Die Zahl auf der Waage

die zahl auf der waage

Ein sensibles Thema. Eines, über das man gern schweigt, dass einem unangenehm ist und sich nach Jammern anhört. Ein Thema, welches für viele mit Tabus behaftet und dennoch so präsent ist, dass eigentlich jeder darüber reden müsste, der ehrlich sein will.

Wenn die Zahl auf der Waage das Leben bestimmt und plötzlich beeinflusst. Wenn gute Laune mit Zahlen zusammenhängt und das Gefühl, Hunger zu haben, sich gut anfühlt. Ein großes Tabu Thema, welches ich heute dennoch brechen möchte. Dieses Thema habe ich in diesem Beitrag schon einmal dezent angeschnitten, heute soll es jedoch tiefer gehen…


Und wie geht es dir bei dem Thema?

Wir sind seit der zweiten Klasse befreundet, sie rutschte irgendwann in die Bulimie. Heute sind wir beide 30 und sie kämpft nach wie vor immer wieder mit dieser Krankheit. Mit dieser Sucht, wie sie es selbst nennt. Kürzlich schrieb sie mir eine E-Mail, erzählte von ihrem Alltag und ihrem regelmäßigen Kampf gegen sich selbst. „Und wie geht es dir bei dem Thema?“ Ein Satz, der mich ein wenig aus der Bahn warf und mein Leben reflektierte. Nein, ich hatte keine Bulimie, aber normal war ich deswegen auch nicht.


Abnehmen musst du aber schon noch, das ist dir klar, oder?

Mit Anfang 20 öffnete sich für mich eine kleine, neue Welt. Ich absolvierte TFP-Shootings, war begeistert vom Ergebnis und dann mutig genug, mich in einer Model Agentur zu bewerben. Das Vorstellungsgespräch, die ersten Sedcard-Shoots – alles lief wunderbar und ich unterschrieb den Vertrag mit der Agentur. Ich war Anfang 20, hatte eine Körpergröße von 1,78 m und wog 56 kg. „Abnehmen musst du aber schon noch, das ist dir klar, oder?“ Der Satz des Agentur-Chefs, der mich ein wenig ins Schwanken brachte – aber nicht genug, um es da schon zu kapieren. Nicht zu Beginn. Schon im ersten Monat zog ich über die Agentur zwei Jobs an Land. Nichts großes, nichts aufregendes, aber ein Erfolgserlebnis für mich, welches sich finanziell lohnte. Dass mir die Stylistin beim Shooting eine Klammer an die Hose steckte, weil sie mir zu groß war – normal. Dass mir beim Unterwäsche-Shooting dank Contouring ein wenig mehr Oberweite angedichtet wurde – normal.


Wenn Hunger sich gut anfühlt

Nach zwei Monaten sollte ich von der Agentur aus zu einem Casting fahren. Es ging um einen Job als Grid Girl für die Formel 1. Tagelang freute ich mich auf den Tag für das Casting, ersetzte meine Ernährung (teils unbewusst) durch Cappuccino und aß an manchen Tagen kaum noch etwas. Das Gefühl, dass der Magen knurrt – es fühlte sich gut an. Es zeigte mir, dass ich stark war, dass ich mich und meinen Körper im Griff hatte. Am Castingtag sprang ich gutgelaunt aus dem Bett, ging Duschen und stand dann vor dem Kleiderschrank. Zog ein Teil nach dem anderen heraus und war schnell bei „meinem Lieblingsoutfit“ angekommen. Ein Outfit, welches ich gern anzog, in dem ich mich gut fühlte und welches meinen Körper vorteilhaft betonte. Ich zog mich an, schaute in den Spiegel – und konnte die Tränen nicht mehr aufhalten.

Ich hatte nichts mehr zum Anziehen. Die Klamotten in meinem Schrank waren nicht mehr meine Klamotten. Alles hing nur noch an mir herunter, schlackerte, umspielte meine Figur nicht mehr. Ich hatte so sehr abgenommen, dass ich mich selbst nicht mehr schön fand.

Nachdem ich verschiedene Outfits anprobiert hatte, sagte ich der Agentur ab und gaukelte was mit Krankheit vor…


Wenn der Schock zum Nachdenken anregt

Heute bin ich 30. Gewichtsprobleme? Negative Gedanken, wenn ich die Zahl auf der Waage sehe? Manchmal. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir die Zahl auf der Waage egal ist. Meine Kleidergröße liegt bei 34/36 und wenn die Zahl auf der Waage über meiner „Wohlfühl-Zahl“ liegt, dann kommt wieder dieses Umdenken. Das Hungergefühl, welches sich damals so gut anfühlte? Manchmal ist es auch heute noch da – aber sehr, sehr selten. Ich esse normal, liebe Schokolade und gleiche diese „Sünden“ durch Sport, Smoothie-Tage o.ä. aus. Auch verfalle ich nicht mehr in Panik, wenn ich 2 kg zugenommen habe, sondern setze mich dann bewusst mit meiner Ernährung auseinander und gleiche das Gewicht auf diesem gesunden Wege wieder aus.

Ich fühle mich heute wohl in meinem Körper. Trotz kleiner Gewichts-Schwankungen. Ich kenne „mein Problem“, esse aber mittlerweile einfach zu gerne. Ein Gewicht unter 60 kg? Kein angestrebtes Ziel mehr – schon lange nicht mehr.


Warum mir dieser Text am Herzen liegt

Ja, warum schreibe ich so offen, so schonungslos, so angreifbar? Mir ist bewusst, dass ich nicht allein mit diesem „Problem“ bin. Mir hätte es damals vielleicht geholfen zu wissen, dass es vielen Mädchen so geht. Der Druck von oben, schlank sein zu „müssen“, war enorm. Der Blick in den Spiegel und auf die Waage – tägliche Routine. Schlank sein kann Türen öffnen – ohne Frage. Aber die Tür für das eigene Leben lässt sich nicht mit der Zahl auf der Waage öffnen. Sein Leben in vollen Zügen genießen…

…das kann man nicht, wenn man kraftlos und dünn ist. Das Leben erfordert Power, körperlich wie auch mental. Zerbrechliche Puppen gibt es genug in der Welt – doch wie es diesen hinter verschlossenen Türen geht, das sieht kaum einer.

Das Leben feiern, mit all seiner Schönheit. Mit Freunden beim Schokoladen-Fondue über den neusten Klatsch austauschen. Den Kinofilm mit einer Tüte Popcorn genießen. Beim romantischen Dinner mit dem Liebsten die traute Zweisamkeit genießen. Nach Herzenlust die Zuckerwatte auf dem Jahrmarkt essen und auf dem Weihnachtsmarkt an der heißen Schokolade aufwärmen.

All das wäre mir verwehrt geblieben, wenn ich im Teufelskreis geblieben wäre. Wenn die Zahl auf der Waage in jedem dieser Momente präsent gewesen wäre. Heute akzeptiere ich meinen Körper, meine Gelüste nach tollem Essen und kann „kleine Sünden“ auf gesunde Weise wieder ausgleichen.

Das Leben ist wichtiger als die Zahl auf der Waage – zumindest dann, wenn ich mein Leben genießen kann!

22 Comments

  • shadownlight 18. April 2017 at 6:24 pm

    Hey, danke für deinen offenen und so ehrlichen Beitrag- es ist so wichtig dieses Thema immer wieder anzusprechen, zu sensibilisieren! Hochachtung, dass du darüber geschrieben hast. Danke!
    Liebe Grüße an dich!

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    • Sonja 18. April 2017 at 6:34 pm

      Ich danke dir für deine Worte! Glaub mir, ich habe laaaaange überlegt, ob ich den Beitrag wirklich online stellen soll… Ist ja doch kein einfaches Thema, vor allem, wenn man aus eigener Sicht darüber schreibt…

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  • Tabea 18. April 2017 at 9:11 pm

    Wie furchtbar, dass deine Freundin noch heute unter der Krankheit leidet… ich selbst habe ja vor zwei Jahren auch eine Essstörung entwickelt, aber so wirklich schlimm wie eine Bulemie war es nie und wird es wohl auch nicht werden, denn bei mir geht es zumindest mental bergauf. Ich stelle es mir aber sehr schwer vor, wenn man zusehen muss, wie geliebte Personen unter solchen Problemen leiden…

    Aber deine Erfahrungen mit der Agentur da mit Anfang 20 sind ja auch schockierend… ich hatte schon mal mit 20cm weniger das gleiche Gewicht, ohne zu dick zu sein (okay, ich sah das anders). Aber es ist eine Frechheit, wenn man jemandem sagt, er solle abnehmen… Die Leute hätten doch wissen müssen, dass junge Mädchen und Frauen verdammt schnell Probleme mit dem Essen aufbauen!!

    Den Moment, in dem ich merkte, dass ich zu dünn bin und jede Kleidung doof aussieht und rumschlackert, hatte ich leider auch… ein furchtbares Gefühl und ich habe soo oft geheult, weil ich mein abgemagertes Ich nicht mehr sehen und fühlen wollte.
    Daran, dass Leben mit seinem Essen voll zu genießen, arbeite ich gerade noch – aber es wird. Nur ein paar Kilo mehr bräuchte ich dringend und bin erstaunt, wie schwer es mir in stressigen Phasen fällt, genügend zu essen. Aber immerhin weiß ich, wo ich hin will.

    Danke für diesen mutigen Post!

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    • Doris 19. April 2017 at 1:54 pm

      Hi Tabby, weil ich dich gerade hier lese, muss ich dich auch schnell einmal virtuell drücken. Ich selbst kämpfe schon mein ganzes Leben gegen Untergewicht, und das mit in stressigen Phasen genügend essen ist eine große Herausforderung. Und es gibt nichts Schlimmeres als streichholzdürre Arme, spitze Knie und hervorstehende Rippen, finde ich. Super zu hören, dass du aber schon selbst in die Spur gefunden hast, ich wünsche dir viel Kraft, dass du auch dort bleibst. Wenn es dir mal nicht so gut geht, sei dir bewusst, du bist nicht allein 🙂

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    • Sonja 19. April 2017 at 3:02 pm

      Danke auch an dich für deine offenen Worte! Es ist schon heftig, wie sehr viele unter dem gleichen „Problem“ leiden und nur die wenigsten es ansprechen. Dass mit der Agentur sehe ich aber (im Nachhinein) als normal an. Je dünner man ist, desto besser kann man an Kunden vermittelt werden und schaut man sich die Werbungen so an, bestätigen viele Unternehmen dies leider – wobei es natürlich auch hier glücklicherweise Ausnahmen gibt.
      Ich wünsche dir, dass du deine Einsicht nicht verlierst und ebenfalls wieder Freude am Essen finden wirst. Es ist schwierig, aber machbar… Ich drück dich von hier! LG an dich!

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  • Doris 19. April 2017 at 2:14 pm

    Liebe Sonja,
    erneut so ein toller, mutiger und ehrlicher Post! Ich habe dir ja bereits schon einmal eine ganze Litanei erzählt, wie es mir so ergangen ist, deshalb sage ich gar nicht mehr viel dazu. Aber Sätze wie: Das Leben kann man nicht genießen, wenn man kraftlos und dünn ist, kann man nicht oft und nicht laut genug in die Welt schreien. Ich hatte 2016/17 ja zwischen Weihnachten und Neujahr diese schwere Grippe, habe fast bis jetzt gebraucht, um 2 dämliche Kilos wiederzubekommen, die auch bleiben… Super hilfreich sind dann Menschen, die einem sagen, dass man gerade nicht so gut aussieht… Das ist auch etwas, das ich nicht verstehe: Dünnen Menschen darf jeder ins Gesicht sagen „Och, bist du aber dünn. Bist du krank?“ Das ist dann Mitleid. Zu einem Übergewichtigen darf man aber nicht sagen: „Och, bist du dick. Futterst du etwa zu viel?“ Das ist beleidigend. Ich hasse nichts mehr, als wenn es besorgte Menschen „gut meinen“ und mich auf mein Gewicht anquatschen. Wie geht es dir damit?
    Ansonsten alles Liebe einstweilen und auf baldiges Wiederlesen!

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    • Sonja 19. April 2017 at 3:09 pm

      Hallo liebe Doris,

      danke dir für deine Worte! Ich weiß was du meinst mit den „besorgten Worten“. Diese Phase hatte ich vor einigen Jahren mal, als alle es „gut“ mit mir meinten und mich dazu ermuntert haben, doch noch einen Nachschlag, noch ein bisschen Sahne oder sonstiges zu essen. Wie unangenehm das ist, verstehen viele Menschen nicht. Mittlerweile sind die meisten der Meinung (wie auch im verlinkten Post angesprochen), dass ich ja ein Glückskind sei, weil ich nicht zunehme ect. Dass dazu aber vor allem eine gesunde Ernährung und Bewegung „Schuld“ sind, mag keiner sehen. Mit dem Zunehmen (wenn ich es denn will) habe ich keine Probleme mehr, da hat mein Körper sich scheinbar jetzt eingependelt.
      Wenn ich genauer drüber nachdenke, glaube ich, dass es gar keine richtigen Worte gibt, um jemanden auf sein Gewicht (egal ob Über- oder Untergewicht) anzusprechen – zumindest nicht von Außenstehenden. Wenn meine Mutter mir sagen würde, dass ich gut zugenommen oder abgenommen habe, würde ich das nicht als Angriff deuten. Bei fremden Personen würde ich wohl vermuten, dass dahinter eine Kritik an meiner Figur oder an mir als Person steckt. Eigentlich nicht richtig, aber da sind wir (oder viele zumindest) wohl einfach sehr sensibel.

      Antwortmail ist bereits angefangen 😉

      LG auch an dich!

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  • Lila 19. April 2017 at 7:51 pm

    Ich finds immer noch unfassbar, wie viele Personen über das Gewicht urteilen müssen. Sehr früh habe ich dank meines Freundeskreises beide Extrema kennen gelernt und miterlebt, wie sehr diese Sorge den Betroffenen an den Nerven zerrt. Irgendwann fing die Sorge um meinen Kumpel an, mich aufzufressen.
    Wenn man bedenkt, dass die meisten Betroffenen von Promis, Werbung, Agenturen, Freunden, Umgebung usw. beeinflusst wurden, sollte man gerade dort ansetzen. Ich verstehe das Model-Ideal ehrlich gesagt überhaupt nicht. Mode, die an einem Kleiderhaken gut aussieht, sieht an mir nicht gut aus – Wieso nimmt man dann nicht Models mit allerlei möglichen Maßen, damit man ein realistisches Bild von dem hat, was man da kauft?! Hübsch können diese Menschen ja trotzdem sein! Ich bin froh, dass sich das etwas geändert hat.

    Früher gehörte ich zu den Personen, die alles mögliche in sich hinein schaufeln konnten und sich nie Gedanken darüber gemacht haben. Seit einiger Zeit ist (leider) Schluss damit und ich wiege mittlerweile etwas mehr als mein Wohlfühlgewicht. Ich muss nicht runter, wills aber, weil ich mich seit Monaten einfach blaaaaah fühle und das leider auch ausstrahle. Leider ess ich viel zu gerne ._.
    Jeder hat sein eigenes Wohlfühlgewicht, das kann bei einem normal, dicker oder dünner sein. Nur irgendwann wird’s krankhaft und da verstehe ich nach den Erfahrungen von oben echt keinen Spaß mehr.

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    • Sonja 19. April 2017 at 10:12 pm

      Ich denke, dass dieses Thema niemals wirklich ein Ende finden wird. Jeder definiert ein Schönheits-Ideal anders als der andere, wodurch es vermutlich immer diese extremen Geschmäcker geben wird (die einen mögen es super dünn, die anderen stehen auf Kurven, die dritten mögen nur Pink und die vierten hüllen sich am liebsten in Schwarz)…
      Das wichtigste ist meiner Meinung nach, sich selbst so gut zu finden, wie man ist und das auf einer gesunden Basis – auch wenn dies meist das schwerste ist.. :/

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  • borstigesflauschi 27. April 2017 at 9:13 pm

    ich kenne das ganze, allerdings umgekehrt.
    Zwischen mir und meiner damaligen besten Freundin herrschte immer eine gewissen Konkurrenz. Sie war besser in Mathe und Deutsch, ich in Englisch und Musik. sie war aber immer die sportlichere drahtige von uns beiden, obwohl ich damals regelmäßig leichtathletik gemacht habe. Sie ging zum Judo und regelmäßig reiten.
    Irgendwann lebten wir uns auseinander.
    auf Grund der Realschule nahm ich dann durch diverse Sachen sehr stark ab nur um einige Jahre später durch Unistress und Medikamente innerhalb eines Jahres fast 25 Kilo zuzunehmen. Bedingt durch den abschluss und die Arbeitslosigkeit hab ich dann anschließend nochmal zulegegt.
    Pudding wurde einer meiner besten Freunde, Eiscreme mein Seelentröster, Pommes meine Wegbegleiter und der Asiaimbiss ein nahezu täglicher Punkt zum Ansteuern. Bei knapp 102 Kilo bei knapp 1,71 Metern hab ich dann die Notbremse gezogen.
    Abnehmen ist seitdem hart. Ich fühle mich auch überhaupt nicht wohl in meinem Körper. Das artet gelegentlich sogar in Selbsthass aus. Momentan bin ich bei 91 Kilo. Mein Ziel und wohlfühlgewicht war immer knapp 68 Kilo, da will ich irgendwann wieder hin, da bis dahin muss ich wohl kämpfen. ich hoffe nur nicht zuviele Rückschläge zu erhalten. ich will mich lieber selber lieben und ja… auch mal in einem kleinen Schwarzen extrem heiß aussehen.

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    • Sonja 29. April 2017 at 11:20 am

      Vielen lieben Dank dir für deine ehrlichen Worte und dass du uns an deiner Geschichte teilhaben lässt… Ich drücke dich von hier und wünsche dir Kraft und Durchhaltevermögen! Und ganz ehrlich? Ich finde, dass manche Frauen mit einer größeren Konfektionsgröße in einem kleinen Schwarzen besser aussehen, als viele Hungerhaken^^ Bleibt stark!!! Ein schönes Wochenende wünsche ich dir!

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  • Monatsrückblick März und April 2017 - Habutschu! 30. April 2017 at 7:52 am

    […] abgesetzt und präsentiert ihre Gründe und Erfahrungen nach 3 Monaten & Sonja schreibt über Magerwahn und ihre Vergangenheit & Teresa schaltet einen Gang zurück, um sich wohler zu fühlen – mit Tipps zum […]

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  • Uta 6. Mai 2017 at 11:20 am

    Hi Sonja, ich habe deinen Beitrag gerade erst entdeckt und er mich mich total gepackt. Ich hatte richtig Gänsehaut beim Lesen. Vielen Dank, dass du so ehrlich über solche sensiblen Themen schreibst. Hut ab! LG, Uta

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    • Sonja 6. Mai 2017 at 4:22 pm

      Auch dir lieben Dank für deine Worte, Uta! Manchmal müssen solche Themen angsprochen werden… – und wenn es nur bei einigen zum Nachdenken anregt…
      LG und ein schönes Wochenende dir!

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  • borstigesflauschi 6. Mai 2017 at 3:57 pm

    Danke für deine lieben Worte.
    es gibt genug aus „Plussize-Frauen“ die ich unglaublich attraktiv finde, aber ich gehöre nicht dazu. Bei mir ist alles recht ungeichmäßig. Darum existieren seit Jahren auch nur noch Photos von meinem Kopf, meine Haut ist auf Grund eines Ausschlags nicht die beste, aber ich mag mein Gesicht vorallem meine Augenfarbe sehr gern.
    Ich möchte kein Hungerhaken sein, es gibt viele der aktuellen Supermodels wo ich da sitze und einfach nur denke „Gib doch einer diesem Mädchen ein Steak, Pommes und ne Packung Eiscreme“ so war ich nie (abgesehen von einer kurzen Phase wo man regelmäßig meine Rippen gesehen hat), ich war immer eher rundlich, weich.
    Wie gesagt mein ziel ist keine modelmaße, ich finde 68 Kilo bei knapp 1,71m mehr als ok (andere meinen dann du bist nach wie vor dick).
    Ich finde jeder soll sich mögen können wie er ist. Sonst hätten wir alle 90-60-90 Maße, die gleiche Haarfarbe und tragen alle H&M und Primark. Aber ich muss es halt lernen mich selber zu akzeptieren, und mit der aktuellen Körpersituation kann ich das einfach nicht

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  • Sophie 6. Mai 2017 at 8:17 pm

    Ich bin wirklich überrascht über deinen Post… Nicht negativ, aber ich finde es unglaublich, dass deine Freundin da immer noch drinsteckt, dass auch du in die Krankheit reingerutscht bist.

    Dazu muss ich sagen, ich bin immer davon ausgegangen, Essstörungen treten nur bei jungen Mädchen auf. (Bei mir vor fünf Jahren), aber klar, wenn du so einen Druck bekommen hast von der Agentur ist das ja kein Wunder 😉

    Deshalb bin ich für dich auch echt froh, dass du es geschafft hast, aus dem Teufelskreis rauszukommen! Natürlich, wie du ja auch selbst schreibst, wird man so eine Krankheit glaube ich auch nicht vollständig los, jedenfalls was die Kontrolle betrifft. Aber so offen und ehrlich wie du damit umgehst, finde ich es echt toll 😀

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    • Sonja 6. Mai 2017 at 8:38 pm

      Lieben Dank dir für deine Worte Sophie.
      Offenheit ist vielleicht der einzige Weg, dieses Thema in den Vordergrund zu rücken und damit deutlich zu machen, dass „dünn sein“ ein echtes Problem sein kann, das viele regelrecht kaputt machen kann. Ich denke, es ist wie mit allem: Je offener man mit einem Thema umgeht, desto weniger wird es Tabu-Thema sein oder bleiben.

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