Minimalismus Bücher kaufen: Unlogisch oder sinnvoll?

minimalismus bücher kaufen

„Minimalismus Bücher kaufen? Das ist doch total am Sinn vorbei!“, argumentierte sie und brachte mich zum Nachdenken. Ist es wirklich am Sinn vorbei, wenn man sich etwas kauft, um das Problem der immer voller werden Wohnung zu bekämpfen? Macht es Sinn, sich Minimalismus Bücher kaufen zu wollen, um nachhaltiger zu werden, gleichzeitig aber wieder etwas getan hat, was die Papierproduktion in Wallung bringt?


Der finanzielle Aspekt

Sich Minimalismus Bücher zu kaufen kostet Geld. Viele begeben sich in die Hände des Minimalismus, um unter anderem Geld einsparen zu können. Letztendlich gibt es ja auch massig Artikel im Internet, daher findet man dort vieles, so dass man auf die kostenpflichtige Variante verzichten kann. Aber ist dem wirklich so? „Natürlich“ hatte ich mir im letzten Jahr selbst ein Minimalismus Buch gekauft. Wer bitte konnte an Magic Cleaning schon vorbeigehen? Ob es mir was gebracht hat? Mehr dazu weiter unten… In Bezug auf die finanzielle Seite muss man ganz klar sagen: Wer sich ein Buch über den Minimalismus kaufen möchte, dem scheint der finanzielle Aspekt nicht ganz so wichtig zu sein. Es sei denn, man verbucht es als Investition in das eigene Leben, was ja auch nicht verkehrt ist, wenn man sich wirklich etwas fürs Leben aus dem Buch ziehen kann.


Die materielle Seite

Es nimmt Platz weg. In gedruckter Form ist ein Minimalismus Buch natürlich wieder ein Gegenstand mehr in der Wohnung. Ein Gegenstand, der Platz im Bücherregal einnimmt. Wollte man durch den Minimalismus nicht reduzieren?

Anders verhält es sich, wenn man sich ein Minimalismus Buch als eBook kauft. Der eBook Reader gehört für viele (auch für mich) zum größten Teil ohnehin schon zur „Grundausstattung“, wenn ich mal unterwegs bin – der Platz wird also nicht weniger.

Allerdings muss man hier abwägen: Ich persönlich bin jemand, der sich bestimmte Bücher noch immer in der gedruckten Form kauft. Dies hat zwei Gründe: Zum einen gibt es Bücher, die ich immer wieder gern mal zur Hand nehme, nachschlage, mich neu inspirieren lassen mag und auch mit dem Buch „arbeite“. Von Notizen über Klebezettel gehört alles dazu und das geht in einer gedruckten Version einfach deutlich besser. Welche Bücher ich in letzter Zeit gekauft habe, findet ihr übrigens auf meinem Blog Die Freiberuflerin.

Auch kaufe ich mir ein Buch in gedruckter Form, wenn ich es nach dem Lesen weitergeben möchte. Meine Mutter zum Beispiel liest viele meiner Bücher und wenn wir beide Interesse an dem gleichen Buch haben (sie ist eBook-Gegner, was vielleicht auch am Alter liegen mag…), dann ist es für mich keine Frage, dass wir uns ein Buch teilen. Übrigens muss ich an dieser Stelle mal loswerden, dass ich es absolut unverständlich finde, dass mittlerweile bei einigen aktuellen Büchern die gedruckte Version weniger (!) kostet als die eBook-Variante.


Der Informationsgehalt

Ich habe nicht nur das Buch von Marie Kondo gelesen, sondern sehr, sehr viele Bücher als Leseprobe über Amazon angelesen. Da ich mich zuvor schon länger mit dem Thema Minimalismus beschäftigt habe und hierzu viele Blogs und Artikel gelesen habe, wusste ich schon sehr vieles.

Und um ganz ehrlich zu sein: Etwas wirklich, bahnbrechend Neues habe ich in keinem Buch finden können. Nichts, was nicht schon online kommuniziert oder von anderen geteasert wurde. Und dennoch gibt es einen Punkt, warum es dennoch sinnvoll sein kann, sich ein Buch über Minimalismus zu kaufen: Die Bequemlichkeit.

Minimalismus bücher kaufen oder nicht


Der Bequemlichkeitsfaktor und die Neulinge

Machen wir uns nichts vor: Wer wirklich sucht, findet zu nahezu allen Themen fast alle Informationen im World Wide Web – und dazu noch in zig verschiedenen Ausführungen.

Dennoch ist es natürlich wesentlich bequemer, wenn man viele Infos in gebündelter Form und dank der einzelnen Kapitel in gut verdaubaren Häppchen serviert bekommt. Auch finde ich Bücher über Minimalismus sinnvoll für diejenigen, die sich nicht lange auf die Suche machen möchten und in diesem Bereich „Einsteiger“ sind.


Mein Fazit zum Thema „Minimalismus Bücher kaufen“

Es ist nicht ganz unsinnig, sich Bücher in diesem Bereich zu kaufen. Wer sich jedoch selbst ein wenig auf die Suche im World Wide Web macht, findet dort alle Infos, die man wissen kann oder wissen sollte und vor allem viele Anregungen und Ideen.  Wie steht ihr zu diesem Thema?  *Beitrag enthält Affiliate-Link

7 Comments

  • Lila 26. Juli 2017 at 4:46 pm

    Ich besite keine „Lebensratgeber“. Das hat u.a etwas damit zu tun dass ich mr selbst sehr gerne Gedanken mache – zum anderen weil ich fast alle Bücher nur einmal konzentriert durchlese. Grundsätzlich spricjt nichts dagegen sich sinnvolle Bücher anzuschaffen. Was für einen sinnvoll ist individuell

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    • Sonja 27. Juli 2017 at 8:52 am

      Selbst Gedanken machen finde ich schon richtig, manchmal habe ich jedoch das Gefühl (auch aus Erfahrung), dass ich etwas lese und mir denke „Da hätte ich auch selbst mal drauf kommen können!“

      Aber klar, was sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden, das ist schon richtig!

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  • Tabea 26. Juli 2017 at 8:13 pm

    Also so spontan vor dem Lesen deines Posts würde ich behaupten, dass der Kauf von Büchern über den Minimalismus kein Widerspruch ist. Minimalismus umfasst ja sooo viele Lebensbereiche und somit kann man eventuell ja auch „nur“ Kleidung oder Küchengeräte oder Deko aussortieren wollen und Bücher weiter behalten – dann hilft das neue Buch. ABer auch, wenn man generell minimalistisch leben will, kann es doch helfen, eine Anleitung zu kaufen… und wenn man mit dieser erfolgreich war, verkauft man das Buch einfach wieder oder behält es eben, weil es einen glücklich macht. Dinge, die glücklich machen, sind ja erlaubt 😉

    Das Finanzielle ist sicher was, was man bedenken kann… aber was ist schon der Preis eines Buches, wenn man dafür in Zukunft viele Käufe nicht tätigt, weil man eben Minimalist wurde 🙂 Und gebraucht sind Bücher ja ab und zu auch erschwinglich. Aber das Internet ist eben echt auch eine günstige und nicht schlechte Informationsquelle – man muss nur mehr suchen.

    E-Books konnten mich irgendwie noch nicht begeistern, weil sie fast das gleiche kosten, aber ich zusätzlich noch den Reader kaufen müsste… da verkaufe / verschenke ich Bücher dann lieber einfach nach dem Lesen, um sie nicht anzuhäufen.

    Also ich kann deinem Fazit nur zustimmen – jeder muss eben für sich entscheiden, wie er am liebsten Informationen unterbreitet bekommt, wie viel er zahlen will und wie viel Aufwand die Informationsbeschaffung machen darf.

    Da für mich der finanzielle Aspekt doch eher groß ist, habe ich bisher noch kein Buch gekauft – und Dank Blogs wie deinem, Jennis und Sabines habe ich bisher auch nichts vermisst.

    Liebe Grüße

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    • Sonja 27. Juli 2017 at 8:55 am

      Da hast du Recht, wenn man ein Minimalismus Buch speziell wegen Kleidung o.ä. kauft, hat das einen anderen Hintergrund, als wenn man die ganze Wohnung entrümpeln mag.

      Der finanzielle Aspekt ist echt nicht ohne, ich bin auch mal gespannt, ob die Preise für gebrauchte Bücher in Zukunft sich ändern werden, weil ja immer mehr auf eBooks umsteigen. Demnach müsste das Angebot an gebrauchten Büchern ja theoretisch zurückgehen… Wir werden sehen 🙂

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  • bknicole 12. August 2017 at 4:13 pm

    Also ich kann mit dem ganzen Minimalismus Trend nicht unbedingt was anfangen, weshalb ich mir auch kein Buch dazu zulegen würde. Ich kaufe jetzt generell alle Sachen nur in Maßen, was auch dem studentischen Geldbeutel geschuldet ist, aber wenn ich mir etwas wirklich wünsche, dann gönne ich mir das auch. Und in vielen Bereichen wie Büchern und Serien bin ich auch ein Sammler. Wobei das bei Serien abgenommen hat, da ich hier die digitale Alternative toll finde. Bei Büchern bin ich davon auch kein Fan, denn ebooks geben mir nicht das Gefühl, welches beim lesen eines richtigen Buches einhergeht. Eines, das man in der Hat hat, wo man den Geruch der gedruckten Seiten riecht und sich auch Anmerkungen machen könnte. Jedoch kaufe ich viele Bücher auch gerne gebraucht, bin Mitglied in der Bücherei und habe auch mit Mängelexemplare kein Problem, sodass ich hier dann einiges spare und mir immer mal wieder ein Buch gönnen kann.

    Ansonsten besitze ich aber ehrlich gesagt generell keinen Ratgeber zu irgendeinem Thema. Ist einfach nicht mein Genre, aber das ja auch Geschmackssache. Ich lese dann lieber Sachbücher über Geschichte oder Politik.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Okay, da bin ich gespannt, was ich über die Blutschule sagen werde. Ich habe ja mittlerweile auch schon den großteil der Fitzek Bücher gelesen und wenn nicht, sie zumindest im Regal stehen, sodass ich weiß auf welchem Niveau er sich so bewegt. Ich war ja bisher nur von Splitter enttäuscht, das konnte mich nicht so begeistern.

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    • Sonja 13. August 2017 at 8:32 am

      Ich habe mich am Anfang auch lange gegen ein eBook-Reader gewehrt, muss aber sagen, dass ich mittlerweile ziemlich happy damit bin. Einige Bücher (die ich auch bearbeiten, markieren ect mag) kaufe ich mir noch in Buch-Form, der Rest nur noch digital, weil ich keine Lust mehr auf Bücher horten habe 😀

      Ich bin auch mal gespannt, was du zum Buch sagen wirst 🙂

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  • Wie man mit Minimalismus Geld sparen kann, wenn man es richtig macht 22. November 2017 at 11:25 am

    […] dir in der Bibliothek ausleihst? Hast du einen eBook-Reader, sparst du bei vielen (nicht allen!) Büchern ein paar Euro, weil eBooks manchmal günstiger sind. (Mein Tipp: Bücher aus dem […]

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