Motiviert an einem Buch arbeiten…

Motivation, Buch schreiben

„Motiviert an einem Buch arbeiten“ ist der Plan, denn ich habe heute frei.
Es ist 7.08 Uhr als ich auf mein Handy schaue. Perfekt!
Perfekt um früh in den Tag zu starten, an meinem Buch zu schreiben, an meiner Karriere zu arbeiten und den Tag voll und ganz auszuschöpfen.
Es ist 8.34 Uhr als ich an meiner Tasse nippe und merke, dass der Cappuccino bereits leer ist, ich noch keine Silbe an meinem Buch gearbeitet habe, die Wärmflasche kalt ist und ich eigentlich schon längst unter der Dusche stehen sollte, falls gleich der Postbote klingelt, auf den ich eigentlich gar nicht warte.
Um 8.50 Uhr überlege ich immer noch, ob es sich wirklich lohnt duschen zu gehen. Eigentlich habe ich ja heute nichts vor und müsste das Haus nicht verlassen, wenn nur die Sonne nicht so herrlich scheinen würde…
Es ist 9.43 Uhr. Ich habe nun doch geduscht, mich mit einer toll duftenden Bodylotion eingecremt, meine Füße mit einem Fußpeeling und anschließend mit Fußbutter verwöhnt, mein Gesicht mit einem  Gesichtsöl behandelt und nun fühle ich mich bereit.
Wofür weiß ich jedoch irgendwie nicht so ganz. Neben mir dampft (mal wieder) eine Tasse Stracciatella-Cappuccino und ich habe Zeit. So viel Zeit um an meiner Karriere als “was auch immer” zu arbeiten und an meinem Buch zu schreiben.
Es ist 11.21 Uhr und ich habe immer noch nichts geschafft, was man als produktiv bezeichnen könnte. Das Lesen verschiedener Blogs und das Lackieren der Nägel gehört sicherlich nicht zur Kategorie “Produktiv und Karrierefördernd”, oder doch?
11.35 Uhr. Ich bin immer noch mit mir am Hadern. Funktioniert so das Leben einer angehenden Buchautorin? Am Schreibtisch sitzen und vor sich hin starren, auf Gedankenblitze hoffen und verträumt aus dem Fenster starren?
12.43 Uhr. Ich habe ein Dinkel-Schokomüsli mit Hafermilch und einer Banane gegessen und dabei Shopping Queen geguckt. Wie verzweifelt muss man eigentlich sein, seine Wohnung in Rosa zu streichen?
13.05 Uhr. Der Tag hat immer noch nichts produktives erfahren und so beschließe ich, erst einmal raus und joggen zu gehen.
Um 14.27 Uhr stelle ich fest, dass ich immer noch nicht draußen war. Lag eventuell daran, dass ich mit der InStyle auf der Couch hängen geblieben bin. Aber ein wenig Inspiration kann ja nicht schaden!
Es ist 19.36 Uhr. Die Badewanne füllt sich langsam mit heißem Wasser und ein wenig Melissenöl erfreut meine Sinne.
Habe ich mir dieses Schaumbad überhaupt verdient? Immerhin habe ich heute nicht eine Zeile geschrieben, die Wohnung nicht verlassen und stattdessen bei herrlichem Sonnenschein auf der Couch gegammelt (ich beneide jeden, der wenigstens einen Balkon hat!)!
Ich beschließe, mir darüber in der Badewanne Gedanken zu machen und morgen, ja morgen werde ich so richtig durchstarten!

P.S. Motiviert an einem Buch arbeiten, wenn es denn so leicht wäre..

10 Comments

  • dreamertalks 25. Oktober 2014 at 2:06 pm

    Oha, ich habe gerade das Gefühl in einen Spiegel zu schauen! (nur, dass ich mir immer Tee neu koche anstatt Cappu, aber die Ziehzeit nutze ich dann immer für so sinnige Dinge wie im Kühlschrank nach was zu Essen zu suchen)
    Schön, dass es nicht nur mir allein so geht!

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  • Lila 26. Oktober 2014 at 10:18 pm

    Sorry, wenn ich frage, aber redest du eher von einem Roman, einem Ideen-Notizbuch oder einem Tagebuch? Bist du nun voran gekommen?

    Wenn du an einem Roman arbeitest, wäre das NaNoWriMo vielleicht das Richtige für dich. Es ist ein Projekt bei dem du im November so und so viele Wörter setzt und eine Geschichte runterschreibst, für dich selbst. Ich hab selbst noch nicht mitgemacht, weil ich im November IMMER in der Klausurvorbereitung stecke.
    Wenn man aber einmal die Feder gesetzt hat und seine ersten fünfzig Seiten runtergeschrieben hat, fließen die restlichen 300 bis 600 Seiten wie von selbst. Ich hatte kürzlich auch einen Hänger (Geschichte war an einer Stelle unlogisch und mein bester Kumpel musste sie entfriemeln), aber seit wir das Problem gelöst haben, kann ich nicht mehr mit dem Schreiben aufhören. Ich könnte heute weitere 50 Seiten vornehmen …Ja, das Buch wird irgendwann fertig und zwar bald 😀

    Diese Art von Produktivität hab ich jeden Morgen wenn ich früh aufstehn möchte um zu lernen o.ä. zu erledigen. Ich krieg morgens einfach nichts gebacken -.- Nachmittags bin ich meistens so plattt, dass ich keine Lust mehr habe. Und Abends… hab ich Lust auf andere Dinge xD Wie z.B. Bücher schreiben oder Mailen…

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    • FashionqueensDiary 28. Oktober 2014 at 8:07 pm

      Ich rede tatsächlich von einem Buch 🙂 Ja, ich stehe quasi kurz vorm Ende und da hänge ich jetzt fest…
      Das Projekt kenn ich, ist aber nix für mich. Ich will nur endlich fertig werden und hänge mich da jetzt rein….kann nur besser werden^^

      Du schreibst auch? Finde ich cool. Berichtest du, wenn du fertig bist?

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      • Lila 29. Oktober 2014 at 11:58 pm

        Ich kenne dieses Problem. Das passiert, wenn man von der Geschichte und den Figuren keinen Abschied nehmen möchte und, wenn einem kein Ende 100% zusagt, weil man eigentlich kein Ende will. Das Ende einer Geschichte hat mich mal Monate gekostet und ich habe es trotzdem im Geiste weitergeschrieben. Ich werd das Problem auch bald (wieder) haben, weil ich mit der Korrektur fast durch bin und das Projekt dann endgültig bei Seite legen muss.
        Wir können gerne über die Schreibereien reden aber bitte via E-Mail. Ich habe mit dem Projekt ernsthafte Pläne, über die ich nicht öffentlich reden möchte.

        P.S. Sorry, wenn ich dreifach kommentiert habe, das Tool will grad nicht >.<

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  • danielajaeggi 28. Oktober 2014 at 8:59 pm

    Cooler Schreibstil, gefällt mir sehr! 🙂

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  • Fashion Queens´s Diary – das Buch | FashionqueensDiary 2. April 2016 at 11:50 am

    […] von Kolumnen und Beiträgen, die ich eigentlich mal für den Blog geplant hatte (ähnlich wie dieser Beitrag zum Beispiel). Die Story “drumherum” entwickelte sich erst mit der Zeit. Ich schrieb […]

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  • Fashion Queen´s Diary – das Buch | FashionqueensDiary 2. April 2016 at 11:55 am

    […] von Kolumnen und Beiträgen, die ich eigentlich mal für den Blog geplant hatte (ähnlich wie dieser Beitrag zum Beispiel). Die Story “drumherum” entwickelte sich erst mit der Zeit. Ich schrieb […]

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  • jadesbooks 9. April 2016 at 10:12 pm

    Ach wie schön, dass es nicht nur mir so geht *seufz*… 🙂 Ich fühle mich ja fast ein wenig ertappt! Sehr schön amüsant geschrieben, by the way, ich bin immer noch am Schmunzeln!
    xoxo, Jade

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