Anständig leben: Wie verkleinere ich meinen ökologischen Fußabdruck?

Beitrag enthält Affiliate Links - das Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt


Was hat es mit dem ökologischen Fußabdruck auf sich? Beginnen wir mal so: Mein ökologischer Fußabdruck beträgt aktuell 3,8 gha = 2,2 Erden, die nötig wären, um die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die wir so brauchen, wenn alle so leben würden wie ich. Sarah Schills Fußabdruck misst zu Beginn ihres Selbstversuches 5,32 gha = 2,96 Erden, nach ihrem Selbstversuch sind es nur noch 3,76 gha (also noch minimal mehr als 2x die Erde).

Das Schlimme: Durchschnittlich beträgt ein ökologischer Fußabdruck in Deutschland pro Person ganze 5,3 gha. Nutzen wir das, was uns wirklich zur Verfügung steht, sinnvoll, käme jeder Mensch auf unter 1,7 gha. Erschreckend, oder? (Quelle: hier klicken)

Fakt ist: Wenn wir so weitermachen, dann sind die Ressourcen der Erde schneller aufgebraucht, als uns lieb ist. Von der Lebensqualität der Nachkommen mal ganz zu schweigen…

Doch wie komme ich darauf? Erst kürzlich habe ich euch das Buch Einfach leben vorgestellt. Ein Buch rund um den minimalistischen Lebensstil. Heute geht es um das Buch Anständig leben: Mein Selbstversuch rund um Massenkonsum, Plastikmüll und glückliche Schweine.

Warum mich diese Thematik aktuell so sehr interessiert, was ich aus diesem Buch mitnehmen konnte und womit ich während des Lesen ein großes Problem hatte, verrate ich euch in diesem Beitrag.


 Anständig leben – ist es wirklich so einfach?

Sarah Schill schildert in ihrem Buch Anständig leben von ihrem Selbstversuch. Wie ist es, wenn man auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln verzichtet, um den ökologischen Fußabdruck kleiner zu halten? Wie einfach ist es, auf Plastik im Alltag zu verzichten und welchen Einfluss hat der Verzicht im Alltag? Was ist Containern und kann man guten Gewissens Klamotten shoppen? Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt:

  • 1. Kapitel: Ohne Fleisch, Fisch, Eier, Milch
  • 2. Kapitel: Ohne Plastik
  • 3. Kapitel: Aktiv werden

Was ich am Buch bzw. der Autorin besonders sympathisch fand: Es wurde nichts schön geredet. Ja, es kann verdammt hart und schwer sein, seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, auch wenn das meiste nur eine Gewöhnungssache ist (beispielsweise der Verzicht auf tierische Produkte oder Fleisch). Sarah Schill zieht viele Bereiche konsequent durch, sagt aber auch ganz ehrlich am Ende, dass sie nicht in allen Bereichen zu 100% „die Welt retten“ kann. Und das ist im Prinzip genau das, was auch ich schon in vielen meiner Beiträge geschrieben habe. Es geht nicht darum, dass man als einzelner Mensch in allen Bereichen des Lebens 100% geben muss. Aber wenn jeder ein bisschen mehr macht, ein bisschen „anständiger“ lebt, dann kann die Masse bereits vieles bewirken.


Einblicke in das Buch „Anständig leben“

Bei diesem Buch handelt es sich zwar um eine Art Erfahrungsbericht, dennoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass Sarah Schill die Aussagen in ihrem Buch belegt. Allein der Anhang beinhaltet um die 130 Quellen, wodurch sich die Möglichkeit bietet, zu speziellen Themen die einzelnen Berichte aus den diversen Quellen nachzulesen und tiefer ins Thema einsteigen zu können. Zusätzlich sind unzählige Bücher, Filme, Artikel und Projekte sowie Blogs aufgeführt, die ihr bei ihrem Selbstversuch geholfen haben, indem sie sich dort informieren konnte.


Doch was hat Sarah Schill gemacht, um wirklich anständiger zu leben?

Sarah Schill hat sich bei einem Selbstversuch ans Containern gewagt. Wenn auch nur kurz. Was ist Containern? Beim Containern bedient man sich an noch gut erhaltenen Lebensmitteln, welche Unternehmen bzw. Supermärkte in den Müll werfen. Containern ist nicht nur eine Sache der Selbstüberwindung – im Müll wühlen ist nicht immer sehr lecker – sondern sogar in Deutschland verboten (mehr dazu hier bei Wikipedia).

Doch nicht nur Mülltauchen war für sie eine neue Erfahrung. Um sich der Herkunft und des Vorgangs in der Entstehung vom Fleisch näher zu informieren, hat sie zudem einer Schlachtung beigewohnt. Nichts für schwache Nerven, aber durchaus passend, wenn man, wie sie es im Buch tut, wirklich sämtliche Hintergründe genau hinterfragt.

Aufgrund ihres Berufes ist Sarah Schill zudem oft mit dem Flugzeug unterwegs gewesen. Dass das Fliegen sich nicht wirklich positiv auf den ökologischen Fußabdruck auswirkt, dürfte allgemein bekannt sein. Demnach setzt sie auf Alternativen und probiert es mit Zugfahren. Auch testet sie viele vegane Restaurants, erlebt, wie schwierig es sein kann, sich ohne ausreichende Vorbereitung unterwegs vegan zu ernähren, erzählt davon wie „blöd“ manche Menschen aus dem eigenen Umfeld auf einen Veganer reagieren können und hat mir zwischendurch gründlich den Appetit verdorben…

ökologischen fußabdruck verkleinern anständig leben buch


Warum mir das Buch den Appetit auf meinen Tee verdorben hat

Es gibt Fakten, die man kennt, sie aber gern vergisst. Als vor vielen Jahren das Thema Aluminium in Deo aufkam und ich mein Deo danach genauer unter die Lupe nahm, stellte ich erfreut fest, dass mein seit Jahren genutztes Lieblingsdeo frei von Aluminium ist. Demnach ein Thema, über welches ich informiert bin, mir seitdem aber keine Gedanken mehr mache.

Anders ging es mir beim Lesen des Buches mit Plastikflaschen. Wenn ich jetzt schreibe, dass Hitze in Plastikflaschen die enthaltenen Weichmacher (beispielsweise das vielen bekannte BPA) austreten lassen und diese Weichmacher dann als Chemikalien durch das in der Flasche enthaltene Getränk in unseren Körper gelangen – nicht gut. Und ungesund. Warum mich dieses Thema so getroffen hat? Weil beim Lesen meine Sportflasche (aus Plastik) neben mir stand, in der ich am Morgen meinen Tee zubereitet hatte. Meinen Tee, für den ich kochendes Wasser in die Plastikflasche gegossen hatte. Ein Vorgang, den ich schon seit vielen Jahren mache, weil es zum einen günstiger ist, besser schmeckt als pures Wasser aus dem Wasserhahn und ich so das viele Schleppen von schweren Flaschen reduzieren konnte. Außerdem trinke ich sehr gern kalten Tee…

Noch während die Seite vom Buch offen war (bzw. auf meinem eBook-Reader geöffnet war), fragte ich Google nach den Inhaltsstoffen meiner Plastikflasche. Nur soviel: Sie ist nicht frei von BPA. Und ich wusste um die Problematik von BPA in Plastikflaschen, habe aber in meinem eigenen Umfeld nie aktiv darauf geachtet…. Den Tee habe ich danach weggeschüttet.


Warum ist mir das Thema so wichtig?

Ich schulde euch noch eine Antwort auf die Frage, warum ich diese Art von Büchern aktuell so gern lese. Es ist so, dass ich hier auf dem Blog sehr viel zum Thema Minimalismus geschrieben habe, mir aber erst beim Lesen von Büchern aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Ressourcen-Verschwendung aufgefallen ist, dass der eine Bereich den anderen komplett ausschließen kann. Das war mir vorher tatsächlich nicht bewusst, peinlich, ich weiß. Wer absolut minimalistisch eingerichtet ist, aber täglich Billig-Fleisch vom Discounter in Plastik verpackt isst, ist alles, nur nicht wirklich nachhaltig. Wer anders herum nur vegan lebt, sich aber an Produkten tot kauft und frische, regionale Lebensmittel regelmäßig in die Tonne schmeißt oder seine veganen Beautyprodukte im Schrank schlecht werden lässt, ist genauso wenig nachhaltig.

Ich möchte zum Nachdenken anregen. Wenn jeder nur ein bisschen „anständiger lebt“, dann kann das so viel bringen. Auch möchte ich das Bewusstsein schaffen, welches mir selbst oft gefehlt hat und ich bin mir sicher, dass ich noch über vieles stolpern werde, was mich beeindruckt, erschreckt oder Gedanken aufkommen lässt zu Themen, die mir bisher kaum bis gar nicht bewusst waren. Und soviel sei vorab schon verraten: Ich habe hier aktuell noch drei Bücher liegen, die vermutlich ebenfalls aufschlussreich sein werden.

Zudem, so viel Ehrlichkeit muss sein: Als Blogger hat man den Vorteil, dass einem ein paar Menschen zuhören. Und wenn von allen Lesern nur ein einziger ein bisschen anständiger lebt und sich mit dem Thema auseinandersetzt, dann habe ich mehr erreicht als jemand, der das Thema mit sich alleine ausmacht!


Wie setzt sich mein persönlicher ökologischer Fußabdruck zusammen?

Ich möchte es besser machen. Besser als bisher, auch wenn mein persönlicher ökologischer Fußabdruck fast den gleichen Wert hat, wie der von Frau Schill zum Ende ihres Selbstversuches (was ich für mich schon einmal positiv werte).

Nochmal zum Verständnis: Durchschnittlich beträgt ein ökologischer Fußabdruck in Deutschland pro Person ganze 5,3 gha. Ich komme mit meinem Ergebnis auf 3,8 gha.

ökologischen fußabdruck berechnen

Mein schwächster Punkt laut dem Test liegt im Bereich des Wohnens. Ich gebe zu, dass ich damit aber tatsächlich sehr gut leben kann und dies ein Punkt ist, den ich bewusst auch in Zukunft nicht ändern möchte. Ich lebe mit meinem Lieblingsmensch auf rund 160 qm und zahle weniger Miete, als manch einer für eine Einzimmer-Wohnung in München. Wir arbeiten beide von zuhause aus und ja, wir brauchen den Platz und sind froh, diesen zu haben. Natürlich kann man sich über diesen Punkt streiten. Die Zimmer sind großzügig geschnitten, der Flur animiert die Hunde zu regelmäßigen Sprints und zwei Bierzeltgarnituren bei uns im Wohnzimmer aufstellen? Gar kein Problem und wir müssen hierfür noch nicht einmal etwas wegräumen (ja, schon getestet^^). Eine kleine Wohnung wäre demnach grundsätzlich möglich, aber über einen Umzug nachdenken, wenn die aktuellen Gegebenheiten perfekt sind? Ich glaube aktuell nicht…

Ernährung und Konsum lassen sich jedoch noch deutlich verbessern und das möchte ich auch versuchen. Ich verzichte komplett auf Fisch (weil ich keinen mag), esse aber hin und wieder Fleisch. Ich kaufe vieles „bio“, aber nicht alles. Hier ist also demnach noch ein bisschen was möglich.

Wie sieht es im Bereich Mobilität aus? Schwer. Ich verzichte komplett aufs Fliegen (Flugangst sei Dank^^) und nutze nie öffentliche Verkehrsmittel. Warum? Weil ich es nicht kann. Ich lebe so weit draußen auf dem Land, dass sich mir nicht die Möglichkeiten bieten und ich nicht eine Anlaufstelle in meinem Umfeld mit dem Fahrrad erreichen könnte (es sei denn, ich nehme 1-2 Stunden Fahrzeit auf mich). Auf mein Auto bin ich demnach angewiesen und fahre rund 10.000 km im Jahr. Ich lege sämtliche Erledigungen so gut es geht zusammen und verbinde beispielsweise die Fahrt in den Stall mit Einkaufen oder fahre nach dem Pole Dance Training in den Stall (weil gleicher Ort), statt dies erst am nächsten Tag zu machen (auch wenn ich dadurch meist erst zwischen 21 und 22 Uhr daheim bin).

Der Sockelbetrag wird übrigens grundsätzlich für jeden dazu addiert und steht für die Infrastruktur, die selbst nicht bis geringfügig beeinflussbar ist (Straßen, öffentliche Einrichtungen ect.)


Wichtiger Hinweis

Natürlich ist der ökologische Fußabdruck und die Auswertung nicht das Nonplusultra, mit dem wir die Welt retten können. Aber es ist eine Möglichkeit, sich über sein eigenes Verhalten bewusst zu werden und zu sehen, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.


Anständig leben und den ökologischen Fußabdruck verkleinern: Mein Fazit zum Buch von Sarah Schill

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich finde es eine tolle Möglichkeit, mal in einen wirklichen Selbstversuch hinein zu schauen. Das Buch ist ehrlich. Das merkt man durch das eine oder andere Eingeständnis und das begeistert mich mehr, als wenn jemand „immer perfekt“ ist. Ein kleiner Punkt, der mir an manchen Stellen zu viel war, sind die Artikelausschnitte, die im Buch an sehr vielen Stellen eingebunden waren. Die meisten waren durchaus interessant und auch kurz gehalten, aber über zwei/drei habe ich dann doch hinweggeblättert, weil es einfach „zu fachlich/zu uninteressant“ für meinen persönlichen Geschmack war.

Dennoch würde ich das Buch empfehlen, wenn man sich mal anschauen mag, wie der Beginn sein kann, wenn man anständig leben möchte und wie sich die eine oder andere Hürde überwinden lässt. Auch gibt Frau Schill viele Einblicke, die mich durchaus überrascht haben (beispielsweise, dass manche Geschäfte einen besseren Ruf haben, als es in Wahrheit der Fall ist). Wer sich für das Thema Nachhaltigkeit interessiert und sich ein paar Gedankenanstöße für das eigene Leben mitnehmen will, sollte mal einen Blick ins Buch werfen!

Wie ihr euren eigenen ökologischen Fußabdruck messen könnt? Einfach hier klicken und hinterlasst mir gern eure Ergebnisse in den Kommentaren – sofern ihr euch traut 🙂


Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Verlagsgruppe Random House GmbH für die kostenfreie Zusendung des Buches als Rezensionsexemplar!

9 Comments

    • Ok, schockiert hört sich nicht gut an 😀 Mach dir aber keinen Stress. Vielleicht reichen ja schon kleine Kleinigkeiten aus, die den Wert verbessern? Halte mich doch gern mal auf dem Laufenden, wenn du etwas ändern solltest. Würde mich doch mal interessieren 🙂

  • Das Buch hört sich sehr spannend an! Ich liebe solche Bücher, aber da ich natürlich auch auf dieser Ebene nachhaltig agieren will verkneife ich es mir, andauernd neue zu kaufen….. ;oD
    Leider funktioniert der Link zum Test bei mir irgendwie nicht. Aber ich hab einen gefunden vom WWF Schweiz und der besagt, dass ich 20% unter der schweizerischen Durchschnitt liege mit meinem Fussabdruck. Da bin ich jetzt fast ein bisschen stolz drauf und dieses Resultat gibt mir gleich noch viel Schub, um weiter dranzubleiben und noch besser zu werden!
    Die Sache mit dem Auto gestaltet sich bei mir genau gleich wie bei dir. Mein Arbeitsweg wird zum Zeitfresser, wenn ich den mit dem Öffi machen würde. Aufwand und Ertrag stehen so für mich in keinem Verhältnis! Wenn man auf dem Land wohnt sieht die Geschichte halt schon ganz anders aus….
    Ich denke jeder von uns, der sich um so viel Nachhaltigkeit wie möglich in seinem Leben bemüht, steht immer mal wieder vor Hindernissen, die ganz schwierig zu umschiffen sind. Aber man darf sich nicht beirren lassen, und grade der Austausch wie hier auf entsprechend „gearteten“ Blogs zeigt doch immer wieder Lösungen auf.
    Also fröhlich weiter voran!
    Hummelzherzensgrüsse!

    • Ui, dein Wert hört sich ja toll an! Du hast absolut Recht: Hindernisse wird es immer geben und das ist auch vollkommen in Ordnung so, denn nur so merkt man vielleicht mal bewusst, was eigentlich alles falsch läuft in der Gesellschaft. Früher gab es in gefühlt jedem kleinen Kaff einen Tante-Emma-Laden, so dass man auf Verkehrsmittel kaum bis gar nicht angewiesen war, wenn man mal eben was brauchte. Heute sind sie weitestgehend ausgestorben – und wer ist Schuld? Wir, die lieber dort einkaufen gehen, wo es hip ist und wir den Käse in 20 verschiedenen Sorten präsentiert bekommen. Manchmal wünsche ich mir ein wenig mehr „back to the roots“…

      Liebe Grüße an dich und einen schönen Wochenstart 🙂

  • Ich hab mich letztens gefragt, ob man mit vegan-nachhaltig-ökologisch überhaupt die Welt retten kann. Nehmen wir mal folgendes Beispiel: Lederjacke. Ein Veganer würde so etwas nicht kaufen, will aber genauso cool aussehen. Also kauft er/sich eine Kunstlederjacke. Die besteht aber aus PVC oder anderen Kunststoffen. Schon jammern die Mikroplastik-Leute herum. Spätestens, wenn die Jacke verbrannt wird gibt es fiese Gase. Natürlich, denkt sich der nachhaltige Mensch und kauft sich eine Baumwolljacke – Blöd nur, dass Baumwolle hier gar nicht wächst. Die anderen Jacken landen trotzdem im Laden. Wenn sie nicht verkauft werden, werden sie durch die halbe Welt geschifft.

    Wer lebt also nachhaltiger? Derjenige, der sich alle 10 Jahre iene Echtleder-Jacke kauft, für die ein Tier stirbt – Derjenige, der sich alle zwei Jahre eine Plastikjacke kauft – Oder derjenige, der eine Baumwolljacke kauft? Das ist im Detail gar nicht mal so einfach zu beantworten…

    Ich habe mir wirklich viele Gedanken über dieses Thema gemacht und muss sagen, dass es furchtbar schwierig ist „komplett gescheit“ zu sein. Es gibt Bereiche, wo ich es definitiv versuche und andere, in denen Bequemlichkeit (Plastikflaschen), Verträglichkeit (Kosmetik) oder Preise (Kleidung) eindeutig siegen. Ich hab einfach keine Lust mehr, mir Gedanken darüber zu machen, woher mein Tee oder Kakao stammt, denn Wasser alleine löst meine Probleme nicht. Absolut puristisch zu leben macht mich nicht glücklich. Ehrlich gesagt ist mir auch gar nicht mehr so wichtig „richtig gescheit“ zu sein, sondern sich überhaupt mit diesem Thema beschäftigt zu haben und daraus seine Lehren zu ziehen. Wenn es halt nicht geht, dann geht es nicht. Aber dann weiß ich zumindest, was ich da eingehe, warum und mach mich nicht mehr über Leute lustig, die bewusst anders leben als ich. Wenn sich jeder informieren würde und zumindest einen winzigen Teil in seinem Leben umkrempelt, ginge es ALLEN besser. Das vergessen leider viele. Du hast wirklich Recht damit, dass man nicht alleine nachhaltig lebt, wenn man öko, bio und vegan einkauft. Deswegen DANKE für diesen Post und diese Ehrlichkeit!

    Beim Fußabdruck komme ich übrigen auf etwa den gleichen Wert wie du 😉 Eine Frostbeule heizt halt viel, Arbeit und Uni zwingt mich viel unterwegs zu sein… Da wo ich was ändern kann tu ich’s.

    • Danke für deine mega Antwort <3 Mit dem Beispiel der Lederjacke hast du definitiv ins Schwarze getroffen. Es könnte wohl kaum ein besseres Beispiel geben und auch ich wüsste spontan nicht, welche Variante nachhaltiger ist... Ich glaube, hierzu muss ich mir mal intensiver Gedanken machen 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.