Perfektionismus und Kreativität…

„Aber du bist doch kreativ!“, sagte sie zu mir.

Ja, bin ich. Ich liebe es, meine Kreativität in meinen Texten auszuleben. Sie nieder zu schreiben. Zu formulieren. In Worte zu fassen und sie innerlich vor meinen Augen abzuspielen. Und dennoch. Kreativität kommt nicht immer mit einem Fingerschnippen. Auch sie muss hart erarbeitet werden. Manchmal.

Es gibt Tage, da reicht mir ein Wort zum Kreativ sein aus. Ich formuliere Gedanken, Ideen, ganze Geschichten. Bin zufrieden. Fühle mich wohl und habe das Gefühl, dass die Worte einfach nur aus mir heraus fließen.


Perfektionismus und Kreativität vertragen sich nicht immer, oder?

Doch dann gibt es Tage, da steht mir der Perfektionismus im Weg. Ein Wort. Ein Gedanke. Und ich verwerfe alles. Verwerfe geschriebene Sätze, Zeilen, ganze Seiten, weil ich es als nicht gut genug empfinde.

Oftmals heißt es dann, dass man gar nicht perfekt sein muss. Dass Fehler menschlich seien. Aber das passt nicht zu mir. Ich veröffentliche lieber gar keinen Post als einen Post, mit dem ich nur zu 99% zufrieden bin. Gehe lieber mit unlackierten Nägeln aus dem Haus, als mit einem unsauber aufgetragenen Lack. Ich lasse mir lieber die Strähnen ins Gesicht hängen, als eine Frisur zu tragen, die sich im Laufe des Tages auflösen könnte. Antworte lieber erst spät auf manche Mails, weil ich vorher nicht das Gefühl habe, eine gerechte Antwort liefern zu können. Ich vergewissere mich manchmal 3x ob ich etwas richtig verstanden habe, bevor ich irgendwas wegen einem Missverständnis falsch bearbeite.

Perfektionismus gepaart mit Kreativität ist nicht immer einfach, aber es kann sie geben, wenn man sie zulässt….

…man darf nur nicht zu streng zu sich selber sein 😉

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