Diary of the last weeks – mit Vollgas durchs Leben

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Up and down and up and down…. So könnte man wohl meine Stimmung in den letzten Wochen beschreiben. Es war eine richtig unangenehme Zeit, auch wenn sich das jetzt komisch anhört. Am schlimmsten war die ständige Müdigkeit, die mich über 3 Wochen regelrecht dahingerafft hat. Es war so heftig, dass ich mich fast jeden Nachmittag habe hinlegen müssen und es nach wenigen Tagen aufgegeben habe, noch mit Red Bull gegen zu steuern (selbst mit Kaffee habe ich es probiert, obwohl ich das Zeug einfach nur wiederlich finde…). Auf jeden Fall hat nichts geholfen und da es mir dadurch alles andere als gut ging (dieses ständige müde sein kann echt an einem zehren), habe ich einfach mal körperlich alles checken lassen: bis auf kleine Hormonschwankungen bin ich gesund und der Arzt kann es sich nur mit Herbstblues erklären – das will man doch hören^^

Aufgrund der letzten Wochen ist mir auch das Arbeiten verdammt schwer gefallen. Es mag sich für manche nach wirklich viel „Mimimi“ anhören, aber wenn man jeden Nachmittag am Schreibtisch sitzt und wirklich kramphaft gegen die Müdigkeit ankämpft, ist das echt nicht schön. Spazieren gehen, Fenster aufreißen, selbst Koffein-Tabletten – alles durch und nichts hat geholfen.

Mit Vollgas durchs Leben

Vieles von dem was ich mir vorgenommen habe, habe ich entsprechend zeitlich nicht umsetzen können und nehme es nun nach und nach in Angriff. Ein sehr guter Freund fragte mich dann, wie viel Urlaub ich denn dieses Jahr hatte. Nöp, falsche Frage. Das Jahr hatte ja schon heftig gestartet. Manche erinnern sich vielleicht noch an meinen Beitrag „Raus aus dem Hamsterrad„. Das ganze Jahr habe ich mit Vollgas genommen, nebenbei ein Buch geschrieben und veröffentlicht, bin bis Juli einem Fulltime-Job, dem Bloggen und meiner (damals noch nebenberuflichen) Selbstständigkeit nachgegangen und habe jede freie Minute genutzt um meinen Traum der Selbstständigkeit zu verwirklichen, bis ich es dann im Juli tatsächlich umgesetzt habe. Urlaub im Fulltime-Job war lediglich eine Zeit, die ich für meine Selbstständigkeit genutzt habe. Ich war entsprechend nicht im Urlaub, habe im kompletten Jahr an lediglich 5 (!!!) Tagen den Laptop nicht angehabt und vielleicht erklärt sich damit auch der Herbstblues…

Träume verwirklichen? Kann ich!

Und trotz allem würde ich alles ganz genauso nochmals machen! Durchstarten, Gas geben, nochmals einen Gang hochschalten und das Pedal durchdrücken. Notfalls so lange, bis ich die Höchstgeschwindigkeit überschritten habe und automatisch ausgebremst werden – in diesem Fall hat mein Körper die Bremse gezogen. Aber das ist ok. Mir war lediglich wichtig, dass ich körperlich gesund bin.

Das Jahr 2016 war trotz allem bisher das beste Jahr meines Lebens! Ich habe meine Träume verwirklicht, die Anfang 2016 so langsam entstanden und dann plötzlich zum Greifen nahe waren. Und wenn man seine Träume verwirklichen kann und im richtigen Moment den Mut dazu hat… warum sollte man dann nicht Anlauf nehmen und den Sprung wagen? Abstürzen kann man immer, aber ein Leben ohne Risiko wäre wohl ohnehin langweilig.

Wie es nun weitergeht

Priorität hat für mich nun aktuell die Optimierung von allem. Die Zeit für Business und Privat ein wenig besser planen, weitere Träume (langsam!) in Angriff nehmen. Aktuell bin ich wieder euphorisch, habe mein persönliches Hoch. Während ich diese Zeilen tippe ist es Samstag Nachmittag, 17.15 Uhr. Mit guter Laune Musik stimme ich mich auf den Abend ein, da heute Party mit den Mädels angesagt ist. Noch mehr Leben. Das war einer meiner Vorsätze und muss wieder so viel öfter im Mittelpunkt stehen. Nächste Woche Freitag ist schon Kino geplant und auch für Dezember gibt es schon Pläne (u.a. nochmals ein Live-Escape-Game), Weihnachtsmärkte besuchen und wenn alles klappt wie geplant, soll auch noch ein Wellness-Wochenende auf dem Programm stehen.

Blogging

Der Blog kam zu kurz. Da muss und will ich mich gar nicht erklären. Im Dezember wird es aber einen tollen Adventskalender für euch geben, den ich und einige andere tolle Blogger für euch auf die Beine gestellt haben (also ab dem 01.12. schön vorbeischauen, damit ihr seht, wo dann ein Türchen zu öffnen ist ;-)). Zusätzlich gibt es eine Blogvorstellung (wer noch teilnehmen mag schreibt mir einfach per E-Mail!) und den Rest mache ich (wie fast immer) spontan. An dieser Stelle mag ich aber ein herzliches Dankeschön an jeden aussprechen, der mir in den letzten Wochen mit Worten Mut gemacht und mich zum Lächeln gebracht hat. In manchen Momenten tuen liebe Worte so unendlich gut und bauen für einen kleinen Moment wieder auf! Daher: ihr seid die besten!!!

Gedanken

Ich weiß nicht, ob dieses Thema etwas auf dem Blog verloren hat, aber dieser Blog ist eben auch mein „Diary“ und schreiben tut bekanntlich gut. Ich knabbere seit Monaten an etwas, das ich kaum beschreiben kann. Kennt ihr das, wenn euch ein Mensch sehr nahe gestanden hat und dieser Mensch sich plötzlich einfach nicht mehr meldet? Ausreden wie „keine Zeit“ kommen? Mal ehrlich, hat nicht jeder Mensch mal eine Minute für eine Whats App Nachricht? Es tut weh, vor allem weil ich nicht weiß warum und auf Nachfragen kommt nur die „keine Zeit-Antwort“. Es ist immer noch unausgesprochenes zwischen uns und ich kann es nicht erklären, weil ich nicht weiß wie. Wie auch, wenn plötzliches Desinteresse zu bestehen scheint… Oder diese Person hat vorher einfach nur mit mir gespielt – das wäre auch eine Erklärung, die aber noch mehr weh tut. Ich frage mich manchmal, ob gewisse Menschen wissen, wie wichtig sie einem (geworden) sind. Was würdet ihr tun?

Ihr Lieben…

Ich mache mich nun fertig für den Abend, gehe noch eine Runde mit den Hunden und lasse heute Abend einfach mal alle Gedanken daheim. Ich freue mich auf die Party, auf gute Musik, tolle Gespräche und wünsche euch daher ein ganz tolles Wochenende!!!

20 Comments

  • shadownlight 19. November 2016 at 7:06 pm

    Hey, ich finde es gut, dass Du Deine Tage strukturiert und die Müdigkeit kenne ich zu gut. Ob es am Wetter und an der fehlenden Sonne liegt?
    Ich wünsche Dir ganz viel Energie!
    Liebe Grüße!

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    • Sonja 20. November 2016 at 9:36 am

      Lieben Dank dir! Fehlende Sonne? Vielleicht auch mit einer der Gründe, ich bin nur froh, dass ich jetzt wieder „fit“ bin und war heute Morgen schon eine Runde im Herbststurm mit den Hunden spazieren – ohne Sonne und es tat dennoch gut 😀 LG

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  • Tabea 19. November 2016 at 7:59 pm

    Müdigkeit klingt schrecklich… Und ein Herbstbluses auch, denn der geht ja nicht einfach so wieder weg, da er doch vom wenigen Sonnenlicht kommt, oder? Trotzdem drücke ich dir die Daumen, dass es schnell wieder besser wird!

    Dein enormes Arbeitspensum könnte aber auch nur zu gut der Auslöser für die Abgeschlagenheit sein. Pass bloß auf dich auf, nicht dass dich eine einfach Erkältung am Ende total ausknockt…
    Kannst du dir vielleicht einfach mal ein paar Tage Auszeit gönnen? (Ich weiß, dass das schwer ist, denn ich arbeite auch an jedem freien Tag am Blog ;)).
    Wie du liebe ich es aber auch, alles zu geben – auch, wenn ich danach eben zwangsweise „Pause“ machen muss. Daher habe ich auch den ganzen Sommer nach dem Abitur gearbeitet, bis ich nach zwei Kurzurlauben umgezogen bin und bereits im August im Partnerbetrieb des dualen Studiums angefangen habe 😉 Unproduktiv sein macht mich einfach unglücklich…
    Das 2016 für dich also so gut gelaufen ist, freut mich natürlich riesig!!! 🙂 So muss das sein – etwas wagen, sein Bestes geben – und Erfolg haben! 😉 (Oder zur Not aus der Bruchlandung lernen…)

    Deine Zukunftspläne klingen für mich auch nicht schlecht. Weihnachtsmarkt nächstes Wochenende und Kino morgen stehen bei mir auch auf dem Programm. Das Sozialleben ist halt auch wichtig.

    Dein Gedanken-Punkt ist sehr traurig. Ja, ich kenne das. Und ich hasse sowas… generell: Menschen dürfen nicht einfach so aus meinem Leben verschwinden, wenn ich sie mag. Nicht, ohne dass es einen echten Grund gibt. Ich will wissen, was ich falsch gemacht haben (und vorzugsweise die Möglichkeit haben, mich zu bessern).

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und viel Spaß auf der Party! Genieß es 🙂

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    • Sonja 20. November 2016 at 9:39 am

      Lieben Dank dir! Eine Grippe habe ich Ende August bereits hinter mir und seitdem geht es eigentlich – zumindest was wirkliche Krankheiten betrifft^^ Du kennst aber auch keine Bremse in deinem Leben, oder? 😉 Ich mag es ja auch so gar nicht, wenn ich unkreativ bin, aber ich habe manchmal das Gefühl, selbst übers Ziel hinaus zu schießen… Naja, ein Lernprozess eben 🙂 Welchen Kinofilm schaust du dir an?
      Ich wünsche dir auch noch einen schönen Sonntag und Danke, die Party war toll 🙂

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  • Anne 19. November 2016 at 9:45 pm

    Ich mag deine Art zu schreiben sehr 🙂 Schön, dass es dir wieder gut geht! Dieses Herbsttief durchlebe ich auch gerade und sich mal alles von der Seele zu reden, aufzutanken (und ja, Urlaub vom Home Office wäre toll …) tut echt gut. Zu deiner Frage am Ende – ich kenne das Gefühl, habe das ähnlich erlebt, aber eher indirekt. Und ich glaube, es ist gut, wenn man sich selbst einfach sagt: „Okay, die Person hat keinen Platz mehr für mich in ihrem Leben, oder will mir keinen Platz machen, aber das ist okay und ich trage es ihr nicht nach. Es kommen neue Menschen oder ich halte die, die ich noch habe.“ Gerade das mit dem Nachtragen finde ich wichtig, weil sonst immer so ein bitterer Beigeschmack mitschwingt, wenn man über die Person redet oder an sie denkt. Wenn man nicht unbedingt von jemandem abhängig ist oder einen superviel verbindet, dann ist es auch iO, wenn sich die Wege trennen. Ideal zwar nicht, ohne Aussprache, aber man kann nichts erzwingen. 😮
    Liebe Grüße!

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    • Sonja 20. November 2016 at 9:43 am

      Danke dir liebe Anne! Urlaub vom Home Office – ich habe keine Ahnung, ob ich das wirklich kann. Wenn ich wegfahre, ok, aber wenn ich daheim bin, fällt es mir schon schwer, nicht mal eben „zwischendurch“ noch ein wenig was zu arbeiten.
      Mit dem Nachtragen hast du absolut Recht. Ich bin auch nicht nachtragend, aber es tut schon weh wenn man weiß, dass man einen lieben Menschen regelrecht verloren hat und nicht weiß, ob dieser Kontakt nochmals so sein wird, wie er mal war. Sie war in manchen Momenten wie eine Seelenverwandte für mich, hat mich verstanden und oft gewusst was ich denke, ohne dass ich es aussprechen musste. Wenn wir uns nicht so nahe gestanden hätten und sie nicht so lange an meinem Leben teilgenommen hätte, würde es mir vielleicht einfacher fallen…, aber du hast Recht, erzwingen lässt sich so etwas nicht.
      Liebe Grüße auch an dich und noch einen schönen Sonntag!

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  • Lila 19. November 2016 at 10:50 pm

    Mir ging es in den letzten drei Wochen leider ähnlich. Ich habe zig Baustellen gehabt, die alle sehr langsam voran gehen. Und so hatte ich fast jeden Tag bis mindestens 20 Uhr zu tun… Heute hab ich erstmal 10 Stunden geratzt und ich werde wohl morgen auch nichts konstruktives tun.

    Leider hab ich dieses Phänomen, dass sich manche Personen von heute auf morgen nicht mehr melden, sehr oft durchlebt. In den meisten Fällen hat die Person Stress oder benötigt eine Auszeit, selten ist wirklich ein Motiv dahinter, das einen direkt betrifft. Es ist mir leider auch schon passiert, dass ich Leute über 3 Monate vernachlässigt habe. Ich war tatsächlich im Stress und nicht in der Laune mit irgendwem zu reden. Also habe ich mehrere Monate nur mit den gleichen drei Nasen Kontakt gehabt und den Rest vergessen, weil ich auch gar nicht wusste, was ich denen erzählen soll. Ich mag es nicht aus der Versenkung aufzutauchen und dann nur schlechte Nachrichten mitzubringen. Wenn mir jemand zu oft mit „Keine Zeit“ kommt bzw. das Telefon wegdrückt, bin ich schnippisch genug um der/demjenigen „Meld dich wenn du wieder Zeit hast“ zurück zu schreiben. Vielleicht melde ich mich in 1-2 Monaten nochmal mit einem neutralen „Hallo“. Wenn dann nichts kommt, kann mir die Person gestohlen bleiben. Eine Aussprache lohnt sich meistens nicht, denn die aufrichtigen und verlässlichen Personen sagen dir relativ schnell wenn etwas nicht passt, bevor es so weit kommt.

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    • Sonja 20. November 2016 at 9:47 am

      Wie ich das so lese, bin ich hier tatsächlich nicht die einzige, die das Gefühl hat, regelrecht abzusaufen 😀
      Aber du hast Recht: sich „rar machen“, weil einfach wirklich keine Zeit da ist, ist vollkommen ok und da habe ich auch Verständnis für. Aber es klingt bei ihr so oft nach Ausrede und wenn ich nachfrage, dann kommt eben nichts mehr. Ich erwarte auf Fragen oder Nachrichten keine Antwort innerhalb von Minuten. Aber nach Wochen es nicht einmal zu schaffen, zwei Zeilen zu schreiben? Ich habe noch immer die Hoffnung, dass sie, wenn sie vielleicht für sich nochmals zur Ruhe gekommen ist, vielleicht nochmals an unsere Freundschaft denkt – wünschen würde ich es mir, denn es würde weh tun, sie auch gedanklich ganz aus meinem Leben zu verbannen…

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  • shadownlight 20. November 2016 at 10:55 am

    Hey, ich kann mir vorstellen, dass einfach die frische Luft sehr gut tut. Ja die Sonne liefert das Vitamin D und wenn man daran Mangel hat kann es zu Müdigkeit führen. Vielleicht sagt man deshalb auch im Volksmund: ich mache Winterschlaf?
    Liebe Grüße!

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  • Lila 20. November 2016 at 2:42 pm

    Ich kenne die Person nicht gut genug um zu sagen, ob sie sich aus ernsthaften persönlichen Problemen rar macht oder mit dir abschließen möchte. Manchmal kann man der Person auch keine Erklärung schulden, weil man sich auseinander gelebt hat, sprich Gemeinsamkeiten und Interessen langsam auseinander gedriftet sind. Ich würde jedenfalls nicht zu viel deiner Freundin erwarten. Leider musste ich schon mehrmals die Feststellung machen, dass langjährige enge Freundschaft nicht bedeutet, dass sie nicht von heute auf morgen kaputt geht. Vor wenigen Monaten habe ich mit jemandem abschließen müssen mit dem ich 15 (!) Jahre lang jeden Tag geschrieben habe. Wir hatten uns schon mehrere Monate nichts mehr zu sagen, aber wenn jemand wegzieht ohne die Adresse durchzugeben (ja, noch nicht einmal auf Anfrage!), verliere ich den Glauben daran, dass man irgendwann wieder zueinander findet, geschweige denn, ob man das überhaupt noch möchte. Die Illusion ewiger Freundschaft hat mich mittlerweile verlassen. Ich hoffe nur, dass ich in jedem meiner zukünftigen Lebensabschnitte genug Leute haben werde um nicht zu vereinsamen.

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  • Tabea 20. November 2016 at 7:30 pm

    Freut mich, dass die Party so gut war!
    Ich habe Willkommen bei den Hermanns gesehen und bin echt begeistert vom Film. Sonst langweilen mich Filme oft passagenweise, aber dieser war durchweg wunderbar und interessant!

    Liebe Grüße

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    • Sonja 20. November 2016 at 8:52 pm

      Der Film sagt mir gar nichts. Ich schaue am Freitag Inferno 🙂

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  • carrieslifestyle 21. November 2016 at 7:23 am

    danke für den großartigen Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

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    • Sonja 21. November 2016 at 4:46 pm

      Danke für deine lieben Worte 🙂

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  • Andrea 21. November 2016 at 6:35 pm

    Liebe Sonja, ich kann das gut verstehen mit der Müdigkeit. Ich habe solche Phasen auch schon hinter mir und dachte immer, wie gut, dass Du Dich hinlegen kannst, denn ich bin dann auch zu nichts in der Lage. Da ich ein absoluter Morgenmensch bin, ist ab 15 Uhr rum eh nicht mehr meine produktive Zeit und wenn dann diese bleierne Müdigkeit dazu kommt, ist der Tag für den Arsch, auf gut Deutsch, denn immer nachgeben geht eben nicht. Es freut mich aber, zu hören, dass Du gesund bist und nichts Organisches vorliegt.

    So wie es klingt, hast Du wohl ein bissel zu viel aufs Gaspedal gedrückt – keine Frage, es war sinnvoll und Du wolltest es so, so mitten im Umbruch denkt man sicher an alles, nur nicht daran, sich auszuruhen. Vielleicht war das jetzt ein kleines Warnzeichen, was Du dennoch ernst nehmen solltest (diese Müdigkeit und Antriebslosigkeit) und ich finde es gut, dass Du privat wieder für mehr Ausgleich sorgst, denn das ist wichtig, um im Alltag gut zu funktionieren.

    Was das Thema „keine Zeit“ bei der besagten Person aus Deinem Umfeld angeht, finde ich es immer sehr schäbig, wenn Menschen sich auf diese Art und Weise aus dem Leben schleichen. Womöglich, weil es leichter ist als zu sagen, dass es nicht mehr passt oder sonstiges. Ich habe so etwas hier und da auch erlebt. Und leider feststellen müssen, wenn ich selbst nicht aktiv werde, kann ich das nicht verarbeiten. Mir hat es immer geholfen, solchen Personen eine Mail oder einen Brief zu schreiben (notfalls auch, OHNE abzuschicken, wenn man nicht sicher ist, ob ihn die andere Person wirklich bekommen soll), denn dann hat man wieder das Gefühl, dass der Kontakt da ist, auch, wenn er einseitig ist. Und darin auch ganz offen sagen, was einen bedrückt, dass man die Reaktion nicht verstehen kann und freundlich um Aufklärung bitten, ruhig auch mit dem Hinweis, dass man hofft, das noch wert zu sein (das kratzt dann bei manchen doch am Ego und sie geben sich nen Ruck). Und: Sollte die erhoffte Antwort ausbleiben, habe ich für mich dann beschlossen, dass diese Menschen NICHTS wert sind und das meine ich wirklich so. Sicher tut das alles weh, aber wer braucht denn solche Menschen in seinem Leben? Ich nicht und ich habe es nie bereut, nicht mehr befreundet zu sein. Es ist kein Thema zu sagen, es passt nicht oder „keine Zeit“ darf man mal sagen, aber nicht über einen längeren Zeitraum, vor allem, wenn man weiß, der andere macht sich Gedanken und nimmt es persönlich, was hier und da auch zutrifft. Alles muss man sich nicht gefallen lassen und sollte deutlich Grenzen ziehen, denn wenn es keinen Grund für die Verhaltensweise der anderen Person gibt, ist es umso schlimmer, wenn man, wie Du jetzt, schon seit Monaten darunter leidet. Bei einer solchen Vorgehensweise (Mail, Brief o.ä.) kann man sich hinterher selbst wenigstens sagen, dass man aus seiner Sicht alles getan hat, um diesen Kontakt zu „retten“. Erzwingen lässt sich nichts und wie gesagt, wenn nichts kommt, weg mit solchen Menschen. Eine Antwort wäre das Minimum. Ich wünsche Dir, dass Du da bald Aufklärung bekommst und vielleicht hilft mein Tipp ja 🙂 Ganz liebe Grüße

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    • Sonja 22. November 2016 at 9:34 am

      Lieben dank für dein mega Kommentar 😀 Ich habe meine produktiven Phasen früh Morgens oder spät Abends. So um die Mittagszeit geht bei mir auch gar nichts.
      Lieben Dank für deine Tipps. Ich denke, in solchen Situationen gibt es grundsätzlich kein Richtig oder Falsch. Ich habe für mich beschlossen, dieser Person noch Zeit zu geben. An Weihnachten werde ich vielleicht nochmals einen persönlichen Gruß verschicken und wenn sich dann nichts mehr tut, dann weiß ich wenigstens woran ich bin :/ Auch wenn es sich komisch anhört, aber ich habe das Gefühl deshalb an dieser Person so zu hängen, weil ich mit ihr einen der (für mich) wunderbarsten Momente meines Lebens verbracht habe und auch heute noch immer mit einem Glücksgefühl durchströmt werde, wenn ich daran denke. Aber so ist das Leben und wer weiß, was sich noch tut…
      Liebe Grüße an dich und eine tolle Woche!

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  • Tabea 21. November 2016 at 7:13 pm

    Also den Titel habe ich schon mal gehört… aber worum es da jetzt geht, weiß ich auch nicht 😉
    Willkommen bei den Hermanns handelt von einer Familie (zwei im Rentenalter und deren Kinder um die 30 und der Enkel mit 12), bei der einiges schief läuft. Also familiäre Spannungen, Jobprobleme, etc. Und die Frau will die Welt verbessern und adoptiert daher gegen den Willen des Mannes einen Flüchtling, der dann aber ständig der Polizei in die Finger fällt, weil irgendwas unglücklich läuft… und dann am Ende entscheidet sich, ob er dennoch Asyl bekommt. Ist eine Komödie und war sowohl lustig, als auch traurig und vereinzelt schnulzig schön 😉

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    • Sonja 22. November 2016 at 9:35 am

      Inferno ist der Film von Dan Brown (Iluminati, Sagrileg ect.). Komödien sind nicht soooo mein Fall, da muss ich schon echt Lust drauf haben 🙂

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  • Andrea 23. November 2016 at 8:21 am

    Mmh, das verstehe ich schon, wenn es ein Mensch ist, an dem ganz besonders Dein Herz hängt, da muss dann sowieso jeder gucken, was für ihn selbst noch vertretbar ist. Ich hoffe, dass sich die Chance geben und das Warten für Dich lohnt, wenn es Dir wichtig ist.

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  • Mit dem Erfolgstagebuch zu mehr Motivation 25. November 2016 at 6:02 am

    […] letzter Zeit hatte meine Arbeit durchaus durch die ständige Müdigkeit gelitten. Dann gab es diese Tage, an denen mir die Deadlines im Nacken saßen und ich nur dachte: […]

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