Minimalismus im Alltag

Minimalismus im Alltag

Ich weiß noch, wie ich im Badezimmer stand, und sich der Frust breit machte. Wie mein Blick auf die Mengen fiel und ich tatsächlich für einen Moment überfordert war mit dem, was ich da so alles gehortet hatte. Überfordert, gefrustet, genervt. Dann kam der Gedanke des Aufbrauchens. Müsste ja zu schaffen sein. Dieses Gefühl von Frust war tatsächlich so groß gewesen, dass mein „Projekt Aufbrauchen“ fruchtete. Im Laufe der Wochen und Monate wurde der Platz im Schrank größer und die einzelnen Flaschen, Tuben und Tiegel wanderten nach dem letzten Tropfen Inhalt in den Müll. Manch einer mag darüber lächeln. Es ging ja schließlich „nur“ um Beauty-Produkte. Aber dieses Wissen, beim Kaufen einfach die Kontrolle verloren zu haben, das Wissen, selbst für so viel Müll verantwortlich zu sein – das war kein gutes Gefühl.

Diese Szene im Bad war damals der Auslöser gewesen, mich mit dem Thema Minimalismus ein wenig vertraut zu machen. Je mehr ich mich mit dem Thema befasste, desto mehr faszinierte es mich  – und dann erkannte ich, wie gut es sich anfühlt, wenn man nur noch von Lieblingsdingen umgeben ist. Wie sich der Fokus ändern kann, wenn man nicht mehr nur „irgendwas“ nutzt, sondern das, was einem Spaß macht  – in allen Lebensbereichen.

Dieser kleine Einblick soll euch zeigen, dass Minimalismus für mich nicht nur ein Trend ist. Minimalismus hat mir persönlich einiges gebracht und den Minimalismus im Alltag umzusetzen und mich dadurch in vielen Dingen „befreiter“ zu fühlen, hätte es durch mein damaliges Schlüsselerlebnis vielleicht nicht gegeben.

Daher zeige ich euch heute einige Punkte, die sich in den letzten Jahren bei mir durch den bewussten (!) Minimalismus geändert haben.

Brauche ich das wirklich?

Diese Frage sollte sich bei mir in den letzten Jahren als die wichtigste Frage überhaupt herauskristallisieren. Kaufen ohne es WIRKLICH zu brauchen? Welchen NUTZEN hätte ich, wenn ich es kaufen würde? Mag ich es nur kaufen, weil es so schön aussieht oder WOFÜR brauche ich es? Wenn man mit diesen Gedanken einkaufen geht (auch online), ändert sich das Kaufverhalten drastisch. Natürlich gab es auch bei mir den einen oder anderen Kauf, bei welchem ich im Nachhinein dachte „Ok, hätte doch nicht sein müssen!“, aber diese Käufe sind mittlerweile so selten geworden…

Wenn ich zurückdenke, was ich mir zuletzt „unsinnigerweise“ gekauft habe, fällt mir, bis auf hin und wieder mal ein Nagellack, tatsächlich nichts ein. Klamotten wurden z.B. nur dann gekauft, um andere (kaputte) zu ersetzen… Ich kann tatsächlich sagen, dass mir nichts einfällt, was ich mir gekauft hätte, weil ich es „einfach so“ haben mag (so wie es früher manchmal bei schönen Klamotten der Fall war).

Fazit: Eine Menge Geld dadurch gespart und – das Wichtigste – dennoch nicht das Gefühl gehabt, dass mir irgendwas fehlt!

Die digitalisierte Welt für mich entdeckt

Mein Bücherregal ist aus allen Nähten geplatzt. Die CD´s und DVD´s waren alle irgendwo in irgendwelchen Kisten verstaut. Heute? Nichts mehr davon. Nachdem ich im letzten Jahr einen eBook-Reader geschenkt bekam, habe ich nicht nur die digitale Lesewelt für mich entdeckt, sondern auch eine Menge Bücher verkauft. Musik höre ich nur noch online über einen Anbieter, für den ich monatlich eine kleine Summe bezahle, dafür aber werbefrei Musik höre, alles online ist und ich daheim über den Laptop als auch unterwegs auf dem Handy die Musik (oder Hörbücher) abspielen kann. Keine CD´s mehr, kein Kisten mehr, keine gedruckten Bücher mehr.

Fazit: Anfangs war gerade das Lesen eine Umstellung, aber den „neu gewonnenen Platz“ genieße ich. Den Freiraum, den ich zwar wohnungstechnisch nicht brauche, aber dennoch angenehm finde. Die Tatsache, dass ich in Sekunden ein neues Buch oder Musik online herunterladen und sofort starten kann – das ist eine neue Form von Lebensgefühl, welches ich nicht kannte, bis ich den Minimalismus im Alltag bewusst praktiziert habe.

Vorräte aufbrauchen und Sachen nutzen

Nachdem ich in vielen Bereichen entrümpelte, stellte ich fest, wie viel Vorrat ich habe. Angefangen von den typischen Büro-Utensilien (Stifte, Blöcke) über Klamotten (wo kommen die ganzen Socken her?), Haarspangen, Putzmittel… Kurz: neu kaufen ist in nächster Zeit nicht notwendig! Wenn man den Minimalismus im Alltag bewusst wahrnimmt, lernt man, wie viel Dinge man tatsächlich besitzt. Lernt sie schätzen und letztendlich auch zu nutzen!

Fazit: Anfangs war es noch ein wenig „belastend“ zu wissen, was sich da alles noch in der Wohnung befindet. Im Laufe der Zeit war es aber ein angenehmes Gefühl zu wissen, dass ich viele Dinge dafür (noch) nicht (nach)kaufen muss und Geld sparen kann (übrigens habe ich seit geschätzt 2 Jahren kein Büromaterial kaufen müssen…).

Der Minimalismus im Alltag vereinfacht einiges

  • Putzen ist leichter, wenn nicht alle Flächen zugestellt sind.
  • Dinge zu finden ist einfacher, weil ich mich nicht erst durch 10 Kisten wühlen muss, in denen es eventuell liegen könnte. Wer weniger besitzt, weiß dafür, wo vorhandene Dinge aufbewahrt sind.
  • Der Kaufreiz hat deutlich nachgelassen, wenn man weiß, dass man X oder Y sowieso nicht braucht. Ging ja bisher auch ohne…
  • Man hat mehr Zeit, sich auf die Sachen zu konzentrieren, die einem wirklich wichtig sind. Das war ein Punkt, der mir vor allem beim Arbeiten viel gebracht hat! Dazu in einem späteren Beitrag mehr.
  • Ich vermisse nichts. Dinge von denen ich früher dachte, dass ich sie unbedingt brauche, haben mich heute gelehrt: nein, ich hätte auch ohne X oder Y gut leben können…

Seitdem ich bewusst ein wenig minimalistischer denke und lebe, hat sich diese Gefühl von neu gewonnener Freiheit eingestellt – räumlich wie auch im Kopf. Und es ist ein verdammt gutes Gefühl 🙂

Was hat bei euch der bewusst praktizierte Minimalismus im Alltag geändert?

20 Comments

  • Janine 14. Januar 2017 at 12:33 pm

    Hm Minimalismus ist ja der neue „Trend“ schlechthin.. ich finde es spannend und möchte gerne minimalistischer leben. Deswegen spricht mich die Anfangsszene, die du beschreibst an, ich bin nämlich gerade auch in der Aufbrauchphase 🙂
    LIebst, Janine
    https://www.yourstellacadente.com/

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    • Sonja 14. Januar 2017 at 9:13 pm

      Dann bin ich gespannt wie du das Thema für dich umsetzt und wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg damit 🙂

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  • Lila 14. Januar 2017 at 4:24 pm

    An diesen Moment kann ich mich auch noch mehr gut erinnern. Und leider kommt er alle 5-6 Monate wieder… Aktuell bin ich wieder in dieser „Ich hab von allem genug und brauch nichts mehr“ Phase, aber das sah im Oktober noch ganz anders aus… Da hab ich nämlich echt viel gekauft, was mir richtig gut gefallen hat, was ich auch genutzt habe aber nicht wirklich gebraucht hätte. Trotzdem hat sich über die Jahre mein Kaufverhalten in so fern geändert, dass ich mich bemühe nur noch Dinge zu kaufen, die mir stehen und die ich in absehbarer Zeit benutzen kann. Ich kauf keine Dinge mehr nur weil sie hübsch aussehen oder exklusiv sind.
    Auslöser des Ausmistens war bei mir übrigens auch meine Kosmetik, aber ich hab das Ausmisten auch auf andere Bereiche in meinem Leben übertragen und diese Entscheidung nicht bereut. Ich habe mittlerweile Kleidung, Bücher, Schulkram, Dateien und Bastelzeug ausgemistet. Von CDs und Zeichnungen kann ich mich einfach nicht trennen und Unizeug muss nach dem Abschluss gemacht werden. Besonders interessant war das Ausmisten von Schulkram, denn das geschah in drei Etappen. Zunächst hab ich die komplette Oberstufe behalten, dann nur noch ein paar Merkblätter und Klausuren.. Und mittlerweile bin ich kurz davor, alles bis auf meine Kunstbilder und Grammatikbücher wegzuwerfen. Das Aufbrauchen von Vorräten find ich nach wie vor belastend. Ich besitze so viel Büromaterial dass ich davon noch locker zehn Jahre leben kann. Aber verschenken und wegwerfen ist nicht, denn warum soll ich in zwei Jahren wieder Geld für Notizblöcke, Stifte und Kladden ausgeben?! Da bin ich ganz klar der Meinung, dass ich den Platz opfere aber dafür Geld spare… ich hab jetzt keine riesigen Kartons davon, aber wir reden hier von etwa je 10 Notizbüchern, Post-It-Blöcken und Schreibblöcken mit denen ich 5 Jahre oder mehr auskommen werde.
    Deinen Post werde ich auf jeden Fall mal reposten, weil mir viele Gedaken aus der Seele sprechen.

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    • Sonja 14. Januar 2017 at 9:11 pm

      Ich kenne deine „Story“ ja nun auch schon eine Weile und muss ja zugeben, dass dein Blog mit einer der Gründe war, warum ich überhaupt auf die Idee kam damals, mich mal so langsam ums „aufbrauchen“ zu bemühen und die neue Richtung einschlug 🙂

      Generell finde ich wegschmeißen von Dingen aber auch nicht richtig. Dann hat man eben einen Vorrat für 10 Jahre an Büromaterial. Wenn man den Platz dazu hat, warum nicht? Wegschmeißen und später nachkaufen finde ich auch nicht gut und letzten Endes auch am Sinn (Nachhaltigkeit) vorbei. Besonders grauenhaft finde ich da ja diese ganzen Youtube-Videos, in denen fleißig Müllsäcke in die Kamera gehalten werden und man dann noch fleißig Applaus erntet, weil die Dinge nun in die Tonne fliegen… ohne Worte :/

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  • Andrea 14. Januar 2017 at 5:00 pm

    Ich habe immer noch mehr als genug Kram, aber ich sorge dafür, dass alles benutzt wird. Die Horterei in anderen Lebensbereichen ist mir leider schon von zu Hause vorgelebt worden und es ist schwer, diese alten Gewohnheiten zu durchbrechen, wobei ich schon immer wieder mal Bilanz ziehe und dann auch konsequent aussortiere, verschenke, verkaufe – wie auch immer. Ich bin gerade schon froh, dass mich aus den Sortimentsumstellungen zum Frühjahr nicht so viele Produkte wie im Herbst ansprechen, d.h. nicht nur Geld gespart, sondern auch vernünftig bleiben und es fällt dann nicht so schwer. Ein paar Sachen dürfen aber mit, das ist auch okay.

    Ohne Bücher geht es allerdings bei mir nicht, da wird nur verkauft, was mir nicht gefällt. Einen E-Book-Reader habe ich zwar auch, aber ich finde das Leseerlebnis damit nicht vergleichbar mit einem echten Buch und deswegen liegt er mehr oder weniger nur in der Ecke oder halt für unterwegs. Den Kauf bereue ich mittlerweile sogar ein bisschen. In manchen Dingen bin ich altmodisch 🙂 LG

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    • Sonja 14. Januar 2017 at 9:08 pm

      Solange man seine Sachen nutzt, finde ich es irrelevant wie viel man besitzt! Minimalismus bedeutet für mich ein bewusster Umgang mit den Dingen die man hat – und ob man dann mit 100 Sachen zufrieden und glücklich ist oder 500 ist doch jedem selbst überlassen 😉

      Die Horterei kenne ich aber auch von meinen Eltern. Wir haben damals auf dem Land gelebt (7 km bis zum nächsten Laden) und hatten immer massig Vorräte „falls mal was ist“. Wie ich auch bei Habutschu schrieb, finde ich es zum gewissen Grad auch richtig ein bissl was auf Vorrat zu haben.

      Sortimentumstellung: auch hier gehe ich danach: machen mich die Dinge happy, ist alles gut. Aber ausschließlich unüberlegte Spontankäufe finde ich dann auch doof. Wenn dich Sachen ansprechen und du damit happy bist, ist es doch vollkommen in Ordnung, wenn du mal zuschlägst – egal bei welcher Umstellung 😉

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  • shadownlight 14. Januar 2017 at 6:17 pm

    Hey, gerade bei Vorräten bin ich auch sehr achtsam. Ich kaufe erst etwas, wenn es wirklich leer ist und achte immer sehr darauf, alles zu verbrauchen- deshalb gibt es öfter auch mal Resteessen :):
    Liebe Grüße!

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    • Sonja 14. Januar 2017 at 9:03 pm

      Resteessen mag ich persönlich sogar sehr gern! Nicht nur weil ich dann auch mal ältere Sachen aufbrauche, sondern weil ich dadurch schon tolle neue Gerichte entdeckt habe 🙂

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  • Tabea 14. Januar 2017 at 8:32 pm

    Jetzt, wo du hier über dein Schlüsselerlebnis schreibst, wird mir wieder bewusst, dass meine Duschgel-Seife-Shampoo-Bodylotion-Sammlung schon vor Jahren ein Dorn im Auge war (obwohl ich NIE was gekauft, sondern alles geschenkt bekommen habe). Irgendwie stand das Zeug nur unbenutzt rum, weil ich immer nur das Duschgel vom Discounter, was die ganze Familie benutzte, genommen habe.
    Inzwischen habe ich radikal aussortiert, verbrauche fleißig die Shampoos und Duschgele (muss jetzt sonst selbst einkaufen, da ich ausgezogen bin) und fühle mich auch besser und versuche, auch im restlichen Haus nicht unnötigen Kram zu haben, da der mich nervt.

    Kaufen tue ich auch kaum noch was, was nicht wirklich nötig ist… bin ich eh zu geizig für 😉

    CDs kaufe ich seit Jahren schon nicht mehr… Bücher versuche ich auszuleihen, da ich Ebooks noch nicht so recht mag.

    Vorräte an Lebensmitteln habe ich allerdings einige – vor allem Sachen, die gut lagerbar sind, da ich da zum Einzug einen Großeinkauf gemacht habe. Normalerweise gehe ich nämlich nur zu Fuß einkaufen und da ist mir das Gemüse & Obst dann schwrr genug, sodass ich Mehl und Nudeln gern immer daheim habe 😉 Aber es sind auch echt nur die Sachen, die ich auch nutze und nicht 1000 unterschiedliche Dinge, die ich mal probiert habe, aber dann nicht mehr aufgebraucht.
    Die Schreibwaren verbrauche ich jetzt auch endlich… und Klamotten werden nach und nach aussortiert.

    Wirkllich minimalistisch fühle ich mich aber noch nicht – dafür habe ich noch zu viel. Aber weniger ist doch mein Ziel, weil es mir gut tut… ich muss noch Orte finden, an denen ich beispielsweise die überschüssigen Handtücher und sowas loswerde 😉

    Liebe Grüße

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    • Sonja 14. Januar 2017 at 9:02 pm

      In einigen Bereichen wie eben der Küche bestimmte Vorräte zu haben, finde ich tatsächlich auch gar nicht unwichtig. Nicht immer kommt man zum Einkaufen, liegt eine Woche krank im Bett und dann Freunde bitten einkaufen zu gehen, wäre mir total unangenehm (obwohl ich weiß, dass die das ohne mit der Wimper zu zucken machen würden).

      Überschüssige Handtücher werden bei mir immer zu Hundehandtüchern umfunktioniert^^ Frag doch mal im Tierheim nach, ich weiß, dass die da oft gern genommen werden 😉

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  • 4urday 14. Januar 2017 at 9:40 pm

    Das ist ein schöner Artikel! Ich versuche mich im Moment an meinem Kleiderschrank. Von Minimalismus kann da noch keine Rede sein, aber ich habe schon ordentlich ausgemistet (weiß Gott, wie das da vorher alles reingepasst hat Oo). Und ich brauch auch in nächster Zeit nichts kaufen (außer einem ordentlich dicken Pulli, aber den findet man ja momentan eh in keinem Laden -.-‚).

    Lg Hannah

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    • Sonja 14. Januar 2017 at 9:47 pm

      Lieben Dank dir Hannah! Das hab ich mich bei vielen Dingen im Nachhinein auch schon gefragt: wie hat das da alles reingepasst? 😀 Einen ordentlich dicken Pulli? Ja, tatsächlich schwierig. Ich würde da spontan an einen Outdoor-Store denken oder mal bei Mädchenflohmarkt schauen?

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  • Moni 15. Januar 2017 at 2:02 am

    Ach ja, wieder mein Thema… ein paar ungeordnete Gedanken bekommst du diesmal, weil ich mich nie an alles erinnere, was icn dir scnreiben will, wenn ich am Tippen bin…

    Benutzen und haben…seufz. wenn ich etwas benutze, geht es gut leer, aber die Sachen, die ich habe und nicht benutze, ja, nun, die hab ich eben. Weil ich sie nicht (auf)brauche. Wenn icb sie zum aufbrauchen in meine Reihen stelle, gibt es zwei Effekte:

    einmal finde ich sie plötzlich toll, vielleicht für etwas anderes als aif dem Etikett stehend ge/missbraucht und oft finde ich das trotz Begeisterung dafür eher schlecht, weil, icn wollte es ja eigentlich loswerden… und oft gibt es dann gar nicht mehr! *schock* wo bekomme och mein neues altes Lieblingsprodukt wieder her?

    Oder, icb nehme es recht großzügig, damit es sch ell leer wird, das wird es (relativ) und danach muss ich mich plötzlich wieder dran gewöhnen, etwas nicht zuuu großzügig zu verwenden. Naja.

    Wahrer Minimalismus ist für mich auch beim Wegwerfen! Also so viel wie möglich verbrauchen und wiederverwenden /recyceln.

    Eine no-loss-Haltung sozusagen, also alles was „rein kommt“, auch verbrauchen und so wenig wie möglicb unverbraucht „raus“.

    Icch habe ein Jahr mit 3 Paar Socken und genauso vielen Unterwäscheteilen gelebt und ich weiß jetzt die Vorteile von (etwas) Überfluss zu schätzen… etwas Pufferzone, damit man nicht gleich auf Grundeis geht, wenn man nicht gleich die Socken nach dem Wechseln wäscht … und so, mal auswählen können. Diese Situation war einerseits schrecklich, andererseits hat es mir Sachen gezeigt, die ich mir hätte denken können, aber andererseits nicht wirklich verinnerlichen… es war nützlich, wenn auch nicht schön.

    Ach ja, ich denke, mann muss beide Seiten kennenlernen, um sich selber kennenzulernen.

    Andererseits denke ich, dass man „Üppigkeit/ abundance“ nur wirklich richtig anerkennen kann,wenn man mal die Abwesenheit davon erlebt hat. Dies sag icb ohne erhobenen Zeigefinger, nur ganz nachdenklich… und jezt ist das kapitel voll!

    Ganz liebe Grüße aus dem obergrauen Berlin,
    Moni

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  • Lila 15. Januar 2017 at 3:24 pm

    Danke, das freut mich 🙂 Grad ist noch genug Platz da, aber ich habe mir vorgenommen den frei gewordenen Platz nicht mit andern Dingen vollzumüllen. Das ist weitaus schwieriger als man glaubt… Bei den von dir angesprochenen Videos kriege ich aber auch zu viel.

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  • Tabea 15. Januar 2017 at 7:21 pm

    Jemanden (außer Mama vielleicht, wenn sie eh zu dem Laden muss) bitten, mir was zu essen zu kaufen, würde ich nicht über’s Herz bringen, glaube ich. Das wäre mir einfach total unangenehm, weil ich niemandem zur Last fallen will (und in meiner Stadt habe ich auch gar keine Freunde… also kämen nur Nachbarn in Frage.)

    Danke für den Tipp!

    Liebe Grüße

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  • Sassi 22. Januar 2017 at 2:20 pm

    Danke für den tollen Denkanstross.
    Als alte „Sammlerin“ muss ich mir das erst einmal durch den Kopf gehen lassen.
    Liebste Grüße
    Sassi

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    • Sonja 22. Januar 2017 at 2:25 pm

      Sehr gern 🙂

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  • Anna 17. Februar 2017 at 9:59 am

    Mir geht es da sehr ähnlich, ich bin auch gerade am aufbrauchen und merke, wie viel Sachen ich auch teilweise doppelt habe 😀 Ich bin froh dieses Jahr mit Kon Mari angefangen zu haben und entrümpele nun so meine ganze Wohnung. Bin mal gespannt, wo mich die Reise hinführt 😀

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    • Sonja 17. Februar 2017 at 9:04 pm

      Ich habe das Gefühl, dass es eine immerwährende Reise ist und bleibt. Es gibt auch bei mir immer wieder Situationen an denen ich bewusst daran denken muss, dass ich das eigentlich gar nicht brauche, schon habe…. Wünsche dir ganz viel Erfolg dabei – wo und wie auch immer du diese Reise startest 🙂

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  • Lesefutter die Zehnte – wenig reicht auch 25. Mai 2017 at 11:07 am

    […] Minimalismus im Alltag da hat Sonja drüber geschrieben. […]

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