Projektplanung und Meilensteine: So plane ich mein Business

Projektplanung und Meilensteine So plane ich mein Business

Planung ist ein relevanter Faktor. Nicht nur für mich als Freiberuflerin, sondern auch als Bloggerin. Ein gesundes Mittelmaß zwischen Arbeit und Freizeit ist mir grundsätzlich wichtig, geht aber dennoch manchmal schief – trotz Planung. Wäre es anders, wären wohl übernatürliche Kräfte im Spiel. In diesem Beitrag zeige ich euch, mit welcher Methode ich mein Business plane, warum Projektplanung und Meilensteine für mich grundsätzlich zu meinem Business dazugehören und wie ich mit Niederlagen umgehe (auch die gibt es!).


Warum smarte Planung für mein Business wichtig ist

Wer sein Leben als Fempreneur meistert, steht als Einzelkämpfer da. Delegieren ist zwar möglich, kostet aber in der Regel Geld. Und letztendlich hat man sich seinen Job selbst ausgesucht, vielleicht sogar hart erkämpft und möchte dann meist auch gar nicht delegieren. Doch was tun, wenn die Feiertage anstehen, die Kunden in den Weihnachtsurlaub gehen? Was macht man, wenn man zwischen den Jahren Zeit hat, diese sinnvoll nutzen möchte, aber eben nicht so genau weiß, was man in der Zeit wirklich sinnvolles tun kann? Oder wenn die Sommerferien nicht nur für die Kinder Urlaub und Erholung bedeuten, sondern auch für viele Agenturen, so dass eine Jobflaute herrscht?

Smarte Planung ist hier für mich die Lösung. Smarte Planung für das Jahr. Wer smart plant, schafft die Balance zwischen dem Erreichen seiner Ziele (auch finanziell), übernimmt sich nicht und kann vor allem entspannt den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub oder eben die Urlaubsphasen der anderen genießen.

Der Vorteil einer smarten Planung

  • Das Erreichen von Zielen ist einfacher
  • Man verliert Wichtiges nicht aus den Augen
  • Man behält den Überblick
  • Kann gegensteuern, wenn man in die falsche Richtung rudert
  • Als Freiberuflerin kann man sich am Abend aus dem Home Office ohne schlechtes Gewissen zurückziehen…
  • …und am nächsten Morgen an einem cleanen Schreibtisch mit einem Plan für den Tag starten

Mit dem Ziel vor Augen ist das alles viel einfacher, weil man weiß, was wirklich getan werden muss, um seine Ziele erreichen zu können. Es ist wie auf einer Landkarte. Du weißt, wo du am Ende sein möchtest. Wenn du dir nun aufmalst, welchen Weg du gehen musst, um dorthin zu gelangen, ist das Ziel deutlich einfacher (und schneller) zu erreichen. Überhaupt sollte man sich dabei bewusst sein, dass es manchmal wirklich die Einfachheit aller Dinge ist, die zum Ziel führen können. Bei mir persönlich hat das Thema Minimalismus viel bewirkt. Es muss nicht immer alles kompliziert sein. Man braucht keine fünf Konzepte, zehn Planer oder sieben Ordner, um sein Leben und sein Business in den Griff zu kriegen. Ein einfaches Leben ohne überflüssigen Schnickschnack funktioniert (bei mir persönlich) besser.

Projektplanung und Meilensteine So plane ich mein Business als bloggerin


Was bedeutet smarte Planung genau?

Natürlich plant jeder anders. Hat andere Methoden oder nutzt bestimmte Verfahren. Die smarte Planung ist eine Methode, mit der meiner Meinung nach das klare Definieren von Zielen möglich ist, weswegen ich diese Methode sehr gern anwende. Doch was bedeutet smart überhaupt?

S = Spezifisch

M = Messbar

A = Attraktiv

R = Realistisch

T = Terminiert

Und was heißt das jetzt für die Praxis?

S wie Spezifisch

Ich will im nächsten Jahr mehr verdienen.

Ein Ziel? Ja, aber noch nicht genau definiert, wobei uns der nächste Buchstabe helfen wird.

M wie Messbar

Ich will im nächsten Jahr 50.000 Euro verdienen.

Nun wird das Ziel bzw. die Planung genauer, messbar. Und letztendlich auch kalkulierbar.

A wie Attraktiv

Ich will im nächsten Jahr 50.000 Euro verdienen, um mir endlich auch mal Auszeiten wie Urlaube leisten zu können.

Das Ziel sollte ein Ansporn sein – warum sollte man sich auch sonst Ziele setzen?

R wie Realistisch

Bei diesem Buchstaben sollte man sich anschauen, wie realistisch das gesetzte Ziel ist. Sind 50.000 Euro überhaupt zu erreichen? Passen hierfür alle Gegebenheiten oder ist das Ziel viel zu hoch gesteckt?

T wie Terminiert

Die 50.000 Euro stehen als Ziel für den 31.12. auf der Liste.

Wenn ich mir Gedanken über meine Ziele und Vorhaben mache, dann gehören Projektplanung und Meilensteine setzen für mich automatisch dazu. Das bedeutet in der Praxis, dass ich nicht nur weiß, welches Ziel ich mir für den 31.12. setze, sondern mit Meilensteinen auch Zwischenziele einplane. Dies könnte bedeuten, dass ich zum 01.04. schon 20.000 Euro erreicht haben will und am 01.09. bei 40.000 Euro stehen mag. Die 50.000 Euro sind nur ein Beispiel und haben nichts mit meiner persönlichen Zielsetzung zu tun, aber ich denke, so ist es leicht nachvollziehbar, wie eine Planung aussehen kann.


Projektplanung und Meilensteine

Um seine Ziele und Vorhaben zu planen, sollte man sich also ein Ziel setzen, welches genau definiert ist. Besonders einfach und motivierend ist die Planung, wenn man sich eben diese Zwischenziele setzt – die Meilensteine.

Je kleiner die Etappen sind, desto schneller sind sie zu erreichen. Doch Achtung! Wer sich zu kleine und zu leicht erreichende Ziele setzt, macht es sich nicht nur zu einfach, sondern verliert schnell die Lust daran! Sich selbst eine kleine Challenge setzen, um das erste Etappenziel zu erreichen, kann ein Ansporn sein.

Wenn ich die ersten 10.000 Euro verdient habe, dann gönne ich mir endlich die Ganzkörper-Massage im Wellnesstempel und verbringe dort einen entspannten Tag in der Sauna und dem Whirlpool. 


Die smarte Planung vor Augen haben – so geht´s

Ziele und Pläne werden schnell aus den Augen verloren. Das ist schade und kann dazu führen, dass man deutlich weniger schafft, als man eigentlich schaffen könnte. Dies ist nicht nur im Sinne der Arbeit gemeint. Auch private Ziele oder gar eine Bucketliste können mit einer smarten Planung endlich in die Realität umgesetzt werden.

Um sich seine smarte Planung stets vor Augen zu führen, kann ein Memoboard helfen. Egal ob es über dem Schreibtisch hängt oder in der Küche, wo es beim Essen immer an die Erfüllung seiner persönlichen Ziele erinnert: Ein Blickfang muss es sein, sonst schaut man kaum noch hin. Besonders praktisch sind Memoboards, die beschrieben werden können. Ändern sich Ziele oder Wünsche oder wurden sie sogar erreicht, können neue Punkte hinzugefügt werden. Manchmal reicht auch schon ein Zettel am Monitor oder man kreiert sich seinen eigenen Desktophintergrund – möglich ist alles!

Projektplanung und Meilensteine So plan ich mein Business

Wichtig ist nur, bei der Planung seiner Ziele und Wünsche diese stets präsent vor Augen zu haben! Dann weiß man auch, warum man dafür arbeiten, härter trainieren oder mehr Geld verdienen muss.


Projektplanung und Meilensteine für mein Business

Ich blogge und verdiene dadurch Geld. Natürlich stehen die Einnahmen in keinem Zusammenhang mit denen aus meiner freiberuflichen Arbeit als Texterin, dennoch sind es Einnahmen, die sich lohnen. Dass man als Blogger sein Geld auch ohne Kooperationen verdienen kann, hatte ich hier schon einmal beschrieben. Dennoch gehören auch die Kooperationen zu meinem Blog dazu und ja, sie machen mir einfach riesig viel Spaß. Die Entwicklung von Storys (wie hier beispielsweise) sind für mich das beste daran. Egal ob ich eine Kooperationsanfrage bekomme oder selbst auf ein Unternehmen zugehe: Ich entwickele einen Plan, wie der Inhalt des Blogpost´s aussehen soll, um nicht nur meine Ansprüche zu erfüllen, sondern auch den Unternehmen zu zeigen, dass man Produkte nicht nur in einer langweiligen Review vorstellen kann (siehe hier die Geschichte und hier oder auch dieses Interview). Es geht eben auch anders.

Dies war ein Teil meiner Projektplanung für 2018. Mehr Kooperationen umsetzen (die genaue Anzahl bleibt mein Geheimnis bis zum Jahresende ;-)), die zu mir und meinem Blog passen und dabei noch individueller sein, als bisher. Bisher kann ich nur sagen: Ziel erreicht und ich habe super tolles Feedback nicht nur von meinem Kooperationspartnern, sondern auch von euch in den Kommentaren erhalten.


Funktioniert die Planung nach der SMART-Methode immer?

Bei mir nicht. Besonders im Bereich meiner freiberuflichen Tätigkeit als Texterin habe ich mein Ziel für den Jahresanfang 2018 gewaltig verpasst. Die Ursachen? Krankheiten, falsch gesetzte Termine (meinerseits) und der naive Glaube an ein Unternehmen, welches mich dann abserviert hat, weil es Insolvenz anmelden musste (mich aber bis kurz vorher noch gebeten hat, dass ich mir die abgesprochenen Kapazitäten unbedingt freihalten solle, weil es bald losgeht…). Aber gut, man lernt daraus.

Daher kann ich nur nur raten (egal ob es im privaten oder beruflichen Bereich ist): Planung kann einen durchaus voranbringen (siehe meinen Blog), aber auch mal schiefgehen (siehe meine Tätigkeit als Texterin). Es ist dennoch kein Weltuntergang, wenn es dann mal schief geht, denn letztendlich lernt man aus solchen Sachen. Zusätzlich haben die Meilensteine für mich den Vorteil, dass ich beim Erreichen des festgelegten Termines sehen kann, ob ich vom Ziel noch weit entfernt bin oder vielleicht einen ganz anderen Weg einschlagen muss. Dies habe ich nun im Texter-Bereich getan und bin nun wieder „in der Spur“.


Projektplanung und Meilensteine mit Fokussierung

Es gab vor kurzem hier auf Fashionqueens Diary einen Blick hinter die Kulissen. Ich hatte mir auch im letzten Jahr große Ziele gesetzt und bin dabei über mein eigenes Ziel hinausgeschossen – nicht unbedingt im positiven Sinne. Zuviel ist zuviel, das habe ich lernen müssen und gemerkt, dass ich noch lange nicht so fokussiert arbeite, wie ich es dachte. Was folgte waren Änderungen, über die ich hier bereits geschrieben hatte.

Im Blogbereich hat es sich ausgezahlt. Durch die Fokussierung und einen gut ausgearbeiteten Redaktionsplan habe ich meine selbst gesetzten Meilensteine bereits erreicht. Und das ist ein tolles Gefühl und ein Ansporn, es auch im Texter-Bereich zu schaffen. Ich habe meine smarte Planung überarbeitet und das war ganz gut so. Man kann nicht immer in allen Bereichen 100% geben, auch wenn ich das immer noch manchmal denke.

In manchen Phasen lasse ich mich treiben. Mein Leben ist nicht nach einem festen Stundenplan getaktet, ich habe genügend Freiräume, um mir fast jeden Tag individuell nach meinen Wünschen und Plänen gestalten zu können – dank meiner SMART-Planung, die mir den Weg weist…

Wie sieht es bei euch aus? Plant ihr im beruflichen/privaten Bereich auch nach einer bestimmten Methode und wenn ja, mit welcher? Oder lasst ihr euch grundsätzlich einfach treiben, schafft es aber dennoch, eure Ziele zu erreichen?

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