Shopping + Umweltbewusstsein – ein Konflikt

Ich bin die mit dem Einkaufszettel beim Shopping. Ich weiß was ich daheim habe und was ich noch brauche. Ich bin die, die sich dann trotzdem 3x überlegt, ob sie dieses oder jenes Teil noch benötigt. Ich bin die, die lieber ein paar Euro mehr investiert, aber dafür ein Produkt erwirbt, mit dem sie lange glücklich ist…

…und genau das ist mein persönlicher Aspekt, was das Thema „Shopping und Umweltbewusstsein“ ausmacht. Shopping. Welche Frau liebt es nicht? Die eine mehr, die andere weniger, aber so ein bisschen Spaß macht es uns allen. Für mich bedeutet Shopping in Bezug auf das Umweltbewusstsein, dass ich mir im Klaren darüber bin, was und warum ich etwas kaufe – und ob ich es wirklich brauche oder unbedingt haben will. Shoppen, nur um ein Schnäppchen zu schlagen oder Frust abzubauen, finde ich absolut „ohne Worte“. Genauso viel Unverständnis lege ich an den Tag, wenn ich sehe, dass sich jemand „ganz bewusst NUR für Naturkosmetik“ entscheidet, sich dann aber so beim Shoppen verausgabt um ALLES ausprobieren zu können, dass ich mich frage, was sie (oder er) nicht verstanden hat?! Es geht doch nicht NUR um die Inhaltsstoffe. Es geht doch auch darum, möglichst sparsam im Verbrauch zu sein. Möglichst wenig Müll zu produzieren. Wenn jemand 5 Naturkosmetik-Shampoo-Flaschen in 12 Monaten aufbraucht, finde ich das schlimmer, als wenn jemand 2 Shampoo-Flaschen „irgendeiner“ Marke in der gleichen Zeit leert (die Zahlen waren jetzt mal an den Haaren herbei gezogen^^).

Ich finde daher, dass sich „bewusstes“ Shoppen, und dennoch der Augenmerk auf das Umweltbewusstsein, keinesfalls ausschließen müssen.

Natürlich kauft man mal Sachen „ohne Nachzudenken“. Natürlich sind mal Fehlkäufe dabei, man kauft einen Lidschatten, weil man ihn sooo toll findet und merkt erst daheim, dass einem die Farbe nicht steht o.ä.. Das ist normal. Das ist menschlich. Das passiert.

Solange man aber bewusst etwas kauft (egal ob ein T-Shirt für 10 Euro oder ein High End Produkt aus der Parfümerie), bei dessen Anblick einem das Herz aufgeht (auch NACH dem Auspacken und Benutzen daheim^^) ist doch alles gut.

Aber Shopping um „up to date“ zu sein, dem Hype nachzueifern, etwas zu kaufen, nur um sich aus dem Stimmungstief nach oben zu katapultieren, weil Blogger XY das hat oder, oder, oder… das muss in meinen Augen nicht sein.

Man muss nicht nur Fairtrade- und Bio-Mode oder Naturkosmetik-Produkte kaufen, um die Umwelt ein bisschen im Blick zu halten. Unnötige Käufe zu vermeiden, da fängt es in meinen Augen schon an (und wer sich dann noch hin und wieder für Bio-Labels interessiert, der ist sowieso auf dem besten Weg!).

Wie seht ihr das?

16 Comments

  • elizzy91 26. April 2016 at 10:06 am

    Ein toller Beitrag ich bin sogar deiner Meinung. Ich finde es schrecklich, wenn man Dinge oder Produkte kauft nur um „im Trend“ zu sein oder mitreden zu können! Und zu umweltbewusstes Denken und Handeln gehört wirklich mehr dazu als nur „Bio“ oder ähnliches zu kaufen.

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  • pinkstrawberrycigarettes 26. April 2016 at 11:21 am

    Du vertrittst tatsächlich 1:1 meine Meinung. Besonders im Hinblick auf deine letzten zwei Absätze applaudiere ich dir mental. Ich finde es mittlerweile schrecklich, wie krass die Fast-Fashion-Industrie von allen Seiten gehypt wird. Dabei sind die Influencer reine Fakes. Um viel Geld zu verdienen, lichten sie sich in Sachen ab, die sie privat nie tragen würden, Hauptsache der Instagram-Post gibt ein paar hundert Euro her. Dabei sieht man doch an Bloggern wie Alice von iheartalice, dass man sehr wohl einen eigenen Stil behalten kann, nicht jedem noch so dummen Trend hinterher rennen muss, minimalisisch sein, wenig im Kleiderschrank haben und trotzdem gutes Geld mit dieser Attitüde verdienen kann. Die meisten Blogger heutzutage wirken so abartig künstlich und unauthentisch, dass ich gerne kotzen würde. Und die blöden Fashion-Lemminge da draußen eifern dieser Pseudowelt nach. Unfassbar. Zara, Mango und Co. bringen mittlerweile wöchentlich neue Kollektionen auf den Markt, damit der schwache Konsument permanent das Gefühl hat, out zu sein und was Neues kaufen zu müssen, um glücklich zu sein. Dieser ganze Zirkus ist mittlerweile so abstrus, dass ich kaum glauben kann, dass jemand mental so schwach ist, sich davon so hart beeinflussen zu lassen. Ich freue mich immer wieder, Leute wie dich und andere Gleichgesinnte zu finden! Der Mittelweg liegt nicht im permanenten Verzicht oder die Versteifung auf fair trade, sondern auf bewusstem Konsum! 🙂

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    • Lila 26. April 2016 at 4:59 pm

      Der ständige Wechsel der Modekollektionen kotzt mich auch an. Reicht es nicht, wenn man die Waren nur 4-6x im Jahr, sprich saisonell, ändert?! Mich nervt es, weil ich manche Schen doppelt und dreifach überlege. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe gibt es die Sachen nicht mehr -.-

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    • FashionqueensDiary 26. April 2016 at 7:56 pm

      Oh ja, ich finde es auch immer schrecklich wenn ich dann mal irgendwo bin und mir denke (gerade in den Großstädten) wo seid ihr bitte ihr ganzen Fashion-Blogger?

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  • thingstaniloves 26. April 2016 at 11:46 am

    Genau so sehe ich es auch…
    Seitdem ich so radikal und großzügig ausgemistet habe und dementsprechend viel verschenkt und gespendet habe, frage ich mich bei den meisten Sachen (vor allen Dingen bei Klamotten und Schuhe) auch immer, ob ich die Sachen denn wirklich UNBEDINGT brauche und ob es nicht doch irgendwie ein bisschen aussieht wie ein anderes Teil, welches schon in meinem Schrank hängt…

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  • Lila 26. April 2016 at 4:57 pm

    Viele Personen scheinen mit ihrem Zeug regelrecht rumzuasen. Ich hab ja kein Problem dait, wenn man großzügige Mengen benutzt und sich damit wohler fühlt, aber bei manchen scheint ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen zu sein, wer das meiste konsumiert oder leert.

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    • FashionqueensDiary 26. April 2016 at 7:59 pm

      Das Gefühl der „Wettbewerbe“ untereinander habe ich auch ständig wenn ich mir die Kommentare unter diesen Postings durchlese 😀

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  • Sarah 27. April 2016 at 7:56 pm

    Irgendwie fühle ich mich bei einem Satz angegriffen, aber das nur, weil er halt total auf mich zutrifft. Und da bin ich auch bereit, mir das einzugestehen. 😀 Also nichts Schlimmes, halte mir nur den Spiegel vor! Ich muss sagen, ich bin auch einer von denen, die gerne Frust abbauen mit neuen Sachen. Aber das sind eigentlich nur Bücher, hin und wieder mal ein reduziertes Kleidungsstück, wenn ich merke, dass ich sowas schon gesucht, aber nicht gefunden hab oder so.

    Aber ich habe beschlossen, das zu ändern. Wir müssen einfach mehr auf unsere Umwelt achten und da hast du vollkommen Recht. Da ich aber nicht gleich alles auf einmal ändern kann (einfach, weil das sonst zu viel für mich ist, ich den Überblick und dann auch noch die Motivation verliere), mache ich kleine Schritte zum großen Ziel. Angefangen hat es für mich mit Tierversuchen. Ich achte total darauf, dass ich tierversuchsfrei lebe und dadurch merkt man schon tolle Nebeneffekte. Zum Beispiel habe ich die Marke TreacleMoon für mich entdeckt und statt in zwei Wochen eine DuschDas aufzubrauchen, reicht mir mein neues Duschgel drei(!!) Monate.
    Bisher fehlt mir fast nichts mehr, nur verzweifle ich an der Suche nach einer neuen Spülung! Tipps bitte immer her! Einige, die ich schon ausprobiert haben, hatten nicht den gewünschten Effekt (meine Haare wurden total Trocken und Rissig) ):

    Wenn ich diesen Punkt dann bald im Griff habe, gehe ich den nächsten Punkt an und so weiter (ich bin schon bei Lebensmitteln aus der Region angekommen und frischer Essen statt ständig Plastik- und Dosenfutter) Aber genug über mich geredet. Ich finde es klasse, dass du auf sowas Aufmerksam machst! Egal wie viel man gelesen hat und wie oft man daran erinnert wird. Viele verstehen es immer noch nicht und da hilft so ein persönlicher Tritt in den Hintern einfach. Egal wie fies das dann klingt!

    Immer weiter so!
    Deine neue und überzeugte Leserin
    Sarah ♥

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    • FashionqueensDiary 27. April 2016 at 8:58 pm

      😀 Und dabei wollte ich doch gar nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt, wollte lediglich das Bewusstsein anregen!

      Oh ja, Treaclemoon liebe auch – die Duschgels durften so herrlich lecker!

      Ich finde es aber klasse, dass du schon so viele Sachen positiv umsetzt! Es beginnt ja doch immer erst im Kleinen und wenn jeder nur ein wenig macht, ist das in der Masse doch schon ein riesen Beitrag was den Schutz der Umwelt angeht!

      LG
      Sonja

      P.S. Und wenn ich dir dabei in den Hintern getreten habe und es bei dir etwas angeregt hat, freut mich das umso mehr *lol*

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  • The best of… vom Minimalismus und der Spezies Blogger | FashionqueensDiary 14. Mai 2016 at 7:10 am

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  • Susanne 11. September 2017 at 9:56 am

    Hallo Sonja,
    ich hab dir über Twitter schon geschrieben und mag dir jetzt einfach noch einen Kommentar auf deinem Blog da lassen, weil ich deine Gedanken so sehr mag. Ich liebe Naturkosmetik, hier geht es mir um die Inhaltsstoffe, vor allem aber auch deshalb, weil ich das für mich und meinen Körper mag. Mit ökologischer Kleidung gehts mir anders. Ich habe mir letztens zwei Strickjacken einer konventioneller Marke gekauft, weil ich genau solche seit zwei Jahren gesucht habe. Und ich liebe sie und weiß, dass ich sie tragen werde, bis sie auseinander fallen. 😉 Ich schreibe gerade eine Blogserie über Nachhaltigkeit und habe lange überlegt, ob ich es tue. Wenn ich andere Blogtexte lese, habe ich das Gefühl, bei denen ist alles so perfekt und es fühlt sich für mich so an, als dürfe man keinen ökologischen Fehler machen, sonst ist man durch. Also vielen lieben Dank für deine Zeilen. Ich bin froh, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin. Schön, dass es deinen Blog gibt!

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    • Sonja 11. September 2017 at 3:29 pm

      Hallo liebe Susanne,

      ich kann total nachvollziehen was du meinst. Jeder hat natürlich immer andere Ansichten zu einem Thema, was auch gut ist, aber ich finde es immer schön, wenn man Gleichgesinnte findet 🙂 Daher kann ich auch nur sagen, dass ich deine Handlungsweise absolut super finde: Lieber zwei Teile, die zwar nicht in den Öko-Bereich fallen, dafür aber mit Hingabe viele Jahre getragen werden.

      Das mit dem „perfekt“ bei anderen ist auch immer so eine Sache. Ich glaube, dass das meiste nach außen hin wirklich mehr Schein als Sein ist – leider, denn so wird ein Verhalten vorgelebt, dass viele nacheifern wollen, dann aber frustriert aufgeben, weil so perfekt ja scheinbar doch sehr anstrengend ist…

      P.S. Freu mich schon auf deine Blogserie 🙂

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