Mit dem Erfolgstagebuch zu mehr Motivation

erfolgstagebuch

Es gibt diese Tage, an denen ich abends den Laptop herunter fahre und mich frage, was ich da den ganzen Tag getan habe. Gefühlt nichts. Getippt eine Menge. Es gibt diese Momente, in denen ich Rechnungen ausstelle und mich frage, wann bitte ich denn all diese Beiträge und Texte verfasst habe. Manchmal braucht man einfach jemanden, der einen pusht und auf die Schulter klopft. Der einem sagt, wie viel man an diesem Tag doch geschafft hat. Aber was, wenn man diese Person nicht hat, weil man als Einzelkämpfer durch den Tag geht? Sich selbst Chef nennen muss?


Ich brauchte Bestätigung. Sofort!

Ganz simpel fing ich an, mir auf einen Zettel zu schreiben, was ich erledigt hatte. Bericht X getippt, Planung für Projekt Z in Angriff genommen und Artikel Y verfasst. Schon am zweiten Tag übertrug ich dies in eine normale Excel-Tabelle (ich bin ein kleiner Excel-Junkie^^). Die Anzahl der geschriebenen Artikel wurde dort u.a. genauso verfasst wie die Tatsache, was ich dadurch an diesem Tag verdient hatte. Es mag komisch klingen, aber schon am 3. Tag pushte mich dieses Erfolgstagebuch und ich wollte den Vortag übertrumpfen. Schon zu Beginn meiner Selbstständigkeit hatte ich mir ausgerechnet, wie viel ich in etwa im Monat bzw. Tag verdienen musste um a) gerade so über die Runden zu kommen und b) mir etwas auf die Seite legen zu können. Und es half!


Das Erfolgstagebuch hat mich in manchen Situationen arg gepusht

In letzter Zeit hatte meine Arbeit durchaus durch die ständige Müdigkeit gelitten. Dann gab es diese Tage, an denen mir die Deadlines im Nacken saßen und ich nur dachte: „Das schaffst du nie!“ In diesen Momenten half mir durchaus der Blick in mein Erfolgstagebuch. Ich hatte an manchen Tagen eine Menge Wörter getippt und Artikel geschrieben, warum sollte ich das dann heute nicht auch schaffen? Heute der Tag hat schließlich auch nur 24 Stunden. Der Tag, an dem ich so viel erledigt bekommen hatte, war keine Sekunde länger gewesen.

Wenn man keinen hat, der einen motiviert, muss man dies selbst erledigen!

Auch wenn mein imaginäres Einhorn oft Glitzer verteilt und mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert, manchmal helfen nur knallharte Fakten. Sichtbare Fakten. Zahlen um genau zu sein. Zahlen, die ich umsetzen kann – sowohl im Kopf als auch auf der Tastatur.


Erfolg ist auch Definitionssache

Manche führen ein Erfolgstagebuch und notieren sich Erlebnisse vom Tag. Ein gutes Gespräch oder auch nur, dass man einer fremden Person ein Lächeln geschenkt hat – für manche ein tolle Erfahrung, die man in Erinnerung behalten mag. Kann ich nachvollziehen. Wäre nun aber nichts für mich. Ich brauche ein gutes Gefühl in den Momenten, in denen ich down bin – und wenn ich schwarz auf weiß sehe, was ich leisten kann bzw. an manchen Tagen konnte, dann pusht mich das. Erinnerungen an tolle Erlebnisse behalte ich so im Gedächtnis. Und davon gibt es so einige…

Wie pusht ihr euch in miesen Momenten?

9 Comments

  • Sandra Vahle 25. November 2016 at 1:01 pm

    Tolle Idee!! Führe ja so etwas ähnliches – allerdings privat betrachtet. Ein Glückstagebuch, in das ich 3 positive Dinge pro Tag aufschreibe! Ein interessanter Ansatz, dass auch beruflich festzuhalten – werd ich mal ausprobieren. Liebe Grüße Sandra

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    • Sonja 26. November 2016 at 12:51 pm

      Kann ich echt nur empfehlen, bei mir hat es sehr viel geholfen 🙂 Liebe Grüße auch an dich!

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  • Lila 25. November 2016 at 2:23 pm

    Ich hab gerade so etwas ähnliches für die Masterarbeit angelegt. Ist aber eher daraus entstanden, weil ich Kontrolle darüber haben wollte, ob ich etwa die Stundenanzahl der vorgeschlagenen CPs erreiche oder wieder so extrem weit drüber liege wie bei meiner Bachelorarbeit…

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    • Sonja 26. November 2016 at 12:51 pm

      Ich glaube, dass man so etwas ja auf jeden Bereich auslegen kann. Ist schon eine tolle Sache 🙂

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  • Janine 27. November 2016 at 9:21 am

    Das Gefühl, den ganzen Tag gearbeitet zu haben aber nichts erreicht zu haben kenne ich. Vor allem als Studentin arbeite ich oft am PC oder in Büchern und wenn man dann fertig ist, hält man im Gegensatz zum Handwerker (o.ä. Berufen) keinen fertigen Gegenstand in den Händen. Ich habe tatsächlich auch angefangen, auf Zetteln das Geschaffte in Stichworten aufzuführen – aber lazy wie ich bin, habe ich es nicht regelmässig gemacht. Du hast mich nun aber inspiriert, es wieder anzufangen; dankee!!
    Liebe Grüsse
    Janine
    http://www.yourstellacadente.com/

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    • Sonja 27. November 2016 at 8:02 pm

      Das freut mich Janine 🙂 Dann wünsche ich dir viel Erfolg beim Führen deines Erfolgstagebuches 🙂

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  • Chillkröte 27. November 2016 at 8:20 pm

    Hey there! Also ich hatte in meiner Klinkzeit fast immer nur die Erfahrung gemacht, dass einem aufgezählt wird, was man an diesem Tag noch NICHT geschafft hat, somit ist es für mich jetzt als Einzelkämpfer ziemlich easy, mir mal selbst auf die Schulter zu klopfen. Die Disziplin, ein solches Tagebuch, bzw. eine Liste zu führen, habe ich leider überhaupt nicht, ist aber wieder ein Punkt (von vielen!), für den ich dich sehr bewundere. Als ich letztens den Versuch startete, eine solche Liste zu schreiben, hab ich stattdessen einen Spiderman-Comic auf die Tageszeitung gemalt… Seufz…. Zu guter Letzt hab ich hier noch was für dich, was du immer dann reinziehen musst, wenn du einen imaginären Schulterklopfer brauchst: https://www.youtube.com/watch?v=Vz6YBRVjRXg. Oder du gibst mir Bescheid, und ich schick dir ein bisschen Glitzer 🙂

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    • Sonja 28. November 2016 at 12:33 pm

      Ach wie genial ist das Video denn? Dankeschön :-* Ja, ich genieße es mit der Selbstständigkeit ja auch, auch wenn sich ein Kunde dann mal (außer den üblichen Floskeln^^) bedankt, was nettes schreibt weil der Text gefallen hat o.ä. Aber an so manchen Tagen hatte ich dennoch ein ganz schönes Tief. Aktuell bin ich aber wieder am hochfahren und alles sieht schon wieder ganz anders aus 🙂
      Lieben Dank für das Angebot! Dann schicken wir uns doch einfach gegenseitig Glitzer und dann passt das 😀

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  • Mit dem Erfolgstagebuch zu mehr Motivation — Fashionqueens Diary | Zeit zum Schreiben 2. Dezember 2016 at 9:38 am

    […] über Mit dem Erfolgstagebuch zu mehr Motivation — Fashionqueens Diary […]

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