Der Hype um Detox, Cleaning und Minimalismus

Da ich gemerkt habe, dass euch das Thema „Warum sich manche zu Tode hypen“ interessiert hat, möchte ich mich heute nochmals diesem Thema zuwenden. Ein wenig anders jedoch.

Detox        Cleaning        Minimalismus

Was fasziniert so viele daran? Sich einer Detox-Kur zu unterziehen? Auf Clean-Eating umzusteigen? Den Minimalismus voll auszuleben? Ist es in aller Munde, weil es so aktuell ist?

Mit Sicherheit nicht. Ich denke es ist so aktuell, weil es etwas positives ist. Die meisten Berichte die man darüber liest, sind durchweg positiv. Wer seinen Körper entgiftet hat, fühlt sich danach meist besser. Wer seine Ernährung umstellt, lebt bewusster. Wer den Minimalismus auslebt, lernt vieles mehr zu schätzen. Ich hatte hier bereits einmal darüber geschrieben, dass entrümpeln vor allem der Seele gut tut.

Es ist ein Hype, wie man ihn sonst kaum kennt. Ein Hype, der mal nichts negatives an sich hat. Dies kann man zum Beispiel vom Thigh Gap-Hype nicht sagen. Oder vom Hype, ein Leben zu präsentieren, was man in Wirklichkeit nicht hat und dafür Unmengen an Geld ausgibt und an Persönlichkeit und Authentizität verliert („Ich muss in den Starbucks, das kommt auf dem Bild besser!“).

Natürlich kann man auch beim Detox ect. übertreiben, aber meist ist es nicht viel mehr als ein reinschnuppern in den neuen Trend und die meisten nehmen sich etwas positives mit. Nicht mehr und nicht weniger.

Detox, Cleaning, Minimalismus. Wer sich mit diesen Themen befasst, möchte doch eigentlich nur eines: etwas GUTES für sich. In der heutigen Zeit, in der das Wort „Konsumgesellschaft“ zum Alltag gehört, war es klar, dass es auch eine Gegenbewegung geben muss. Minimalismus. Minimalistischer sein. Es tut gut. Es schon den Geldbeutel. Es macht einem bewusster, wie wenig man „eigentlich“ braucht um glücklich zu sein. Man lernt die kleinen Dinge des Alltages mehr zu schätzen. Wer 9 Blushes hat, mag damit zufrieden sein, aber ist diese Person glücklicher als jemand, der nur 1 oder 2 hat und entsprechend weniger Geld ausgegeben hat (und schlussfolgernd auch weniger Konsumgüter besitzt)? Der diesen einen oder diese zwei wirklich zu schätzen weiß und sie deshalb nutzt? Ich denke nicht.

Von daher: probiert es doch mal aus! Egal ob ihr euch einer echten Detoxkur unterzieht oder einfach mal ein wenig Ballast aus dem eigenen Alltag abwerft. Es tut gut. Es befreit. Es ist gesund. Es schafft Platz – vor allem im Kopf.

Daher sollte nicht jeder Hype verteufelt werden. Es gibt meiner Meinung nach nur wenige Hypes, die wirklich einen Hype wert sind. Aber diese hier sind es definitiv!

13 Comments

  • wordsbyhannii 25. März 2015 at 2:36 pm

    Toller Artikel. Ich bin eher von der minimalistischen Seite. Ich hatte noch nie 30 Liedschatten oder 10 verschiedene Mascaras wo es eine auch gut tut. Jedoch könnte ich trotzdem noch etwas daran arbeiten. 🙂

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    • FashionqueensDiary 25. März 2015 at 5:47 pm

      Dankeschön! Minimalistische Seite finde ich gut, haben leider heut zu Tage die wenigsten…

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  • Lila 25. März 2015 at 3:34 pm

    Ich habe leider absolut keine Ahnung was das Detox soll und ob es wirklich etwas bringt. Das ist wohl so ähnlich wie dieser Hype um basische Ernährung o-O? Wenn man sich damit wohler fühlt dann ist ja alles im grünen Bereich. Aber ich fang nicht an Sachen zu essen, die mir gar nicht schmecken nur weil sie gesünder und toller sind.
    Was mich an dieser Sache nervt ist dass für viele Trivialprodukte wie z.B. Grüner Tee mit der Aufschrift „antioxidierend“ der zehnfache Preis verlangt wird. Warum eigentlich? Entweder mag ich grünen Tee und ich mag ihn nicht und wenn er mir zusätzlich Gutes tut dann umso besser. Da ist ein Produkt mit der Aufschrift doch total Banane, denn das ist eine Eigenschaft des Grünen Tees an sich.
    Mit diesen grünen Smoothies kann man mich jagen. Das sieht aus wie Gras-Milchshake und riecht nach Rasenmäher *uarghs* Selbst wenn mir das 10 Jahre mehr Leben verspricht werde ich das nicht trinken.
    Sollte ich irgendwann mal Obst-Überfluss haben hab ich natürlich nix gegen gewisse Smoothies oder Shakes. Das ist sicher besser als den ganzen Tag Cola zu trinken.

    Ansonsten kann ich alles unterschreiben was du sagst. Jeder hat in jedem Bereich seine eigene Grenzen. Ich brauche meine 6 Rouges, denn mir fehlt etwas, wenn ich nur eine Farbe habe. Ich hab halt gewisse Farbkombinationen / Looks die mit DEM bestimmten Rouge toll aus sehen und mit dem anderen eben nicht. Es fällt mir schwer Leute zu verstehen die 5 Mascara brauchen, aber das muss jeder selbst wissen. Vielleicht sieht die eine Mascara ja tagsüber toller aus und die andere nachts?!! Ich seh den Unterschied nicht, aber ich bin auch keine Mascara-Fachfrau.
    Für mich wird der Hype und die Haulerei nur dann dämlich wenn ich selbst nicht mehr weiss wie viel Zeug ich habe und alles total willkürlich doppelt und dreifach habe.

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    • FashionqueensDiary 25. März 2015 at 5:46 pm

      Oh doch, ICH sehe bei Mascaras Unterschiede 😀 Ich habe aktuell zwei. Die eine verlängert die Wimpern extrem und ist fast so, als würde ich Kunstwimpern tragen, die andere ist ehr für den dezenten Look. Ach ja, so hat jeder seine Bereiche..dafür besitze ich kein einziges Rouge 😉

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  • Rina 26. März 2015 at 11:06 am

    Sowas wie Detox, Low Carb und wie das nicht alles heißt, wird es bei mir auf dem Blog nicht geben, weil das einfach nicht Ich bin. Detoxen schön und gut – aber was machen, wenn ich noch nicht mal Tee mag? Und warum sich nicht mal Kalorien (meinetwegen auch in Maßen) gönnen? Mir wäre das irgendwie auch alles zu anstrengend. Ne Pizza lässt sich halt schneller machen 😉

    Liebste Grüße,
    Rina von Adeline und Gustav

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    • FashionqueensDiary 26. März 2015 at 11:17 am

      Pizza mag ich auch, aber nicht jeder muss alles mögen 😉

      P.S. Das Thema mit den Kalorien lässt mich übrigens auch kalt 😀

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  • aestheticaland 4. April 2015 at 10:39 am

    Da kann ich nur zustimmen. Detox und Clean Eating interessieren mich zwar weniger, aber Minimalismus finde ich super und tendiere längerfristig wohl dazu. Auch wenn ich vergleichsweise nicht sehr minimal lebe, merke ich, dass weniger wirklich mehr bzw. angenehmer ist.

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    • FashionqueensDiary 4. April 2015 at 10:48 am

      Ich lebe (wenn ich von denen ausgehe, die es richtig durchziehen) auch nicht extrem minimalistisch. Aber ich weiß mittlerweile, dass ich nicht alles in doppelter und dreifacher Ausführung brauche um glücklich zu sein. Und mit weniger fühle ich mich einfacher wohler 🙂

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  • Martina Ka. 18. April 2015 at 3:12 pm

    Die ganzen Einträge werden mir gar nicht angezeigt. Wo zum Henker ist mein Abo hin? 🙁
    Ich sehe die 2 Seiten der Detox-Minimalismus-Medaille.
    Cleaan Eating und Detox ist für eine Kurze Zeit ok, aber kein Mensch m Familiengedanken oder geriem Budget kann es sich auf Dauer leisten Bio zu leben und irgendwann geht der Genuss auch (zumindest meiner Meinung nach) flöten. Gemüse gedünstet, Obst gerieben und alles möglichst ungewürzt und Pur? Na Mahlzeit.
    Und wer schon mal wie ich eine Zeitlang salzarm und Säurearm essen MUSSTE, weiß was ich meine.
    Aber dennoch ist der Gedanke dahinter gut. Seinem Körper etwas gutes tun, mehr Gemüse und Obst essen usw.
    Aber auf Dauer so leben? Danke nee. Dann doch lieber ausgewogen mit Viel Gemüse, nicht soviel Obst und Getreide und wenige Milchprodukte und wenig Fleisch. Und dazu halt Gewürze wie Pfeffer, ewas Salz, Kräuter und ein klitzekleines bisschen Naschen sollte auch erlaubt sein.

    Klamottenminimalismus… hmmm stehe ich zweigeteilt gegenüber. Ein ganzer Kleiderschrank voll nichts anzuziehen ist zwar auch nichts gutes, aber ich bin einfach kein Mensch der mit 10 T-shirts,. 2 Hosen, 3 Röcken und 2 Jacken auf Dauer glücklich ist.
    Mal sehen. Dadurch, dass ich auf Dauer eh mehrere Kleidergrößen abnehmen möchte werde ich aber einige Zeitlang Minimalistisch auskommen müssen. Zumindest alle 2 Kleidergrößen.
    Aber von Größe 48/50 und Größe 36/38 ist es eben ein ziemlicher Sprung. In der Mitte möchte ich einen klamottösen Minimalismus ausleben, aber nur da.

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  • Wenn Frauen schreiben… #14 (oder: Bloggerwahnsinn 1.0) | 13. September 2015 at 9:29 pm

    […] lackierten  Zehenspitze, aber immerhin. Und dann kommt der nächste Hype, den man belächeln darf. Digital Detox. Ist ja aber auch klar. Kaum hat man die Spitze seiner Prada Heels (für die man höllisch das […]

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  • In 5 Schritten zum Minimalismus im E-Mail Account | 16. Oktober 2015 at 3:22 pm

    […] auf diesem Blog vor. Im Bereich der Beautyprodukte als auch das  (sinnvolle) Minimieren von Klamotten und eben allen Alltagsgegenständen, die man so besitzt – oder eben auch nicht. Doch […]

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  • Jahresrückblick 2015 – von Blogger Hypes und Hashtag-Nutzern | 27. Dezember 2015 at 1:07 pm

    […] “Der Hype um Detox, Cleaning und Minimalismus” war mal wieder ein Beitrag, bei dem ich mich ausgetobt (und aufegregt) habe. Vor allem war mir wichtig, dass nicht jeder Hype gleich verteufelt wird und man sich damit doch eigentlich nur etwas Gutes tun wil – ihr habt es genauso gesehen 😉 […]

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  • Blogger-Hype,Minimalismus & Hashtag Nutzer-Jahresrückblick Teil 2 11. Oktober 2016 at 6:23 pm

    […] „Der Hype um Detox, Cleaning und Minimalismus“ war mal wieder ein Beitrag, bei dem ich mich ausgetobt (und aufegregt) habe. Vor allem war mir wichtig, dass nicht jeder Hype gleich verteufelt wird und man sich damit doch eigentlich nur etwas Gutes tun will – ihr habt es genauso gesehen […]

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