Briefe transportieren so viel mehr als nur Worte

Briefe

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Schreiben ist ihre Leidenschaft. Sie ist Texterin, Bloggerin, Verfechterin der schönen Worte. Etwas in schriftlicher Form auszudrücken fällt ihr leichter, als es in Worten zu tun, die erst gesprochen werden müssen. Worte, die man mit Bedacht wählt, ehe man sie aussprechen sollte. Die berühren, Emotionen wecken und Leidenschaften hervorrufen. Worte können so viel mehr. Sie laden zum Träumen ein, halten Ziele gut sichtbar fest und sind, in geschriebener Form, nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Die Berufswahl scheint daher nicht ganz so überraschend zu sein.

Damals, als sie noch zur Schule ging, war das Briefe schreiben neben dem Reiten und Lesen ihr liebstes Hobby. Eine Brieffreundin teilte diese Leidenschaft und so wurden jede Woche mindestens eine, manchmal auch zwei Briefmarken bei der Mama erbettelt. Aber die Briefe waren so viel mehr als nur der Austausch von Mädchen, die einfach im gleichen Alter sind und sich vom Leben erzählen. Mädchen, die sich über ihre Fortschritte beim Reitunterricht austauschen und sich per Brief über die Schwärmereien für den einen besonderen Jungen unterhielten. Es wurden Sehnsüchte und Wünsche geteilt mit jemanden, den man nur vom Foto kennt. Diese eine Brieffreundschaft hielt 6 lange Jahre. Dann waren beide plötzlich in der Ausbildung und die Zeit fehlte. Die Briefe der anderen kamen immer seltener, wurden irgendwann zu wenigen Zeilen per E-Mail. Und dann brach der Kontakt ganz auseinander. Die Zeit um sie herum war zu schnelllebig. Zu fordernd. Zwei Mädchen, die sich neu in der Berufswelt zurechtfinden müssen und den Kopf mit Lernen und den ersten Beziehungen voll haben. Diese Brieffreundschaft hatte dies alles nicht ausgehalten.

Briefe transportieren so viel mehr als nur Worte

Doch eine besondere Freundin wollte sie nicht auch noch verlieren. Ihre beste Freundin, mit der sie seit der zweiten Klasse ihr geheimsten Gedanken teilte. In jedem Schuljahr gab es mindestes ein neues Freundschaftsbuch. Ein Buch, welches ständig ausgetauscht wurde. In das die Geheimnisse geschrieben wurden, die man auf dem Pausenhof nicht erzählen wollte. Pläne, die man gemeinsam schmiedete. Dann war die Schule vorbei und der große Umzug stand an. In nur wenigen Tagen sollten sie 550 km trennen. Der letzte Tag war der schwerste ihres bisherigen Lebens. Sie verlor nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre beste Freundin. Die Freundin, mit der sie seit Jahren alles teilte.  Mit der sie durch Höhen und Tiefen gegangen war. Die Freundin, mit der sie die erste Bravo gelesen, für den ersten Jungen geschwärmt hatte. Mit der sie als Kind im Garten gezeltet und im Heu übernachtet hatte. Die Freundin, die einen so ganz anderen Musikgeschmack hatte. Und überhaupt: unterschiedlicher vom Charakter konnten die beiden nicht sein. Und dennoch passte kein Blatt zwischen diese beiden Mädchen.

Nach dem Umzug wurde es auch bei den beiden ruhiger. Telefonierten sie anfangs noch häufiger, wurde es weniger. Die Arbeitszeiten waren grundverschieden, so dass es irgendwann bei SMS und Briefen endete. Auch wenn das neue Leben der beiden aufregend und stressig war – für die Briefe ihrer besten Freundin musste Zeit sein – und hatten auch Vorrang zu ihrer damaligen Brieffreundin.

22 Jahre später

Waren die Briefe untereinander anfangs noch mit dem Lamy Füller geschrieben, wurde dieser irgendwann gegen einen der damals so angesagten Stabilos getauscht. Ihre beste Freundin wechselte irgendwann zum Kuli, während sie zu einem Lamy Füller zurück wechselte.

Und dann war die Zeit noch schnelllebiger. Die Ausbildung war abgeschlossen, die Welt stand ihnen offen – und forderte. Überstunden, Partys, neue Freunde, erste ernstzunehmende Liebeleien. Auch wenn diese beiden Mädchen mehrere hundert Kilometer trennte – die andere wusste immer Bescheid. Zeitversetzt. Manchmal lagen Wochen dazwischen, aber der Kontakt brach nie ab.

2016. Beide sind mittlerweile 30 Jahre alt. Jede hat ihr eigenes Leben, Familie, neue Freunde, andere Interessen – aber die Briefe werden bis heute noch geschrieben. Seit nun ca. 22 Jahren verbindet diese beiden eine Freundschaft. Seit 12 Jahren überwiegend per Brief, oft auch nur per E-Mail – aber die Freundschaft ist unerschütterlich.

Briefe sind mehr als nur geschriebene Zeilen. Sie transportieren ganze Welten vom Absender zum Empfänger und wieder zurück. Briefe sind das, was diese beiden Mädchen bis heute miteinander verbindet.

Warum ich euch das erzähle?

Weil ich in den nächsten Tagen ein schönes Blatt Papier zu Hand nehmen werde und meiner besten Freundin wieder ein paar ganz besondere und vor allem handgeschriebene Zeilen zusenden werde – begleitet von einem Päckchen mit Weihnachtsgeschenken – so wie jedes Jahr.

Briefe zu schreiben ist genauso wunderbar, wie welche zu erhalten. Aus diesem Grund verlose ich zusammen mit dem Team von Kuvertwelt einen Gutschein in Höhe von 20 Euro. Sucht euch die schönsten Briefumschläge aus und verfasst mal wieder ein paar liebe Zeilen an Herzensmenschen. Auch wenn es die beste Freundin ist, die nur um die Ecke wohnt – Briefe sind so viel schöner als eine Whats App Nachricht.

Ob ihr euch für einen marmorierten Briefumschlag entscheidet, eine der unzähligen Farben wie beispielsweise Gelb, Amarena, Mintgrün, Lavendel, Pink oder Goldgelb wählt oder es ganz edel in Silber oder Gold haltet: eurem Herzensmensch zaubert ihr auf jeden Fall ein Lächeln ins Gesicht.

Schreibt mir im Kommentarfeld einfach, an wen ihr euren ersten Brief senden würdet und hinterlasst unbedingt eure E-Mail Adresse, damit ich den Gewinner informieren kann! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und auch eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.

Das Gewinnspiel endet bereits am 14.12. um 20 Uhr. So hat der Gewinner noch Zeit, die Briefumschläge vor Weihnachten bestellen und auch versenden zu können!

Dieser Beitrag entstand im Rahmen unseres Blogventskalenders, morgen öffnet sich das Türchen bei Kerstinskartenwerkstatt. Schaut ab 6 Uhr unbedingt auch bei ihr vorbei!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Team von Kuvertwelt.de, das mir den Gutschein für euch zur Verfügung gestellt hat!

12 Comments

  • Tabea 12. Dezember 2016 at 12:26 pm

    Ich kann dir nur zustimmen, dass Briefe einfach etwas Besonderes sind. Ich habe eine Weile mit der Nachbarin meines wo anders wohnenden Vaters Briefe geschrieben, aber das ist eingeschlafen und ich fühle mich von ihr inzwischen auch nicht mehr wirklich verstanden. Bei einem Altersunterschied von 60 Jahren ist das aber auch okay…

    Meinen ersten Brief würde ich entweder an Sarah oder Annette schreiben, da die beiden lange Zeit keine beste Freundin waren. Leider wird der Kontakt jetzt nach der Schule aber immer schwächer…

    Also schmeiß mich in den Lostopf! Die Email ist kontakt@habutschu.com

    Liebe Grüße

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    • Sonja 12. Dezember 2016 at 7:28 pm

      Oh ja, der Kontakt nach der Schule bricht in der Tat auseinander – vor allem, wenn sich alle dann auf der ganzen Welt verteilen :/ War bei mir auch so und nur noch meine beste Freundin (um die es hier heute geht) ist „übrig“ geblieben :/

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  • shadownlight 12. Dezember 2016 at 3:00 pm

    Hey, die lieben Briefe… ich hatte als Kind auch diverse Brieffreundschaften in aller Welt und es war immer so spannend zum Briefkasten zu laufen und zu hoffen, dass man Antwort erhalten hatte. Leider ist das auf Grund der Email ja nur noch selten, dass Briefe geschrieben werden. Leider.
    Liebe Grüße!

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    • Sonja 12. Dezember 2016 at 7:19 pm

      Oh ja, der tägliche Gang zum Briefkasten 😀 Entweder rannte ich danach ganz happy in mein Zimmer und habe mich zum Lesen aufs Bett verkrochen oder ging enttäuscht wieder rein in der Hoffnung, dass bestimmt morgen der Brief da sein würde 😀
      Dass E-Mail Zeitalter hat dies tatsächlich leider sehr verändert, aber es liegt ja an einem selbst, was man daraus macht 🙂

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    • Sonja 14. Dezember 2016 at 9:51 pm

      Hallo liebe Jenny,
      herzlichen Glückwunsch, du hast gewonnen und soeben eine Mail von mir erhalten 🙂
      Liebe Grüße,
      Sonja

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  • Janine 12. Dezember 2016 at 3:06 pm

    Wow ein wundervoller Text !!
    Erinnert mich irgendwie an mich selbst, meine Hobbys waren auch reiten, lesen und schreiben – nicht Briefe, aber Geschichten. Ich wollte immer ein Buch schreiben, die jünste Autorin der Welt sein. Leider hatte ich zu viele Ideen, weshalb ich keine zu ende bringen konnte.. aber auch noch heute fällt es mir soviel einfacher das, was ich sagen möchte, in geschriebenen Worten anstatt gesprochenen mitzuteilen 😀
    Liebe Grüsse und hab noch eine schöne Woche !!
    Janine
    http://www.yourstellacadente.com/

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    • Sonja 12. Dezember 2016 at 7:16 pm

      Geschichten geschrieben habe ich früher auch total gern! Ich glaube, dass diese Hobbys so gefühlt 50% aller Mädchen hatten 😀 Dir auch eine schöne Woche, Danke dir!

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  • Lila 12. Dezember 2016 at 9:08 pm

    Ich hatte früher viele Brieffreundschaften, wo man sich alle 3-4 Wochen etwas zugeschickt hat. Das hat sich irgendwann im Sande verlaufen, weil ich keine Post mehr erhielt oder er/sie dann doch eine Liebe gefunden hatte und blah und blubb – Ihr kennt das ja. Ich habe nach wie vor mit ein paar Personen briefähnlichen Kontakt, aber das sind dann etwas länglichere E-Mails in die ich gerne 1-2 Stunden Zeit investiere. Ja, man KANN E-Mails schreiben, die den persönlichen Charakter eines klassischen Briefes haben, aber viele Leute schreiben lieber vierzeilig oder gar nicht zurück. Am liebsten greifen sie doch sowieso zu Whatsapp und Co XD
    Briefe schreiben? Tatsächlich ein schönes Hobby im schnellebigen Zeitalter, aber ich wüsste nicht wem ich noch schreiben soll und den Spaß dauerhaft mitmacht. Dieses Jahr bin ich mir noch nicht einmal sicher ob jemand Weihnachtskarten kriegt…

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  • shadownlight 15. Dezember 2016 at 6:29 pm

    Hey, ja das kenne ich zu gut. Ich hatte eine Brieffreundin in Russland und da haben die Briefe immer ewig gedauert, aber wenn sie dann mal da waren, war die Freude immer riesen groß! Vor allem packte man dann noch kleine Aufkleber oder Karten in die Umschläge :), das war besonders spannend.

    Ich freue mich sehr, dass ich gewonnen habe. Es wird mich sicher animieren mal wieder zum Füller zu greifen :). Lieben Dank und Liebe Grüße!.

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    • Sonja 16. Dezember 2016 at 9:18 am

      Sehr gerne 🙂 Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Schreiben! LG und einen guten Start ins Wochenende!

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  • heikelachnit 19. Dezember 2016 at 12:28 pm

    Das kenne ich. Ich pflege einige Brieffreundschaften und es ist für mich auch ein Innehalten, bewusstes Zeitnehmen für jemanden und ein Austausch von Gedanken. Ein schöner Beitrag, der mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

    LG Heike

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    • Sonja 19. Dezember 2016 at 6:30 pm

      Vielen lieben Dank für deine Worte Heike! Diese zaubern widerum mir ein Lächeln auf die Lippen 🙂

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