaten, die übrig sind, schon viel zaubern!
    Reste esse ich auch immer noch am nächsten Tag und freue mich da regelrecht drauf 🙂

  • Hallo meine Liebe, du sprichst hier echt ein super wichtiges Thema an. Ich ertappe mich selbst auch dabei, dass ich manchmal ganz schön verschwenderisch Lebe. Vor allem vergesse ich Lebensmittel im Kühlschrank und das ist mega schade. In restaurants lasse ich häufig einpacken. Denn eine Portion reicht bei mir häufig für 2 Mahlzeiten. Ich habe gemerkt, je routinierte ich einkaufe, desto eher esse ich auch alles auf, als wenn ich „Experimente“ oder neue Sachen einkaufe. Cathi

    • Hallo Cathi, Danke für deine Worte! Einpacken lasse ich im Restaurant auch immer, so spart man sich das Kochen am nächsten Tag^^ Das ist schon richtig, Routine bringt sehr viel. Aber selbst Experimente müssen nicht schief gehen, wenn man die Reste wieder in „neue Experimente“ verwandelt. Und ein Auflauf oder eine bunte (Nudel-)Pfanne mit Resten geht fast immer mit allem 🙂 Liebe Grüße an dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.