Vegane Fußpflege selber machen mit Hausmitteln – Tipps & Tricks

Vegane Fußpflege selber machen mit Hausmitteln tipps

Vegane Fußpflege selber machen mit Hausmitteln ist einfacher als man meinen könnte. Mit Hausmitteln ist die Pflege nicht aufwändig und vor allem ist es günstiger, als wenn man sich vegane Fußpflegeprodukte kauft.

Übrigens bin ich jemand, der das ganze Jahr hindurch auf die Pflege der Füße achtet – nicht nur im Frühjahr und Sommer. Ich betreibe einen Sport, den ich barfuß ausübe. Und da mag ich mich weder im Training noch daheim für meine Füße schämen wollen. Außerdem fühle ich mich auch besser, wenn ich angenehm weiche und gepflegte Füße habe und diese mit einem schönen Lack lackieren kann… Für mich und mein Wohlbefinden!

Ich verstehe auch diesen Hype nicht, warum im Frühjahr so viele Blogger sämtliche Fußpflegeprodukte von diversen Marken in die Kamera halten und man den Rest des Jahres nichts darüber sieht. Sind für manche gepflegte Füße nur ein saisonaler Trend? Ok, das ist ein anderes Thema…

In diesem Beitrag zeige ich euch, mit welchen einfachen und veganen Hausmitteln ihr eure Füße weich und geschmeidig pflegen könnt und worauf ihr achten solltet, da nicht jedes Produkt vegan ist – auch wenn man dies oft meinen könnte…


Veganes Fußbad mit Apfelessig sorgt für Entspannung und wirkt gegen Hornhaut

Die Fußpflege mit einem Fußbad zu starten ist besonders angenehm – vor allem in der kalten Jahreszeit! Für das Fußbad warmes Wasser mit einem Schuss veganem Apfelessig anreichern und die Füße für mindestens 20 Minuten entspannen lassen.

Der enthaltene Essig wirkt wie ein sanftes, chemisches Peeling auf die oberste Hautschicht. Werden die Füße nach dem Fußbad mit einem Peeling behandelt, so lösen sich abgestorbene Hautschüppchen besonders leicht und die Hornhaut wird so sanft reduziert.

Bei einer regelmäßigen Anwendung kann ein Fußbad mit veganem Apfelessig zudem unterstützend bei der Bekämpfung von Fußpilz eingesetzt werden!

Aber Achtung: Nicht jeder Apfelessig ist vegan! Oft wird Gelatine zur Klärung von Essig genutzt. Mehr dazu findet ihr auch auf der Seite Lebensmittelklarheit, welche ein Projekt der Verbraucherzentrale ist. Einen ähnlichen Effekt erzielt man übrigens auch mit dem Saft einer Zitrone – und die duftet zudem herrlich frisch und lecker 🙂


Veganes Fußpeeling aus Hausmitteln für wunderbar weiche Füße

Ein veganes Fußpeeling lässt sich ganz einfach mit wenigen Haushaltsmitteln selber machen. So lässt sich nicht nur Geld sparen und man kann sein Peeling quasi jederzeit durchführen, sondern verzichtet auch auf den Einsatz von Mikroplastik, Chemikalien und sonstigen Stoffen, die in einem normalen Fußpeeling zu finden sind…

Veganer Zucker und Olivenöl

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass ich ein großer Olivenöl-Fan bin und dieses gern für die Körperpflege nutze. Doch auch als Peeling lässt es sich ideal verwenden und macht super weiche Haut. Wer über das Wort „vegan“ beim Zucker gestolpert ist: Sehr gut! Es ist tatsächlich so, dass der Zucker nicht in allen Teilen der Erde vegan ist. Laut petazwei haben deutsche Raffinerien jedoch bestätigt, dass ausschließlich pflanzliche Zutaten genutzt werden. Im Zweifel einfach mal lieber auf die Packung schauen, bevor ihr euch Zucker mit Kuhknochen an die Füße schmiert 😉

Vegane Fußpflege selber machen mit Hausmitteln tipps öl

Und so geht´s

Für das Zucker-Öl-Peeling genügt bereits ein Esslöffel Zucker, welcher in einen halben Esslöffel Öl gemischt wird (beispielsweise in einer kleinen Tasse). Mit dieser Mischung werden dann die Füße ordentlich massiert. Wie lange und intensiv massiert wird, ist reine Geschmacksfrage. Aber es lohnt sich, die Massage ruhig über 2-3 Minuten durchzuführen. Dies regt zum einen die Durchblutung der Füße an, entspannt und sorgt dafür, dass die Füße richtig schön weich und geschmeidig werden. Anschließend die Zucker-Öl-Mischung mit klarem Wasser abwaschen.

Extra-Tipp: Im Prinzip lässt sich hierfür jedes flüssige Öl nutzen, das gerade daheim in der Küche zu finden ist! Verzichtet darauf, extra Öle für die Pflege zu kaufen. Das ist Geldverschwendung!


Vegane Fußpflege selber machen mit Hausmitteln – nutze die Kraft der Öle

Wir bleiben bei den Ölen! Der Vorteil von reinen, nativen Bio-Ölen aus der Küche ist vor allem die Tatsache, dass keine Chemiekeulen enthalten sind oder Stoffe, welche die Umwelt schädigen können. Außerdem hat wohl jeder ein Öl daheim, um mit diesem zu kochen, warum also nicht auch anderweitig nutzen?

Beachten sollte man unbedingt, dass das vegane Öl auf die noch feuchte Haut aufgetragen wird. Das Öl kann sich mit dem Wasser verbinden und so besser in die Haut eindringen. Das Auftragen auf trockener Haut kann nämlich dazu führen, dass das Öl nicht richtig in die Haut einzieht, die Haut selbst durch den Öl-Film auf der Hautoberfläche aber auch kein eigenes Fett mehr produziert und die Haut am Ende noch trockener ist!

Ich persönlich massiere das Öl nach dem Duschen in die feuchte Haut ein und ziehe dicke Socken drüber, so kann das Öl in Ruhe einziehen und ich hinterlasse keine Flecken auf dem Boden^^ Übrigens auch eine sehr angenehme Angelegenheit, wenn man sich danach direkt ins Bett kuschelt und die Füße die komplette Nacht Zeit haben, das Öl aufzusaugen 😉

Alternativ ist aber auch ein Fußbad mit Öl als Zusatz sehr angenehm, um die Haut weich und geschmeidig zu machen.


Weitere vegane Hausmittel für die Fußpflege

Bananen! Sind die Bananen bereits überreif und schon stark matschig, so kann eine Fuß-Maske aus Banane und Öl den Füßen eine reine Wohltat sein! Bananen wirken heilend auf die Haut ein und sind daher bei kaputten, rissigen Stellen an den Füßen ideal. Einfach die Banane hierfür richtig schön klein matschen, auf die Füße verteilen und einziehen lassen.

vegane fußpflege günstigIch wickel mir gern ein Handtuch drum, welches anschließend sich anschließend einfach auswaschen lässt und vermeide so, dass ich den „Bananenmatsch“ in der Wohnung verteile – oder von den Hunden belagert werde (die stehen auf Bananen!).


Vegane Fußpflege selber machen mit Hausmitteln – mein Fazit

Grundsätzlich bin ich der Meinung: Nutzen, was daheim ist! Dabei ist es im ersten Moment für mich persönlich egal, ob es sich um Kokos-, Oliven- oder Rapsöl handelt. Natürlich haben die unterschiedlichen Öle unterschiedliche Wirkung, aber einen Effekt hat jedes Öl, wenn es auf einen Fuß trifft, der nach Pflege lechzt 😉 Daher probiert euch in der Küche aus und nutzt was ihr habt – eure Füße werden es euch danken!

Extra-Tipp: Schon im Beitrag Warum du jetzt einen Frühjahrsputz in deinem Beautybereich machen solltest habe ich darauf hingewiesen: Nutze alternativ auch die Pflegeprodukte auf, die du grundsätzlich einfach nicht magst. Cremes, Lotions, Gesichtsöle – total egal – sind zu schade, um sie zu entsorgen, nur weil der Duft einfach gerade nicht so der Hit ist (warum man es dann gekauft hat, ist eine andere Frage) und manche Cremes verträgt man einfach nicht. Auch diese lassen sich wunderbar als Fußpflege umfunktionieren und in dicken Socken nimmt man den Geruch auch nicht wirklich wahr – die Füße aber freuen sich über die Extra-Portion Pflege!

Wie sieht es bei euch aus? Betreibt ihr regelmäßig Fußpflege? Nutzt ihr dafür vegane Produkte oder wirklich auch Leckereien aus der Küche?


Hinweis: Die enthaltenen Links stellen persönliche Empfehlungen von mir da. Es besteht keine Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen/Seiten.

10 Comments

  • Bananen sind mir in dieser Hinsicht neu. Ich kann mich einfach nicht ab Fußpflege gewöhnen weil es immer eine glitschige Angelegenheit ist. Wenn ich zum Bett hüpfe oder die creme auf den Tisch stelle hab ich immer Flusen o.ä. an den Füßen kleben. Deswegen hält meine Fußcreme schon Jahre. Ich glaub ich benutz die nur alle vier Wochen xD

    • Glitschig? Finde ich gar nicht 😀 Aber ich ziehe danach auch eben dann dicke Socken drüber und verschwinde auf der Couch, ins Bett oder an den Schreibtisch^^ Eine spezielle Fußcreme habe ich mir selbst noch nie gekauft. Ich hatte vor vielen Jahren mal eine als PR-Sample zugeschickt bekommen, aber fand deren Wirkung nicht besser oder schlechter als die von Ölen… Warum dann also Geld ausgeben 😉

  • ich finde deine Tipps auch super! Ich persönlich liebe Natron. Damit kann man statt Zucker oder Salz auch ein tolles Peeling machen. Ich verstehe auch nicht, warum viele nur im Sommer auf gepflegte Füße wert legen oder schlimmstenfalls gar nicht. Dabei leisten sie so wertvolle Arbeit für uns. Meine Freundin hat mir ein selbstgemachtes Bodyfrosting geschenkt. Auch super für die Füße! Wenn du magst, schick ich dir gerne das Rezept. 😉
    Liebe Grüße,
    Susanne

    • Von Natron habe ich schon oft gehört, muss aber gestehen, dass ich gar keines daheim habe (für was nutzt man Natron?) und es daher gar nicht in meine Pflege integrieren könnte 😀 Oh ja, das Rezept darfst du mir gern mal schicken 😀 Hört sich sehr gut an!

  • Das nenne ich einen interessanten Artikel – Fußpflege gehört bei mir zur Körperpflege einfach dazu und wird daher auch im Winter fleißig praktiziert. Deine Tipps mit den alltäglichen Produkten waren für mich jedoch zum Großteil neu und werden sicher bei nächster Gelegenheit in die Tat umgesetzt. Da wir eine Veganerin in der Familie haben, sind diese Tipps natürlich doppelt interessant, da diese dann praktisch von uns allen angewendet werden können.
    Alles, alles Liebe Gesa

    • Gehört einfach dazu – leider nicht allen, wie ich manchmal doch mit Erschrecken feststelle, wenn ich in der kalten Jahreszeit mal ins Schwimmbad gehe^^

      Ist doch cool, dass du mit den Tipps etwas anfangen kannst! Freut mich 🙂

      Liebe Grüße an dich und einen schönen Start ins Wochenende!

  • Zucker nicht vegan… wow, etwas dazu gelernt.

    Ja, leider wird das Thema Fußpflege (Oder Rasieren oder Sport) zu einem Sommerthema gemacht, obwohl eine Achtsamkeit dem Körper gegenüber das ganze Jahr gelten sollte.
    Natürlich bin ich selber etwas unaufmerksam, aber seit paar Wochen möchte ich meine Füße auch besonders gut pflegen.
    Dass Hausmittel um wenig Geld viel besser sind, als chemische Produkte, ist mir klar, allerdings ist es oft auch eine Zeitfrage (extra was anrühren, blabla, bei so kleinen Sachen geht es ja noch aber zB Lippenbalsam herstellen dauert…. ).

    Ich habe mir Kuschelsocken gekauft, die ich nachts trage und ich kanns nur empfehlen!

    Einen kleinen Knoten habe ich aber immer im Kopf, wenn ich Lebensmittel für etwas verwenden soll, das ich dann wieder abwasche und wegwerfe. Das tut mir irgendwie (noch) weh.
    Aber jetzt geh ich mir mal ne Banane holen…zum Essen. 😀

    • Ich gebe dir Recht: Wenn es zu aufwändig ist, wäre auch ich raus. Beispielsweise finde ich es grundsätzlich eine interessante Idee, seine Haare mit Roggenmehl zu waschen. Wenn es aber morgens schnell gehen muss, habe ich auf das Anrühren keine Lust und bleibe wohl daher bei den (bequemen) NK-Shampoos^^

      Lebensmittel verwenden in diesem Sinne statt sie zu essen: Ja, stimme ich dir zu. Aus diesem Grund habe ich bewusst geschrieben, dass „Bananen (die) bereits überreif und schon stark matschig“ sind, zum Einsatz kommen. Die wenigsten essen sie in diesem Zustand noch, daher finde ich es dann weniger Verschwendung, sie noch anderweitig zu nutzen, als sie direkt wegzuschmeißen. Wobei ich diese Bananen, wenn sie den Zustand überhaupt erreichen, sehr oft auch in den Mixer schmeiße, Apfel und Zimt dazugebe und mir einen Smoothie mache 😀

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