8 einfache Tricks für mehr Produktivität im Home Office

8 einfache Tricks für mehr Produktivität im Home Office

Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die uns zum Scheitern bringen. Die aus einem freien Vormittag, in dem wir eine Menge hätten erledigen können, einen Vormittag werden lassen, der so endet, wie er angefangen hat: mit einer vollen To Do Liste, die gefühlt noch länger geworden ist.

Aus diesem Grund zeige ich dir heute meine 8 besten Tipps, wie auch du mehr aus deiner Zeit in deinem Home Office herausholen kannst und deine Produktivität steigerst. Wie du die kostbare Zeit sinnvoll und effektiv nutzt, statt Stunden später mit dem Blick auf der Uhr festzustellen, dass du schon wieder alles gemacht hast – außer zu Arbeiten!


Die 2 Minuten Regel

Alles, was du in 2 Minuten erledigen kannst: tue es! Sofort! Das kann die Beantwortung einer Kunden-E-Mail sein, das Backup deiner Website, die Überweisung einer Rechnung oder auch das Einsortieren von Unterlagen für die Buchhaltung.

Warum 2 Minuten? Meistens dauern viele Dinge noch nicht einmal 2 Minuten, im Gegenteil sind viele Aufgaben so schnell erledigt, dass sie kaum einen Gedanken wert sind. Und hier liegt das kleine, aber dennoch fiese Geheimnis: Das Nachdenken über diese Aufgaben „Ich muss noch die Mail beantworten!“ frisst meist mehr Zeit, als das direkte Erledigen. Du denkst 10 x am Tag an diese Mail, lässt dich im schlimmsten Fall deswegen aus dem Konzept bringen und verlierst dadurch mehr Zeit, als diese Mail direkt zu beantworten! Probier es aus! Was du in 2 Minuten erledigen kannst: tue es und schon ist ein Punkt auf der To Do Liste verschwunden und der Kopf frei für andere Aufgaben! Und glaube mir: Je nachdem, was man macht, sind 2 Minuten manchmal ganz schön lang!


Erledige alles, was du tun musst, bevor du dich an die Arbeit setzt

Du möchtest dich in den nächsten 2 Stunden intensiv deinem Projekt widmen? An deinem Buch schreiben? Dich der Contentplanung für den Blog widmen? Dann erledige alles vorher, was dich stören oder ablenken könnte. Gehe mit den Hunden Gassi, so dass du danach ungestört arbeiten kannst und ohne ständig den Blick auf die Uhr zu werfen, dass du gleich raus musst. Stelle die Spülmaschine an, sauge noch die Wohnung durch, drück den Startknopf der Waschmaschine – egal was dich stört und noch getan werden muss: tue es! Nur so kannst du dich anschließend (mit einem verdammt guten Gefühl) an deine Aufgabe setzen und hast alles andere aus dem Kopf!


Lege dir eine Zeit fest, in der du dich der Arbeit widmest

Sich „den Nachmittag“ für die Arbeit festzulegen, geht meistens schief. Zum einen ist „der Nachmittag“ ein langer und dehnbarer Begriff, zum anderen führt es meist dazu, dass man viele unwichtige Dinge tut „Ach, mal noch eben schnell die Blogpost´s von meinem Lieblingsblogs lesen, ich habe ja noch den ganzen Nachmittag für die Arbeit!“ – und ehe du dich versiehst sind 3 Stunden um und du hast was getan? Richtig, den Nachmittag vertrödelt!

Von daher setze dir vorher fest, wie lange du dich der Arbeit widmest (realistisch bitte!) und dann starte sofort mit deiner Arbeit – nach dieser Zeit (sagen wir mal wieder 2 Stunden) hast du dann Zeit für deine Lieblingsblogs – das wichtigste ist aber erledigt!

Übrigens kann es an Tagen, an denen man so gar keine Lust auf Nichts hat, durchaus helfen, das Zeitfenster sehr kurz zu halten. Nur eine Stunde oder auch nur eine halbe Stunde effektiv etwas tun sind manchmal viel sinnvoller, als sich zwei Stunden mit etwas zu quälen und nicht voran zu kommen!


Die realistische To Do Liste

Punkt Nummer 3 ist da, um deine Aufgaben zu erledigen, die du auf deiner To Do Liste stehen hast. Diese sollte aber vor allem eines sein: zu schaffen! Setze dir auf deine To Do Liste des Tages Aufgaben, die du auch wirklich schaffen kannst – von mehr als 3-4 würde ich abraten! Dies hat den Vorteil, dass du zum einen in der dir selbst vorgegeben Zeit deine Aufgaben im Idealfall alle erledigen kannst, so aber auch direkt siehst, was Priorität hat und was eben nicht!

Prioritäten setzen ist sehr wichtig, sonst ist der Tag vorbei und du hast nichts erledigt bekommen, was dir deinen Lebensunterhalt finanziert! Wenn du nicht weißt, bei welchem Punkt du beginnen sollst, kann ich dir meinen Beitrag Wo fange ich an, wenn ich nicht weiß, wo ich anfangen soll? empfehlen!

8 einfache Tricks für mehr Produktivität im Home Office


Planung ist das halbe Leben!

Deine To Do Liste solltest du dir vor deiner festgelegten Arbeitszeit schreiben! Ob du dies am Abend vorher machst oder morgens ist total egal und Einstellungssache! Bei mir ist es oft gemischt. An manchen Tagen weiß ich ganz klar, was ich am nächsten Tag erledigen muss – und in welcher Reihenfolge. An anderen Tagen plane ich dies erst am Morgen und lasse mich treiben, wenn keine Deadline mir im Nacken sitzt.

Praktisch sind Online-Tools für To Do Listen, mit denen sich deine To Do´s auch schieben lassen. Wichtig ist nur, dass du in der Zeit, die du dir bewusst zum Arbeiten nimmst, direkt starten kannst und nicht dann erst anfängst, Prioritäten festzulegen!


Vermeide Störenfriede, die dich ablenken!

Ein alter Hut, aber immer noch gern ein ignorierter Punkt. Schalte deine Handy auf lautlos, wenn du deine Arbeitsphase beginnst. Schalte die Benachrichtigungen am Desktop aus, die dir neue E-Mails, Twitter Nachrichten o.ä. anzeigen. Wenn du nicht alleine lebst, dann informiere auch deinen Partner/deine Kinder, dass du nun 2 Stunden für dich alleine sein willst – Arbeit ist Arbeit und gerade im Home Office muss man mal in Ruhe und ohne Ablenkungen arbeiten können! Vorteil: du schaffst ohne Ablenkung in kürzerer Zeit viel mehr!

Wie du störende und vor allem unwichtige E-Mails ganz aus deinem Leben verbannen kannst, habe ich in diesem Beitrag vorgestellt.


Lass dir nichts vorschreiben!

Du musst morgens um 8 Uhr am Schreibtisch sitzen – Blödsinn! Nur du kennst deine produktive Hochphase! Ich bin in der Regel am Nachmittag und am Abend am produktivsten, weil ich den Vormittag gern für Haushalt, die Haustiere und auch mein Hobby nutze – morgens sind die Gedanken einfach noch nicht so auf Touren bei mir^^ Einzige Ausnahme ist die Zeit zwischen 5 und 8 Uhr – kein Scherz! Bin ich morgens so früh schon am Schreibtisch, bekomme ich sehr viel erledigt und es fühlt sich verdammt gut an, um 8 Uhr schon einige Punkte von der To Do Liste abgehakt zu haben!

Dennoch: Lass dir kein schlechtes Gewissen machen, wenn du erst um 16 Uhr mit der Arbeit startest. Du bist dein eigener Boss – du bestimmst deinen Tagesablauf – sonst niemand!!!


Der minimalistische Schreibtisch

Je weniger Dinge dich auf deinem Schreibtisch – und auch im Home Office – ablenken, desto leichter fällt es dir, dich auf deine Arbeit zu konzentrieren! Lege die Magazine ins Wohnzimmer zum Lesen und auch die 20 Kulis, von denen die Hälfte nicht schreiben, solltest du verbannen. Im Idealfall befindet sich auf deinem Schreibtisch nur das, was dir beim Arbeiten hilft – und maximal ein gutes Getränk und ein (!) Dekogegenstand wie eine Blume oder eine Kerze für die gute Laune beim Arbeiten. Natürlich ist Minimalismus am Arbeitsplatz nichts für jeden. Dennoch ist es oft leichter, sich zu konzentrieren, wenn der Blick nicht ständig auf unwichtige Unterlagen (oder das Handy fällt).

Wie sich mit Minimalismus auch noch Geld sparen lässt, kannst du auch hier nachlesen! Was sind deine Tipps, um produktiver zu werden?

9 Comments

  • Hey, das sind wirklich gute Tipps. Ich selber nutze meinen Schreibtisch gar nicht, sondern ein Kniekissen auf der Couch. Ob das auf die Dauer jedoch gut für den Rücken ist phew.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

    • Da würde mir wohl nach 10 Minuten der Rücken durchbrechen 😀 Durch meine zwei Bandscheibenvorfälle in der HWS kann ich nicht lange nach unten schauen, merke das schon, wenn ich zu lange am Handy bin. Daher geht nur Schreibtisch und Monitor auf Augenhöhe – ist auf Dauer vielleicht aber auch ganz gut so 😀 Dir auch ein schönes Wochenende, Dankeschön 🙂

  • Guten Morgen,

    eine schöne Ideenkiste hast du da zusammengestellt! 🙂

    Den Punkt „Erledige alles, was du tun musst, bevor du dich an die Arbeit setzt“ finde ich allerdings kritisch… da landet man schnell beim Prokrastinieren. 😉

    Ich mag die Pomodoro-Technik sehr gerne, bei der man sich den Wecker auf eine bestimmte überschaubare Zeitspanne wie etwa 30 Minuten stellt und sich in dieser Zeit wirklich auf eine Sache konzentriert, ohne Unterbrechungen oder Ablenkungen. Danach kommt dann eine kurze Pause und der nächste „Sprint“.

    Liebe Grüße
    Anne

    • Danke dir liebe Anne 🙂 Ich kann deinen Einwand beim Punkt „Erledige alles, was du tun musst, bevor du dich an die Arbeit setzt“ verstehen. Bei mir funktioniert es super, andere verlieren sich darin. Jeder Mensch tickt (zum Glück ;-)) anders, so dass sich der eine was aus dem Artikel mitnehmen kann, der andere vielleicht weniger. Die Pomodoro-Technik mag ich selbst auch sehr gern, arbeite dann aber meist über die gesetzte Zeit hinaus 😀 So richtig will das bei mir nicht funktionieren^^

  • Ich komme immer wieder gerne bei dir vorbei, denn ich kann von deinen Beiträgen immer etwas für mich mitnehmen.
    Ein paar Punkte deiner Aufstellung wende ich so oder in ähnliche Form an, so wird bei mir auch immer vorher alles erledigt, bevor es an die Arbeit geht, sonst bin ich in Gedanken immer wieder abgelenkt und schaffe es nicht, mich voll auf die Aufgabe zu konzentrieren. Hier ist deine Beschreibung für mich eine Bestätigung – bei anderen Punkten wie etwas beim Festlegen der Zeit für die Arbeit finde ich neue Anregungen, wie ich es besser machen könnte.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und alles Liebe Gesa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.