Und, wie geht´s dir?

wie geht´s dir

„Weißt du was ich schade finde? Mich fragt keiner mehr wie es mir geht. Jeder erzählt nur direkt von sich, von seinen Wehwehchen und macht einen großen Hype darum. Jeder setzt einfach voraus, dass es mir bestimmt gut geht. Und wenn nicht, dann würde ich das bestimmt schon von mir aus erzählen…“

Sie sieht mich an, nickt und meint dann nur: „Ja, aber wenn du nichts sagst, wie soll denn dann einer wissen, wenn es dir nicht gut geht?“

„Indem mich diese Personen einfach mal fragen?“

Es war ein komisches Gespräch und endete mit einem unguten Gefühl meinerseits. Bin ich wirklich so altmodisch, dass ich es normal finde, mal nach anderen zu fragen? Ist es so unnormal sein Interesse zu bekunden, weil man eine Person mag und dann allein aus diesem Grund wissen möchte, wie es ihr  der ihm geht? Oder macht man das in der heutigen Zeit einfach nicht mehr? Jemanden fragen, weil man ihn oder sie nicht in eine unangenehme Situation bringen will?


Manchen geht es aus Prinzip niemals gut, oder?

Es gibt Personen, bei denen stelle ich diese Frage nicht mehr. Dass das nicht richtig ist, weiß ich selbst. Ich weiß aber auch, dass wenn ich diese Frage in den Raum werfe, die nächsten 5 Minuten mit Leid und theatralischen Arztgesprächen konfrontiert bin. Es gibt Menschen, denen es grundsätzlich niemals gut geht. Egal wann man fragt. Irgendein Zipperlein findet sich immer. Ein blöder Kreislauf.

Und das ist schade. Geht es uns allen wirklich so schlecht, dass wir aus jedem kleinsten Kopfschmerz und jedem Muskelkater einen riesen Wirbel machen müssen? Als ich eine Freundin vor kurzem fragte, wie es ihr geht, kam als Antwort: „…zumindest nicht so gut wie dir!“ Ich war sauer, richtig sauer. Wie können andere Menschen einfach voraussetzen, ohne zu fragen, dass es dem Gegenüber grundsätzlich gut geht? Als ich ihr dann erzählte, dass ich in den letzten Wochen mehrfach beim Arzt war und sogar das Thema OP im Raum stand, klappte ihr die Kinnlade runter. Nein, es ist nichts dramatisches oder etwas, was mich total herunter ziehen könnte. Aber geht es mir deswegen besser als ihr? Sie, die gar nichts hat außer dem ständigen Stress auf der Arbeit, die sie ja angeblich so liebt?

Dann konterte sie, dass ich ja auch selbst Schuld sei. Wenn ich von mir aus nichts erzählen würde, dann geht man einfach davon aus, dass es mir gut geht.


Setzen wir es wirklich voraus?

Ist es wirklich so? Muss man mittlerweile in die Welt hinausposaunen, dass es einem mal nicht gut geht? Ist es nicht das, was eine Freundschaft ausmacht? Sich um den anderen sorgen und allein aus diesem Grund mal zu fragen, wie es denn so geht?

Oder denken alle anders? Wenn ich sie frage, wie es ihr geht, werde ich mit langen Litaneien über Arztgespräche und Tabletten-Einnahme bombadiert. Und ich persönlich? Mag ich von mir aus damit prahlen, wie schlecht es mir geht und bitte jetzt jeder Mitleid mit mir haben soll? Nein, das mag ich nicht. Wer mich nicht fragt, interessiert sich vielleicht auch nicht wirklich für mich, oder? Oder haben wir einfach nur verlernt, uns für den anderen zu interessieren und sehen in anderen Menschen nur noch einen Kummerkasten? Ausheulen und gestreichelt werden tut der Seele schließlich gut – wobei ein einfaches „Uns geht´s gut, also lass uns um die Häuser ziehen!“ doch viel lustiger wäre…

Vor allem: Wann habe ich das letzte Mal jemanden gefragt wie es ihm geht und ein einfaches „gut“ als Antwort bekommen? Ich kann mich nicht erinnern – und das ist schade.


Jammern auf hohem Niveau als Kampfansage?

Mir geht es gut. Ich bin nicht totkrank, kämpfe um meine Existenz oder nage am Hungertuch. Gründe, die doch eigentlich ausreichen, um auf die Frage „Wie geht´s dir?“ mit einem „Mir geht´s gut!“ zu antworten, oder?

Mir geht´s gut und alles andere ist nichts, was wichtig wäre. Ich führe ein gutes Leben, fühle mich wohl in meiner Haut. Alles andere ist nebensächlich und nicht ausreichend, um auf die Frage „Wie gehts dir?“ mit einem „Nicht so gut!“ zu antworten.

Jammern wir vielleicht einfach viel zu viel statt uns darüber bewusst zu sein, dass es uns doch in den meisten Fällen verdammt gut geht? Oder ist das Jammern auf hohem Niveau eine Kampfansage an die sonst so schillernd bunte Welt, die uns auf den Social Media Kanälen präsentiert wird? Eine Anti-Bewegung, weil es nur noch Schwarz und Weiß gibt? Entweder muss es uns super geht gehen oder wir sind so schlecht dran, dass es schon fast ans Dramatische grenzt und es quasi ums nackte Überleben geht. Wann haben wir verlernt, dass es noch eine Welt dazwischen gibt? Dass es vollkommen richtig und normal ist, dass es uns gut gehen darf? Dass es uns gut gehen darf, wenn wir ein normales Leben führen, fernab der Glitzer- und Glamourwelt und den Millionen auf dem Konto, dafür aber mit einem gesunden Körper? Haben wir verlernt, dass es ein wahres Glück ist, dass eine intakte Familie, Freunde und ein Job, der uns in den meisten Fällen irgendwie ein bisschen Spaß macht, durchaus gut ist? Dass wir dann von Glück reden können, dass wir uns eine tolle Wohnung oder das eine oder andere Hobby leisten können?


Alternativen zum „Wie gehts dir?“

Nicht immer muss man jemanden direkt fragen und kann dennoch (wenn der Gegenüber es denn möchte) einiges erfahren. Und nicht aus reiner Neugier, sondern auch echtem Interesse an dieser Person. Fragt doch in Zukunft einfach mal „Und was beschäftigt dich gerade so?“, nachdem man selbst vielleicht erst erzählt hat, dass der Hamster krank und die Schwiegermutter wieder über den Kuchen gemeckert hat!

Alternativ kann man auch indirekt fragen, wie es dem anderen so geht, indem man ein lockeres Gespräch einleitet. „Und? Was macht die Arbeit?“

Wenn jemand von sich aus mitteilen möchte, dass es ihm oder ihn nicht gut geht, findet diese Person schon einen Weg, dies durch die Beantwortung dieser Frage auszudrücken.

Letztendlich darf man eines nicht vergessen: Es geht nicht um die Tatsache, wie eine Frage gestellt wird oder wie man sich ausdrückt, sondern darum, dass der Gegenüber merkt, dass echtes Interesse an dieser Person besteht. Aus Freundschaft, aus Liebe oder aus der Tatsache, dass man vielleicht einfach schon lange zusammenarbeitet und es einfach angenehmer ist, wenn es allen gut geht und sich dies auch im Team bemerkbar macht.


wie gehts dir

„Mir geht´s gut, Danke!“

Diese Antwort wird jedoch auch in sehr vielen Fällen gegeben. Aus Anstand. Aus Höflichkeit und in einigen Fällen auch, weil es manchen Menschen einfach unangenehm ist, über persönliche Situationen, Gefühle oder den eigenen Gesundheitsstand zu sprechen. Und dies ist vollkommen in Ordnung! Es hat oft nichts damit zu tun, dass man jemanden nicht mag, nur weil man nicht direkt alles erzählt. Es gibt einfach mal Situationen im Leben, die möchte man lieber mit sich selbst ausmachen – und dies darf niemals verurteilt werden!

Letztendlich ist die Frage nach dem „Wie gehts dir?“ ein schmaler Grad zwischen echtem Interesse und (leider) oft purer Höflichkeit, weil es eben zum Smalltalk dazu gehört.

Aber Menschen, die sich gut kennen, die wissen, ob eine Frage wirklich ernst gemeint ist oder nettes Geplauder darstellt, weil man es eben so macht. Warum dies so ist und als Höflichkeitsfloskel in fast jedem Gespräch Anwendung findet, sei mal außen vor gelassen. Im Grunde möchte jeder Mensch vor allem in Ruhe und ohne Stress durchs Leben tingeln und wer höflich zu anderen ist, erwartet oft ebenfalls diese Höflichkeit als Gegenzug. Warum jedoch Menschen, die sich nahe stehen und von denen man denkt, dass sie wirkliche Freunde sind, nicht öfter mal diese Frage stellen, lässt mich manchmal zweifeln. Bin ich in diesem Moment einfach nur „gut genug“ zum Frust ablassen? Oder vertraut mir diese Person so sehr, dass sie wirklich davon ausgeht, dass ich mich schon melde, wenn ich Redebedarf habe, weil mal wieder die Migräne mir den Schlaf raubt oder ich Kunden Stress habe?


Instagram – die Scheinwelt, die vieles kaputt macht…?

Fakt ist: Das Leben ist keine bunte Instagram-Welt, die mit Filtern schön gezeichnet und mit Glitzer überworfen wird. Wir alle sind echte Menschen mit echten Gefühlen. Mit echten Sorgen oder manchmal auch totaler Glückseligkeit, die man einfach mal in die Welt hinaus posaunen möchte, sofern sich jemand dafür interessiert…

Wir sind in vielen Situationen selbst Schuld daran, dass es so ist, wie es ist. Dass sich junge Mädels zu Tode hungern, weil die Supermodels auf den XXL-Plakaten nur aus Haut und Knochen bestehen – dank Photoshop. Wir sind selbst Schuld daran, dass schon Minderjährige denken, sie müssten mit der neuesten Chanel-Handtasche am Arm Bilder auf Instagram hochladen und dann ihr Studium hinschmeißen in der Hoffnung, ein berühmter Instagram-Star zu werden. Wir haben es geschafft, in der heutigen Zeit, in der doch eigentlich alles total gläsern ist und es nahezu kaum noch Geheimnisse zu geben scheint, eine Scheinwelt aufzubauen, in der es keine Grauzonen geben darf. Entweder man lebt ein perfektes und glückliches Leben mit allem, was dazu gehört oder man lebt am Existenzminimum, fühlt sich entsprechend krank und ist betrübt, weil das Geld nur für eine gebrauchte Karl Lagerfeld Tasche und nicht die neue Louis Vuitton reicht.


Das echte, reale Leben – nur das zählt doch, oder?

Und wenn wir den Menschen, die uns etwas bedeuten, einfach öfter mal die Frage stellen, wie es ihm oder ihr geht, dann zeigen wir nicht nur Mitgefühl, sondern können in einigen Situationen durchaus dazu beitragen, dass es dieser Person besser geht! Wir holen diese Person dort ab, wo sie gerade steht und entweder ziehen wir uns mit ihr gemeinsam eine Folge Sex and the City mit einem XXL-Eisbecher rein und heulen gemeinsam um die Wette oder springen ins Kleid und die High Heels und tanzen gemeinsam bis in den Morgengrauen, weil es uns so gut geht. Und wer irgendwas dazwischen macht, der macht auch alles richtig und lebt ein Leben, dass nicht von Schein statt Sein beeinflusst wird. Aber auch hier gilt: Wer nicht fragt, bekommt auch keine Antwort.

Wie oft fragt ihr andere Leute, wie es ihnen geht? Und vor allem: Wie geht´s euch? Und habt ihr schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht – egal von welcher Seite aus?

13 Comments

  • Andrea 18. März 2017 at 7:38 pm

    Danke, mir geht es sehr gut 🙂 und das sage ich nicht nur aus Höflichkeit, ist wirklich so. Oft wird die Frage nach dem Befinden ja wirklich aus Höflichkeit gestellt, ich mache das auch sehr oft, um ehrlich zu sein, einfach, um etwas Smalltalk anzufangen oder aus reiner Höflichkeit, das geht manchmal nicht anders. So Leute, die dann bei A anfangen und nicht komprimiert in 3 Sätze ihr Befinden formulieren, die wird man immer finden. Bei Freunden oder mir nahestehenden Person ist es mir aber egal, die dürfen sich richtig auskotzen, das braucht man manchmal einfach. So chronische Jammerlappen habe ich aber gefressen und schon Freundschaften deswegen gekündigt, da bin ich recht schmerzfrei geworden. Denn viele wissen gar nicht, wie gut es ihnen geht und messen Glück und Wohlergehen häufig an beruflichem Erfolg, viel Geld, Luxus usw. Das Leben eines jeden Menschen hier (von Kriegsgebieten und leider anderen Ausnahmezuständen rede ich gerade nicht) ist im steten Fluss, es gibt immer Auf und Abs, wenn man das einfach so akzeptiert, würde auch weniger gejammert werden. Wenn man mich fragt, wie es mir geht, antworte ich bei mir fremden Personen kurz und knapp und natürlich sehr oberflächlich, im engeren Kreis kann ich aber auch mal 3-4 Sätze über etwas verlieren, was gerade nicht so gut oder besonders gut läuft. Finde das auch in Ordnung so, denn auch meine Freunde fragen mich aus echtem Interesse, nicht aus reiner Höflichkeit. Liebe Grüße!

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    • Sonja 19. März 2017 at 11:38 am

      Das ist schon einmal schön zu lesen, dass es dir gut geht 🙂 Auskotzen bei gewissen Personen gehört ohne Frage dazu, ganz klar. Chronische Jammerlappen…ich habe das gefühl, davon zu viele zu kennen, auch wenn es Menschen sind, die mir sehr am Herzen liegen. Aber vor den Kopf stoßen mag ich auch nicht, alles manchmal nicht so einfach 😀

      Dein Argument, wie viele eben ihr Wohlergehen messen… ja, damit hast du absolut Recht. Schade, dass es vielen nur nicht bewusst ist 🙁

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  • Tabea 18. März 2017 at 8:38 pm

    Also ich muss doch sagen, dass ich es vorziehe, nicht nach meiner Laune gefragt zu werden… entweder ich bin glücklich oder ich möchte nicht daran erinnert werden, dass gerade alles nicht okay ist. Das endete letztens erst in einem Streit mit meinem Freund…

    Im Normalfall antworte ich übrigens nicht mal immer ehrlich auf die Frage. Entweder meine Sorgen gehen die Person nichts an oder aber ich will mir selbst einreden, alles sei gut und daher nicht über die Probleme sprechen. Daher geht es mir fast immer „gut“.

    Also, wenn ich ehrlich bin, dass frage ich selten, wie es jemandem geht. Eher „Wir läuft es in der Uni?“ „Was ist aus xx geworden?“. Also ich versuche schon, Interesse zu zeigen, nur frage ich halt nicht nach der Stimmung.

    Liebe Grüße

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    • Sonja 19. März 2017 at 11:34 am

      Ist natürlich auch eine Einstellung, aber wenn dein Umfeld das so weiß, ist ja alles ok 🙂 Deine Variante der Frage ist aber durchaus interessant und vielleicht nicht ganz so persönlich wie die Frage nach dem Wohlbefinden, finde ich aber durchaus sehr gut! Muss ich mir mal merken 😉

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  • shadownlight 18. März 2017 at 9:09 pm

    Manchmal finde ich es besser wenn man mich nicht fragt, an anderen Tagen finde ich es gut- ganz tagesabhängig. Tja wie geht es mir? Gut würde ich sagen, bis auf manche Dinge, aber die sind etwas zu persönlich um sie zu schreiben.
    Liebe Grüße!

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    • Sonja 19. März 2017 at 11:32 am

      Dass es dir grundsätzlich gut geht, hört sich gut an 🙂 Und tagesabhängig – ja, kann ich durchaus verstehen! Geht wohl jedem so 🙂

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  • Marie 19. März 2017 at 11:20 am

    Mir geht es wunderbar 🙂

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    • Sonja 19. März 2017 at 11:31 am

      Das ist schön 🙂

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  • Lila 19. März 2017 at 2:45 pm

    Ich muss an dieser Stelle ehrlich zugeben, dass ich die Frage „Wie geht es dir“ sehr selten stelle und sehr ungerne beantworte. Das hat nichts damit zu tun, dass es mich nicht interessiert, wie es anderen geht, sondern eher, dass ich diese Frage als Smalltalk Floskel wahrnehme, die stets mit „gut“ beantwortet werden muss. Ich hasse Smalltalk und noch viel mehr hasse ich Lügen, um Kontakte warm zu halten. Deswegen stelle ich diese Frage nur noch, wenn ich mir ernsthafte Sorgen um jemanden mache. In meinem Freundeskreis hat es sich so eingebürgert, dass wir von uns aus erzählen was so passiert ist und wie man sich fühlt, was meiner Meinung nach auch eine sehr bequeme und unmissverständliche Variante ist, diese blöde Floskel zu umgehen. Uns ist wichtig gute und schlechte Neuigkeiten zu teilen und uns über Probleme auszutauschen. Wenn mich jemand dennoch fragen sollte, antworte ich immer ehrlich. Das passt den meisten Mitmenschen nicht, weil es mir 80% der Tage „so lala“ geht. Ich bin nun mal ein gnadenlos ehrlicher Mensch und kann den Leuten nicht sagen, dass es mir „wunderbar“ geht, wenn mein Gesichtsausdruck etwas anderes sagt. Wie viel ich meinem Gegenüber anvertraue hängt stark davon ab, wie eng er/sie mit mir befreundet ist. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl sollte aber jeder herausfinden, ob man nach so einer Antwort weiter bohrt oder es lieber sein lassen sollte. In der Regel sage ich selbst, was los ist oder schweige darüber. Bin ich ein unhöflicher Mensch, wenn ich diese Frage wahrheitsgetreu beantworte? Meiner Meinung nach nicht, aber das sieht jeder anders. Wer mit meiner Art nicht klar kommt, muss mit mir auch nicht befreundet sein.

    Ich habe zunehmend feststellen müssen, dass es die Leute nicht interessiert, was man so tut, was man mag, wie es einem geht oder wer man überhaupt ist. Meiner Meinung nach haben soziale Medien dazu beigetragen, dass die Leute nur noch über sich selbst reden und geliked bzw. gefollowed werden wollen. Immer mehr Leute klicken ohne zu nachdenken auf das Herzchen, wodurch auch diese lieb gemeinten Dinge total wertlos werden. Die heutige Jugend geht auf die Vereinsamung 2.0 zu.

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    • Sonja 19. März 2017 at 3:15 pm

      Fingerspitzengefühl gehört definitiv immer dazu, da stimme ich dir zu! Ich finde es alles andere als unhöflich, wenn man ehrlich ist. Natürlich mache auch ich einen Unterschied, wie ausführlich die Antwort ausfällt, aber für mich ist es im Gegensatz zu dir keine Floskel für den Start in den Smalltalk. Aber ich finde es durchaus interessant, wie unterschiedlich wir alle mit dieser Frage umgehen 🙂 Und Vereinsamung 2.0 – schlimm genug…oder traurig? Vielleicht auch beides 😀

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  • Sonnenuntergänge März - Habutschu! 31. März 2017 at 7:09 am

    […] wenig Interesse an anderen Personen ist ein Problem. Deswegen würde Sonja manchmal doch gern gefragt werden, wie es ihr […]

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  • Joanan 3. April 2017 at 2:21 pm

    Hallo Sonja, mir geht es auch gut. Wirklich. Ich mag es danach gefragt zu werden und eine ehrliche Antwort zu geben – bei den richtigen Leuten. Es gibt so viele Leute, denen ich ein „Danke, mir geht’s auch gut!“ hinterher brüllen will, wenn sie sich sieben Stunden bei mir ausgeheult haben und dann nicht nachfragen.
    Aber ich finde, dass man daran auch echte Freunde erkennt. Wer sowas macht und dann nicht im Gegenzug vielleicht auch mal nachfragt, selbst wenn man mit dem Zaunpfahl winkt, auf den kann ich als Freund verzichten.
    Viele stellen die Frage auch wirklich als unverfängliche Smalltalk-Frage, aber manchmal spiele ich ein bisschen damit, dass ich sehr gerne viel rede und lenke das Thema dann auf ganz andere Dinge, dann ist der Smalltalk überwunden und es kommen gute Gespräche zustande.

    🙂

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    • Sonja 4. April 2017 at 9:24 am

      Ja, da hast du Recht. Echte Freunde sind da doch viel feinfühliger 🙂

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