Warum ich als Freiberuflerin auf passive Einnahmequellen setzen möchte

passive einnahmequellen für mehr freizeit

Dass es in den letzten Wochen hier ein wenig ruhiger auf dem Blog war lag nicht am Sommer oder gesundheitlichen Problemen, sondern war vielmehr der Tatsache geschuldet, dass ich eines meiner vor längerer Zeit angekündigten Herzensprojekte in die Tat umgesetzt habe. Ein zweites ist gerade am Start. 

Was diese Herzensprojekte mit passivem Einkommen zu tun haben, warum mir dies auf einmal so wichtig ist und was ich für die Zukunft noch so vorhabe, möchte ich euch heute erzählen!

Passive Einnahmequellen als neues Herzensprojekt

Ich denke, dass die meisten von euch im Grunde schon wissen, was passive Einnahmequellen sind. Im Prinzip kann ein Buch eine passive Einnahmequelle sein (einmal geschrieben, kann damit auf unbestimmte Zeit ohne weiteres Tun Geld verdient werden), doch auch das Thema rund um die Nischenseiten ist eine prima Möglichkeit, sich ein passives Einkommen aufbauen zu können. Und genau diese zweite Variante habe ich zu meinem persönlichen Herzensprojekt gemacht, aufgebaut (noch nicht finalisiert), aber bereits schon erste Einnahmen erzielen können im August, obwohl ich kaum noch etwas nach dem ersten Aufbau dafür getan habe (allerdings aus Zeitgründen).
 
Und was soll ich sagen? Es läuft. Die Seite maritim einrichten hat nur durch SEO Besucher. Diese finden meine Ideen und Vorschläge scheinbar toll und kaufen die von mir vorgeschlagenen Produkte (und auch andere) über Amazon. Für mich bleibt dann eine Provision hängen, die von Artikel zu Produkt unterschiedlich ist, sich aber zwischen 1-10% bewegt.

Wenn ich nur die Auswertung von August nehme (also quasi vom ersten richtigen Monat), kann ich sagen, dass ich mit den erzielten Einnahmen nicht nur die Kosten für die Erstellung und Unterhaltung der Seite (Theme, Domain, Hosting) wieder raus habe, sondern auch noch ein paar Euro Gewinn hängen geblieben sind. Klar, ich muss auch diese versteuern, das weiß ich und dennoch ist es ein Gewinn am Ende, für den ich nach der finalisierten Fertigstellung nichts mehr tun muss - außer beim Geld verdienen zuzuschauen.

Über passive Einnahmequellen und meinen Job als Texterin und Bloggerin

Warum ich mehr auf passive Einnahmequellen setzen möchte? Weil es bequem ist, mit etwas Geld zu verdienen, mit dem man nur einmal Arbeit hatte? So ganz falsch ist diese Aussage nicht, entspricht aber tatsächlich nur zum Teil meinen wahren Beweggründen, wobei dies auch immer eine Frage der Definition ist. Fakt ist: Als Freiberuflerin bin ich von meinen Kunden zum Teil abhängig. Ich hatte, seitdem ich selbstständig bin, noch nie eine Phase, in der ich nichts zu tun hatte. Ich hatte noch nie die Situation, in der ich nicht an irgendeinem Kundenprojekt gearbeitet habe und Angst hatte, weil ich eventuell die nächste Monatsmiete nicht zahlen können würde. Gab es bisher einfach noch nicht, so dass ich scheinbar nicht so ganz viel falsch mache in meiner Selbstständigkeit. 

Zum Thema der Selbstständigkeit als Texterin und Bloggerin gab es übrigens kürzlich zwei Interviews mit mir, die vielleicht auch für euch ganz spannend sein könnten, wenn ihr mehr über das Thema Geld verdienen als Texter und Blogger wissen möchtet und euch meine Meinung zu bezahlten Blogger-Kooperationen und absoluten No-Go´s interessiert.

 
 
passive einnahmequellen fashionqueensdiary.de
Der wahre Grund, warum ich mir passive Einnahmequellen aufbauen möchte, ist der Wunsch nach noch mehr Unabhängigkeit. Aktuell ist es so, dass ich für jeden Cent, den ich später auf meinem Konto sehe, etwas tun muss. Jedes Wort, welches ich für einen Kunden schreibe, bringt mir Geld - und das ist verdammt genial, versteht es nicht falsch, denn ich liebe mein Leben als freiberufliche Texterin und habe es bisher noch keine Sekunde bereut. Hey, immerhin lebe ich meinen Traum und habe mich mit dem selbstständig gemacht, was mich glücklich macht (über Phasen, wenige Stunden vor wichtigen Deadlines reden wir jetzt mal nicht).  
 
Grundsätzlich ist es aber wirklich so, dass ich es liebe, wenn ich am Morgen entspannt in mein Schreibzimmer gehe, mich mit meinem Cappuccino an den Schreibtisch setze und mich nur an meine eigenen Regeln halten muss. Mein eigener Boss sein darf. Nicht zu verwechseln mit dem typischen Girlboss-Geplapper...
Fakt ist: Ich möchte auch dann Geld verdienen, wenn ich mal nicht aktiv dafür am Schreibtisch sitze. Will mir Urlaub gönnen und nicht dabei überlegen müssen, wie ich das finanziell wieder herausholen kann, weil ich gerade mal 2 Wochen die Seele habe baumeln lassen. 
 
Ja, vielleicht hat es auch was mit Bequemlichkeit zu tun, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind: Wer findet es nicht geil, quasi im Schlaf Geld zu verdienen, wenn die Hauptarbeit erst einmal gemacht ist?

Passive Einnahmequellen ermöglichen mir weitere Herzensprojekte

Dass ich vor einem Jahr ein Buch geschrieben habe, wissen die meisten von euch. An dieser Stelle mag ich auch eines noch loswerden wollen: Danke! Einfach nur Danke! Ich weiß, dass mir viele von euch schon sehr lange, einige sogar von Beginn an, folgen und ich weiß es absolut zu schätzen. Ich habe oft das Gefühl, wenn ich mit euch auf dem Blog oder bei Twitter bzw. teilweise auch per E-Mail kommuniziere, dass ihr nicht "irgendwelche fremden Menschen" seid, sondern wie Freundinnen. Virtuelle Freundinnen, kann man das so sagen? 
 
Doch zurück zum Buch-Thema, bevor ich sentimental werde... Das Buch vor über einem Jahr hat mir Spaß gemacht. Sehr viel Spaß. Ich weiß noch genau, als ich die letzte Seite überarbeitet habe, es an meine Lektorin sandte und mich dann fragte "Und jetzt?". Es war fertig, mein Buch, mein Baby, dass mich so lange begleitet und immer wieder aus der Realität zwischen Job und Frust herausgeholt hat. Dieses Buch, in dem ich meine Spinnereien und sarkastischen Gedanken voll ausleben konnte und dies so sehr geliebt habe. Fakt ist: Ich will nochmal! Habe so viele Ideen im Kopf, die ich umsetzen mag - und meistens scheitert es an der Zeit dafür. 
 
Das eine Projekt nehme ich noch an, dann aber.... Ich... Immer. Auch wenn ich in den letzten Monaten so sehr viel entspannter geworden bin, habe ich immer noch den Anspruch an mich, jeden Monat mindestens Summe X verdienen zu wollen. Und habe ich diese Summe erreicht, dann setze ich mir höhere Ziele. Ich brauche Ziele im Leben, ich kann einfach nicht anders.
Übrigens bin ich deswegen bisher noch nicht wirklich reich geworden, so dass mein Konto überquillt. Dank meiner Hunde bin ich so regelmäßig beim Tierarzt, dass ich manchmal denke, ich könnte auf meine Rechnungen auch direkt die Bankverbindung vom Tierarzt aufdrucken. Auch mein geliebter Beetle weiß meine Mühe zu schätzen und freut sich immer wieder, wenn er mir stolz seinen leeren Öltank präsentiert (kein Witz, einem Beetle rennt man mit einer Ölkanne hinterher...), viel Durst hat der Kleine auch und hey, wie wäre es mal mit neuen Bremsen? Aktuell alles durch.
 
Worauf ich hinaus möchte: Ich möchte mir auch deshalb weitere passive Einnahmequellen aufbauen, um noch mehr Zeit für anderes zu haben. Für ein neues Buch zum Beispiel. Durch den aktuell selbst noch verursachten Druck, jeden Auftrag anzunehmen (aus Sicherheit, falls Hunde oder Auto sich mal wieder melden), bleiben weitere Herzenssachen auf der Strecke. Im Sommer stand ich daher vor der selbst auferlegten Wahl: Nutze ich die Zeit auf dem Balkon in der Sonne für ein neues Buch-Projekt oder denke ich längerfristig, baue mir passive Einnahmequellen auf (die, nebenbei bemerkt, auch viel Spaß bei der Erstellung machen) und wage mich später an ein neues Buch? Dann, wenn ich jeden Monat eine kleine Summe als Zusatzeinnahmen habe? Durch diesen Artikel hier wisst ihr, wie ich mich entschieden habe...

Passive Einnahmequellen geben mir ein klein wenig Sicherheit

Ich will mit diesen passiven Einnahmequellen nicht das große Geld verdienen. Das ist nicht mein Ziel. Aber ein kleines Nebeneinkommen, von dem ich einen Teil meiner monatlichen Ausgaben decken kann, das wäre toll. Auch in einer Zeit, in der ich vielleicht nicht arbeiten kann. Krankheit, Urlaub...

Oder aber einfach nur als Zusatzeinkommen, welches ich mir auf mein Sparkonto lege, wenn es mal so richtig gut läuft. Das Geld durch diese passiven Einnahmequellen soll meinen Job als Texterin nicht ersetzen (das soll auch der Blog nicht, mit dem ich ebenfalls durch Kooperationen Geld verdiene). Aber ein kleines, feines Nebeneinkommen, dass ist schon toll. Ein Einkommen, für das ich nach der Finalisierung nichts mehr tun muss. Nicht gezwungen bin, mich für dieses Geld jeden Tag an den Schreibtisch begeben zu müssen - könnt ihr das verstehen?

passive einnahmequellen fashionqueensdiary.de

Warum mir mehrere Einnahmequellen wichtig sind

Wie ich euch in meinen Beitrag zum Thema Alles über meine Einnahmen als Freiberufler bereits gezeigt habe, ist es mir sehr wichtig, dass ich nicht nur eine einzige Einnahmequelle habe. Ich verdiene mein Geld als Texterin, Bloggerin - und einen sehr kleinen Teil als Autorin. Mit dem Affiliate-Programm habe ich bereits auf dem Blog schon Geld verdienen können, aber die Beträge waren nichts im Vergleich zu dem, was ich bereits im ersten Monat mit der Nischenseite verdient habe. 

Als Freiberuflerin, die kein Geld verdient, wenn sie mal krank im Bett liegt oder sich den Weihnachtsurlaub gönnt, möchte ich auf mehr als nur eine Einnahmequelle setzen. Für den Fall der Fälle. Fällt eine Quelle weg, so habe ich immer noch andere. Wer angestellt ist und seinen Job verliert, weil zum Beispiel die Firma pleite geht oder andere Beweggründe dahinter stecken, der bekommt Arbeitslosengeld - ich hingegen muss mich um so etwas selbst kümmern, wenn ich nicht gerade mit Hartz IV zufrieden sein will - will ich nicht, niemals, auch wenn es toll ist, dass Menschen durch diese Möglichkeit wenigstens ein wenig aufgefangen werden können, denn nicht immer sind alle selbst Schuld an einer langen Arbeitslosigkeit und nicht selten stecken Krankheiten oder familiäre Probleme dahinter.

Darum soll es jetzt aber auch gar nicht gehen. Ich möchte so frei bleiben, wie ich es bisher bin. Möchte von niemandem mehr abhängig sein und selbst bestimmen, ob ich im Monat 1.000 Euro oder 5.000 Euro verdiene. Und wenn ich mir diese Unabhängigkeit bewahren möchte bzw. sie noch mehr fördern mag, dann sind passive Einnahmequellen meiner Meinung nach ein perfektes Mittel dafür. Dank (u.a.) dem Internet und eigenen Wünschen und Träumen hat jeder Mensch die Möglichkeit, sein Leben so zu gestalten, wie er/sie es mag. Das tue ich. Mit voller Leidenschaft.

Wie ist es bei euch? Setzt ihr auch auf mehrere Einnahmequellen? Sind vielleicht sogar schon passive Einnahmequellen dabei? Schreibt mir auch gern, wenn ihr mehr über dieses Thema erfahren möchtet oder was euch besonders interessiert, dann werde ich bei Interesse gerne noch tiefere Einblicke geben 🙂 

Kennst du diese Beiträge schon?

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9 Comments

  • shadownlight 9. September 2017 at 5:20 pm

    Hey,
    als Freiberuflicher muss man immer wieder neue Wege öffnen.
    Liebe Grüße!

    Reply
    • Sonja 10. September 2017 at 10:15 am

      Das ist wohl wahr 😉

      Reply
  • aurelia 10. September 2017 at 4:18 pm

    Moin Sonja,
    finde deine Überlegungen sehr gut und Zukunftsorientiert, so muss man an die Sache rangehen damit man sich auch als Selbstständige ein bissel freie Zeit einräumen kann ohne schlechtes Gewissen.
    Lg Aurelia

    Reply
  • Tabea 10. September 2017 at 9:21 pm

    Herzensprojekte sind immer ein guter Grund, um bei anderen Sachen eine Stufe zurückzuschalten!

    Auf das Generieren von Passivem Einkommen habe ich ja ab und zu auch Lust – aber nicht darauf, einen Blog / Website für sowas einzurichten. Und Affiliate würde sich bei Habutschu wohl nicht lohnen. Dabei klingt es so schön, wenn permanent etwas Geld rein kommt – vor allem durch das Pony muss ich ja momentan echt sparen.
    Bei dir kann ich das Argument mit dem Urlaub aber auch gut nachvollziehen… und Zeit für Herzensprojekte ist eben auch was, was ich gerne hätte. Ich hätte gern ein kleines passives Einkommen, um damit auch mal was für den Blog kaufen zu könenn – und sei es nur der Eintritt zu einer Veranstaltung.

    Das Cision-Interview habe ich ja schon gelesen – das andere kommt aber sicher morgen noch 😉

    Hihi – und das mit den Zielen geht mir auch so. Ich brauche immer irgendwas… und wenn es erreicht ist, kommt das nächste. Aktuell habe ich z.B. auch vor, ein Buch zu schreiben, aber ein Kinderbuch. Nur fehlt mir irgendwie total die Zeit dazu.

    Übrigens – mehrere Standbeine im finanziellen Sinne finde ich auch besser – deswegen jobbe ich neben dem dualen Studium manchmal noch wie heute für meinen Stiefvater als Verkäuferin. Falls eben doch mal ungeplante Ausgaben kommen…
    Dass die Nischenseite aber so viel Geld abwirft, wundert mich echt. Ich dachte immer Afiliate wäre eher wenig lukrativ.

    Liebe Grüße

    Reply
    • Sonja 11. September 2017 at 5:16 am

      Ein Kinderbuch? Wie cool! Dann drück ich dir die Daumen, dass du es bald umsetzen kannst!

      Ja, dass das mit der Nischenseite so klappt, hat mich auch total gefreut und ist schön zu wissen, dass da jetzt ein bissl was nebenher eingeht. Im letzten Winter habe ich ja nebenher auch noch für 3 Monate einen Minijob gemacht (in der Firma, in der ich bis damals gearbeitet habe), aber das rechnet sich einfach nicht mehr. Die Zeit (und auch die Anfahrt) rechnen sich für mich einfach nicht mehr, wobei ich es irgendwie schon gern weitergemacht hätte (allein schon wegen den Kollegen). Mir ist einfach wichtig, dass ich mir irgendwie was unabhängiges aufbaue, denn wie bereits geschrieben: Die Kosten laufen, auch wenn ich krank oder im Urlaub bin…

      Was du jedoch machen könntest, wüsste ich spontan auch nicht, um noch nebenher passiv Geld zu verdienen (außer wie wir bereits geschrieben hatten durch VG Wort oder eben Affiliate…). Vielleicht also doch bald Zeit freischaufeln für das Buch und damit als zweite J.K.Rowling durchstarten? 🙂

      Reply
  • Pläne bis Silvester - was du vor dem Jahreswechsel noch tun solltest 15. September 2017 at 5:44 pm

    […] Silvester habe ich erst vor wenigen Tagen final ausgearbeitet, was auch mit meinem Beitrag über passive Einnahmequellen als Freiberuflerin zu tun hatte. Einen kleinen Einblick hierzu findest du weiter unten im […]

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  • Carolin 17. September 2017 at 10:50 am

    Hey liebe Sonja,
    passive Einnahmequellen ja … die stehen auch noch irgendwo auf der Liste. Aber momentan ist es tatsächlich (glücklicherweise) so, dass ich mit meinen längerfristigen Aufträgen so gut ausgelastet bin, dass die Sorgen und der Druck noch in weiter Ferne sind.
    Das Blöde ist nur: Wenn ich mir nicht rechtzeitig die Zeit nehme, das passive Einkommen vorzubereiten, ist es zu spät, wenn es vielleicht nötig ist.

    Aktuell ist es tatsächlich so, dass ich für den Urlaub vorarbeite. Ich setze mich hin und mache mehr Stunden in Projekten, schreibe mehr Wörter, mehr Texte. Das ist dann natürlich sehr unentspannt. Ich bin aber auf der anderen Seite noch nicht sicher, welche Art passiven Einkommens für mich die richtige ist. Affiliate? E-Books? Kommt Zeit, kommt Rat 🙂

    Liebe Grüße!

    Reply
    • Sonja 17. September 2017 at 8:16 pm

      Hallo liebe Carolin,

      ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Mit Aufträgen bin ich auch gut ausgelastet (was ja zum einen super ist), aber ich versuche mir dennoch so viel Zeit wie möglich für den Aufbau der Nischenseiten freizuschaufeln, um eben mal für Krankheitstage oder auch einfach mal den Urlaub keine Gedanken haben zu müssen, dass gerade das Zahlenrad still steht 🙂

      Ich arbeite auch gern vor, sehe es mit dem erhöhten Stressfaktor aber so wie du. Ein kleiner, böser Teufelskreis…

      Ich wünsche dir, dass du (zeitnah^^) deine passive Einkommensquelle findest!

      Liebe Grüße auch an dich und einen schönen Start in die Woche!

      Reply
      • Carolin 18. September 2017 at 8:25 am

        Dankeschön 🙂

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