Warum das Ende vom Sommer gut für den Flow ist

Sommer

Der Sommer neigt sich dem Ende und die miese Laune wird mit dem ersten warmen Pullover wieder as dem Schrank hervorgekramt. Heute ist astronomischer Herbstanfang und ich schwanke zwischen Wehmut, dass der Sommer vorbei ist und der Freude, bald wieder durch raschelndes Laub spazieren zu können. Ich bin ein Sommer-Mädchen, war es schon immer und werde es wohl auch bleiben, denn was ich am Sommer am liebsten mag sind die langen Tage. Am Morgen ist es früh hell, am Abend wird es erst spät dunkel. Vorgestern habe ich das erste Mal am Morgen die Schreibtischlampe anknipsen müssen – meine Stimmung war im Keller, bevor ich die ersten Zeilen getippt hatte.


Warum das Ende vom Sommer für mich dennoch etwas positives hat

Auf dem Balkon liegen, die Sonne am Glow arbeiten lassen und dabei ein gutes Buch lesen – meine Welt! Leider ist dies jedoch dann nachteilig, wenn man etwas arbeiten muss. Dann sitzt man am Schreibtisch und die Gedanken schweifen immer wieder ab. Der Blick nach draußen auf den Balkon wird mit so einer Sehnsucht erfüllt, dass die Arbeit temporär nur noch nervt (und dabei liebe ich sehr was ich tue!). Dieser Flow, wenn man am Arbeiten und so richtig im Thema drin ist, lässt sich immer schwerer finden.

…den Sommer mit einem Cocktail auf dem Balkon gebührend verabschieden und den Herbst mit einem Monster-Kauf an Duftkerzen begrüßen…

Und genau das ist der Grund, warum Herbst und auch der Winter die Jahreszeiten sind, in denen ich das meiste schaffe! Da kann man sich mit einem heißen Kakao und einem kuscheligen Hoody an den Schreibtisch setzen, eine der gefühlt tausend Duftkerzen aus der Schublade hervorkramen und dieses Feeling spüren, welches im Sommer in kurzer Hose und Top nicht möglich ist.


Wenn die Trotzphase überwunden ist…

Ich könnte jammern, dem Sommer hinterher weinen und wütend aufstampfen. Habe ich schon getan und die Trotzphase, dass der Sommer sich nun langsam verabschiedet, habe ich nur langsam überwunden.

Doch wenn ich genauer drüber nachdenke, bieten sich mir nun viele Möglichkeiten, meine Pläne in die Tat umzusetzen – ganz ohne Fernweh zum nicht weit entfernten, sonnigen Plätzchen auf dem Balkon.

Durch die Hunde gehe ich ohnehin mehrmals am Tag einige Stunden vor die Tür und auch wenn ich zum Reiten fahre, bin ich draußen. Wenn es aber kalt und nass ist, die Hunde und das Pferd bewegt sind, ist es drinnen so viel kuscheliger und mir fällt es wesentlich leichter, etwas zu arbeiten.


Macht euch Pläne für die kalte Jahreszeit!

Ich habe bereits damit angefangen. Genauso wie ich im Frühjahr meine Ziele hatte (mich selbstständig machen im Sommer zum Beispiel^^), so habe ich nun auch schon vage Ideen für den Herbst und Winter. Dinge, die noch vor sich hingeschoben werden können, aber dann mit vollem Elan angepackt werden.

Zum einen sind es kreative Dinge ich umsetzen mag (ich habe eine Story im Kopf, die mich irgendwie nicht loslassen mag), aber auch „klassische“ Dinge, zu denen mir im Sommer einfach die Lust fehlt. Unterlagen ausmisten und ordnen (einen Tipp dazu hatte ich euch in diesem Beitrag gegeben! Welche Unterlagen müssen wie lange aufbewahrt werden? Was darf weg?) und auch sonst nochmals eine Art „Rundumschlag“.


Akzeptieren lernen

Ja, es fiel mir lange Zeit schwer. Aber Knatschen und Quengeln macht es nicht besser, daher sollte man das Beste aus der Situation machen.

Was macht ihr, wenn die ersten Blätter fallen und die Zeit gekommen ist, in dem der Poncho zum besten Freund wird? Hättet ihr Interesse daran, einen Blick dazu in meine Herbst/Winter To Do Liste zu werfen und euch inspirieren zu lassen?

18 Comments

  • Tabea 22. September 2016 at 6:31 pm

    Ich bin auch ein Sommermensch durch und durch. Während ich früher zwar bei mehr als 30 Grad nur noch tot im Bett lag und nichts tun wollte, ist das heute ganz anders: Je mehr Sonne, desto besser und drinne hält mich dann nichts mehr 😉 Sogar Fahrrad fahre ich bei 35° noch und genieße es.
    Das Licht, was ja jetzt immer weniger wird, macht mich auch traurig. Morgens sehe ich kaum noch, wo ich meine Füße beim Joggen hinsetzen muss, da der Weg unbeleuchtet ist und ich manchmal schon vor 6 losrenne, da ich später keine Zeit mehr habe.

    Ich glaube, das Problem, dass ich im Sommer nicht produktiv bin, habe ich eher nicht. Ich tippe nämlich viele Texte und Mails vom Handy aus während meiner Spaziergänge, sodass ich produktiv bin und das Wetter genießen kann. Im Winter geht diese produktive Zeit dann sogar verloren, da mir von der Kälte zu schnell die Hände abfallen… und die Motivation ist eh bei null, wenn mir so oft kalt ist.
    Aber für dich freut es mich natürlich, dass du dich nun wieder besser auf die Arbeit konzentrieren kannst.

    Die Idee mit der To-Do-Liste ist gut. Ich habe zwar schon viel vor, aber deine Liste interessiert mich trotzdem! Bei mir steht nun vor allem Uni an und die Organisation eines Bloggeradventskalenders. (Es fehlen leider noch Teilnehmer… Hättest du Lust? Wir organisieren das Ganze über das Forum blogboard.neontrauma.de). Außerdem müsste ich noch einen Haufen alter Blogposts überarbeiten…

    Liebe Grüße

    Reply
    • Sonja 22. September 2016 at 6:47 pm

      Lieben Dank für deinen mega ausführlichen Kommentar! Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich wir alle doch sind 😀 Im Sommer vom Handy aus arbeiten? Nee, geht gar nicht 😀
      Na dann wird es demnächst mal einen Beitrag zu meiner Herbst-Winter To Do Liste geben 😉 Was hast du denn alles vor in der dunklen und kalten Jahreszeit?

      Vom Blogboard habe ich noch nie gehört, aber Interesse hätte ich durchaus! Ich schau es mir am Wochenende mal an, lieben Dank für die Info!

      Reply
  • shadownlight 22. September 2016 at 7:55 pm

    hey, ich liebe ja den sommer, aber auch für mich ist es irgendwann genug und ich freue mich dann ebenso auf den herbst und die kalte jahreszeit, weil ich dieser auch etwa abgewinnen kann :).
    liebe grüße!

    Reply
    • Sonja 23. September 2016 at 8:40 am

      Also genug vom Sommer habe ich eigentlich nie 😀 Ich versuche nur das beste daraus zu machen, dass er bald so richtig vorbei ist und man sich nur noch in der Wohnung einkuscheln will 😀

      Reply
  • Lila 22. September 2016 at 7:58 pm

    Was die Produktivität angeht, gebe ich dir definitiv Recht. Im Sommer ärgere ich mich immer wieder, dass meine Projekte und die Arbeit (wegen anderen Personen) liegen bleibt. Die meisten chillen lieber draußen rum oder kriegen ihren A**** nicht hoch. Einerseits kann ich es verstehen, dass man das schöne Wetter genießen möchte – Andererseits zeigen selbst die Personen, die alles recht zügig und koordiniert erledigen, kaum was gebacken. Wenn man mit den Leuten spontan etwas machen möchte, sagt jeder zu – Aber gehts darum, ein Projekt zu beenden heißt’s neeeee…. ich geh lieber grillen. Das killt nicht nur meine Produktivität, sondern auch meine Laune. Wenn ich von vornerin wüsste, dass ich von Mai bis Oktober nichts von anderen erwarten kann, setz ich mich selbst mit nem Buch an einen See. So verbringe ich zig Nachmittage untätig im Büro. Wetten, dass Anfang Oktober sich die ganze Arbeit häuft, weil dann jeder plötzlich produktiv wird? Ich denke ernsthaft darüber nach, mir in dieser Zeit zwei Wochen Urlaub zu nehmen. Ich bin ja eher vom „Erst die Arbeit – Dann das Vergnügen“ Schlag…

    P.S. Wer hat denn dieses schöne Foto geschossen?

    Reply
    • Sonja 23. September 2016 at 8:39 am

      Ok, dein Argument kann ich verstehen, vor allem weil es dich ja direkt betrifft, wenn andere nichts schaffen – da muss ich mir keine Gedanken drüber machen 🙂 Aber der Sommer ist auch so herrlich verführerisch 😉

      „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ – stimme ich dir zu! Bei mir ist es so, dass ich natürlich alles erledigt habe, was gemacht werden muss „Deadlines einhalten, Auftragsarbeiten pünktlich erledigen“ klar, das muss sein. Aber alles was in den sonstigen Bereich fällt – nö, da genieße ich lieber das schöne Wetter als mich um die Ablage zu kümmern oder Steuersachen zu machen, die auch noch Zeit haben^^

      P.S. Zum Foto: Pixabay lässt grüßen 😉

      Reply
    • Lila 23. September 2016 at 9:41 pm

      Klar, klar 🙂 Hobbies sind für mich die perfekte Mischung aus Arbeit und Vergnügen. Pures Vergnügen wäre für mich Serien gucken, in der Sonne rumlungern oder lesen. Alles, was nicht produktiv ist eben… Und das mach ich eh nur wenn ich total K.O. oder kurz vorm einschlafen bin xD
      Pixabay? Muss ich mal vorbei schauen.

      Reply
  • Charli 23. September 2016 at 2:52 pm

    Also, ich freue mich total auf den Herbst. Meine Duftkerzen warten schon seit Frankreich auf ihren Einsatz und eine Menge Bücher zu lesen habe ich auch noch. Das kommt im Sommer definitiv zu kurz. Irgendwie ist man ständig unterwegs und in Bewegung.
    Im Herbst komme ich einfach besser zur Ruhe und kann mich auf meine Projekte konzentrieren.

    Modetechnisch mag ich den Herbst auch besonders und freue mich schon auf Spaziergänge in Gummistiefeln und Wetterjacke. (Beides neu und deshalb besonders spannend.) Ausserdem macht es mehr Spaß, wenn es noch nicht so eisekalt ist. 😉 Im Sommer liege ich auch eher im Garten oder auf dem Balkon rum, da kommen Spaziergänge zu kurz. Und danach zu Hause einkuscheln und Kakao trinken ist im Herbst auch schöner.

    Nächste Woche geht es an die Ostsee zur Klassenfahrt, dafür sind auch die neuen „Wetterteilchen“ gedacht… Ich brauche immer noch ein paar Gründe, um Mami und Papi von der Wichtigkeit einer Mode-Anschaffung zu überzeugen. 😉 Hat funktioniert, also erstes Herbstprojekt erledigt!

    LG von Charli

    Reply
    • Sonja 23. September 2016 at 6:24 pm

      Meine Duftkerzen warten auch schon auf mich 😀 Modetechnisch mag ich eigentlich nur meinen geliebten Poncho und meine Hoodys – ansonsten denke ich immer an „kalte Füße“ und das mag ich gar nicht 😀

      Dann wünsche ich dir ein ganz tolles Wetter nächste Woche auf deiner Klassenfahrt (also so eines, bei dem du deine Neuerungen gebührend ausführen kannst^^) und vor allem eine Menge Spaß! Grüß die See von mir 🙂

      LG

      Reply
  • mycafeaulaitblog 24. September 2016 at 12:32 am

    Im letzten Jahr konnte ich mich auch kaum von Sommer verabschieden, das fiel mir richtig schwer. Aber heuer freue ich mich so sehr, dass er endlich vorbei ist (weil mein Studium bald endet und darum will ich das Jahr schnell rum bekommen :D)

    Und Pläne für den Winter habe ich mir auch schon gemacht 🙂

    Liebste Grüße
    Lisa

    http://www.mycafeaulait.at

    Reply
    • Sonja 24. September 2016 at 8:38 am

      Ok, das mit dem endenden Studium ist natürlich ein Argument! Dann viel Spaß und genieß das Ende, bevor es in den Berufsalltag geht 😉

      LG

      Reply
  • Andrea 24. September 2016 at 9:32 am

    So, Du warst jetzt meine Gedankenstütze! Deinen Beitrag habe ich schon vorgestern gelesen, wollte seither kommentieren und habe es wirklich immer vergessen. Nun, da Du bei mir kommentiert hast, hat es gaaanz laut geklingelt :))) Ich wollte Dir nämlich sagen, dass es bei mir mit der Produktivität leider genau andersrum ist :/ sobald das künstliche Licht an ist, werde ich müde. Ich schaffe viel mehr in der hellen Jahreszeit, wirklich deutlich mehr. Ich mag künstliches Licht so gar nicht und lese dann auch weniger und meine Handarbeiten mache ich aus diesem Grund auch eher wieder ab Frühjahr bis Spätsommer am liebsten. Ich finde das selbst schade, kämpfe jedes Jahr damit. Dabei fängt mit dem Herbst meine liebste Zeit im Jahr an, wenn die Blätter sich färben, wenn es kühler wird…mal sehen, wie ich dieses Jahr damit klar komme 🙂 Liebe Grüße

    Reply
    • Sonja 24. September 2016 at 9:35 am

      Gedankenstütze? 😀
      Naja, ich mag das künstliche Licht auch nicht unbedingt, kann mich aber dann weitaus besser damit anfreunden dann drinnen am Schreibtisch zu sitzen, als wenn es Sommer ist, die Wärme mir aus dem offenen Fenster entgegen schlägt und ich nur noch raus will. Das Lesen hält sich bei mir die Waage. Im Sommer liebend gern draußen auf dem Balkon, im Winter eingekuschelt mit Kinderpunsch^^ oder Kakao auf dem Sofa. Hat so beides was für sich, vor allem wenn im Winter der Ofen noch an ist 🙂
      Ich wünsche dir trotzdem, dass du im Herbst/Winter ein bisschen weniger mit dir kämpfen muss – und nach dem heutigen Stand, hält sich das schöne Wetter ja noch ein wenig 🙂 !
      LG

      Reply
      • Andrea 25. September 2016 at 10:20 am

        Ja, Gedankenstütze 🙂 Sowas sagt man, wenn jemand einen durch sein Erscheinen etc. daran erinnert, dass man der Person noch etwas sagen möchte ^^ scheinbar ein älterer Begriff^^ Heute ist das Wetter ja wieder herrlich, geh jetzt wirklich mit einem Buch auf die Dachterrasse, natürlich hab ich mich schön eingecremt, Sonnenbrand möchte man ja jetzt auf die letzten warmen Tage nun wirklich nicht bekommen 🙂 Schönen Sonntag Dir

        Reply
  • Katy Fox 24. September 2016 at 10:53 am

    schöne worte 🙂 ich bin auch ein totaler sommermensch
    am balkon in der sonne sitzen u ein tolles buch was gibt es schöneres?
    xo katy von http://www.lakatyfox.com

    Reply
  • batcberlin 25. September 2016 at 1:25 pm

    Hallo Sonja!
    Ja, auch liebe den Sommer und die Sonne – aber so richtig motiviert & fokussiert bin ich auch eher im Herbst/Winter 🙂
    Meine Ziele für dieses Jahr: mehr zu Hause bleiben und die wenige gemeinsame Zeit mit meinem Schatz kuscheln 🙂
    Meine „produktiven“ Ziele: vielleicht mal wieder etwas basteln – für Weihnachten und die bevorstehende Hochzeit 🙂
    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg bei DEiNEN Zielen 🙂
    xxx Gaby

    Reply
    • Sonja 26. September 2016 at 1:58 pm

      Mehr zu Hause bleiben und die Zeit mit dem Liebsten verbringen ist doch das schönste Ziel überhaupt 🙂 Wünsche dir ganz viel Erfolg beim Umsetzen!!!

      Reply
  • borstigesflauschi 27. September 2016 at 10:52 pm

    Ich finde es gut. Sonnenschein, warmes Wetter ist die eine Sache, aber mir war es Passagenweise zu heiß und es war so drückend, dass ich nicht schlafen konnte (Am Dach wohnen ist bei Hitze echt nicht schön).
    Jetzt kann ich in Kuschelklamotten am Schreibtisch sitzen, Wind und Regen genießen, eine kerze anhaben und irgendwie in einen Workflow reinkommen. Dazu noch eine Tasse Kaffee oder eine ganze Kanne Milchtee, Grüner Tee, aromatisierter Früchtetee und einigen Keksen und Schokolade und ab geht’s

    „Was macht ihr, wenn die ersten Blätter fallen und die Zeit gekommen ist, in dem der Poncho zum besten Freund wird? “
    Thermoleggins und ein Kleid tragen, wenn ich Zeit habe herausgehen und mich freuen, dass nicht mehr so viele Menschen unterwegs sind.
    Ich mag es nämlich nicht in Menschenmassen unterwegs zu sein

    Reply

Leave a Comment